Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1747178
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Leigard. 
Gottfried, 
Kunst wegen bald gesucht wurde. Besdndern Beifall fanden seine 
"Malereien nach Art verschiedener Basreliefs, auf welche Weise er 
die Huf- und Stiftskapelle zu Innsbruck meisterhaft auszierte. In 
der Iiuratißliirchc auf dem Schönberg bei Innsbruck malte er die 
Auferstehung Christi auf die Decke, ein in Zeichnung und Ver- 
kürzung Sßhätzbarcs Werk, weniger aber im Colorite. 
Von Innsbruck erhielt Leidensrlorf einen Buf nach Mannheim, 
und da bekleidete er die Stelle cines Professors der Academie der 
Iiiinste. Von Mannheim aus ging er 1765 Wieder nach Innsbruck, 
und damals malte er die erwähnten Basreliets in der Hotkapelle, 
die ihm Ehre brachten. In Mannheim malte er den Plafond des 
Iiomödieahauses. Er starb 1795 in Mannheim, mit dem Titel eines 
churfiirstlichen Cabinetsmalers. Leidensdorf hat auch akademische 
Figuren radirt, mit der Unterschrift: Franc. Ant. Lcidenstorf inv. 
et fec, Bomae, 
1) Das Bild der heil. Jungfrau, 4. 
2) Ein stehender männlicher Akt, fol. 
.3) Ein sitzender männlicher Akt, fol. 
LßlgilTdg Maler, der bei Joseph Mages seine Iiunst erlernte, nach 
seinen Lebensverhältnissen aber unbekannt ist. Er liess sich in 
lgoäauivörth nieder, und malte viele "Kirchen aus, nicht ohne 
u m, 
Lßlgebe, GOUZFPIEÖ, auch Ley ebe geschrieben, berühmter Ei- 
senschneider, Formschneider undäVlaler, geb. zu Freystadt in Schle- 
sien 1650, gest. zu Berlin 1682. Er war ursprünglich Schwertfeger, 
nach und nach wurde er aber dahin geführt, sich seines schwierigen 
Materials zu selbsstiincligern Kunstwerken zu bedienen. Ob ihm hierin 
E. Luter, der als Leigebüs Lehrer genannt wird, Anweisung ge- 
geben habe, ist kaum anzunehmen, rla jener Künstler fast im 
Dunklen geblieben und sich anscheinlich nur auf das Bilclnissmalen 
beschränkt hat. Leigebe wusste das Eisen so geschmeidig zu ma- 
chen , dass er daraus mit grosser Zartheit Statuen , Bildnisse, Thiere 
u, s, w. verfertigen konnte. Er lebte längere Zeit in Nürnberg, 
und '1ÖÖ8' lsarn er in Dienste des Hofes zu Berlin. Er fertigte da 
Miinzstempel, Medaillengepräge und Ornamente zu Canonen für 
die Glashiittc in Potsdam. Ein berühmtes Eisenbilclwerk stellt Fried- 
rich Wilhelm den Grossen auf einem gallopircnden Pferde dar, wie 
er eine clreiköpfige Hyder erlegt, in der Berliner Kunstkaxnmer. 
Seine Werke waren in Deutschland und England gleich geschätzt. 
Näheres die Ilunstsehiitze Berlins von Iiugler II. 246, Es finden sich 
noch Medaillen von Eisen mit erhobenen Bilclwerken und mit G. L. 
bezeichnet, Er hat auch Blätter geliefert, die jedoch in geringer An- 
zahl sichiindeiw. Folgende sind in WeigePs Kunstcatalog angezeigt: 
1) Portrait des Malers Pfrürid: Georgi Pfriind nat. 1604. denat. 
1663. D. Begeisterte. C. G. Leigebe ad vivurn fecit. lH. 6 
Z, 5 In, B1". 4 Z. Q L. Bei Weigel 5 Thl. 
 2) Gottfried Leigebe, Eisenschneider in Nürnberg, Act. 50. 
A0. 1660, mit der Umschrift: Durch Leigebds Hand und 
Gaben etc. Oben rechts dasZoichcn von Leigebe, links das 
Monogramm A. G, verschlungen. Badirt und geschabt, Oval. 
  
Erster Druck vor der Einfassung und mit den beiden Momo- 
rammen; zweiter Druck mit der Umschrift und Einfassung; drit- 
{er Druck mit der Abbreviatur fe: unter dem links befindlichen 
Menegraxnme; vierter Druck. der eben. beschriebene, thsilweise
        

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