Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1747035
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Leeb , 
J oh. 
Georg. 
Leemann , 
Gottlob 
etc. 
tue, die Stiegelmayer in Erz goss. Der edle Grieche ist darge- 
stellt, wie er sich auf den Anker stützt, in der Rechten das Fern- 
rohr. Wir haben von ihm auch ein marmornes Brustbild des Gra- 
fen vQn Bassenheim, ein solches ldes Königs Ludwig, und eine 
colossale Büste desselben in Gyps u. s. w. 
Eine besondere Erwähnung verdienen ferner seine Modelle zu 
öffentlichen Brunnen, und davon ist der Brunnen des Eros, aus 
zwei übereinander befestigten Wasserbecken bestehend, auch in 
Erz gebildet. Der Brunnen der Bavaria ist achteckig mit zwei 
Reihen Wasserbehälter, und das Ganze krönt die Bavaria. Vier 
Löwenköpfe geben Wasser, und umher reihen sich die acht Fluss- 
götter Bayerns. Der Brunnen der Aphrodite zeigt die Venus vic- 
trix mit Eros, und zu ihren Füssen sind vier Thiergestalten, wel- 
che Wasser ergiessen. Der Brunnen der Scylla stellt diese dar, 
zwei Hunde, die abwärts Wasser in das Becken ergiessen, wäh- 
 rend selbes zwei Delphine aufwärts treiben. Der Brunnen der l-lip- 
pokrene zeigt Bellerophon mit dem Pegasus auf einer Wasserburg, 
und an den Stufen sitzen die Minnesänger Wolfram von Eschil- 
bach, Conrnd von Würzburg, Conrad von Iiirchberg und Hein- 
rich von München. x 
Ein grossartiges Werk ist das Gypsmodell einer Reiterstatue, die 
man auf der MünchnerIiunstausstellung von 1833 mit allgemeinem 
Beifall betrachtete. Dieses grosse und schöne VVerk stellt Sypilus, 
den Niobidenjiixigling, auf bäuniendein Bosse in dem Augenblicke 
dar, wie' er vom tödtlichen Pfeile getroffen sich zurückbiegt, und 
im nächsten Augenblicke vom Pferde herab in die Arme des Todes 
sinken wird. In diesem Werke ist Erfindung, Anlage und Aus-l 
fiihrung von gleicher Vortrelllichkeit, welche sich in dem grossen 
und lauten Eindruck des Ganzen als in ihrer vollen Wirkung of- 
fenbaret. Das Pferd, arabischer Rage, ist nach einem schönen, 
in voller Lebenslaraft stehenden Original im Besitz des Kronprin- 
Izen gebildet. Dieses Werk wird in einem Berichte über die pla- 
stischen Wcrke der in München 1858 stattgefundenen Iiunstausstel- 
 lung in der Allgemeinen Zeitung, auss. Beilage N0. 592, mit Ver- 
dientenAuszeichnung erwähnt, und das Pferd den besten und 
grüssten Mustern der Art, die uns aus dem Alterthum erhalten 
sind, an die Seite gestellt, so wie sich denn Leeb durch dieses Werk 
den besten Meistern unserer Zeit anreiht. Diese in der Idee neue 
Beiterstatue des Niobiden wird auf einem Postamente ruhen, Wel- 
ches in zwei Reliefen den Tod der Söhne der Niobe "durch Apollo, 
und jenen der Töchter durch die Diana vorstellt. Die zwei schma- 
len Seiten werden die Genien des Todes und des Lebens enthalten. 
Es wäre nur zu wünschen, dass der Künstler in unserm kunstlie- 
benden Vaterlande Gelegenheit fände, diese Gruppe als eine vor- 
zügliche Zierde neuerer Sculptur in Bronze" oder in Marmor auszu- 
führen. Mehreres s. die erwähnte Allg. Zeitung. 
Iileeba J-Ühann Geßrg, Maler von Memmingen, wurde 18H 
geboren, und 1820 kam er nach München, um auf der Akademie 
daselbst der Malerei sich zu widmen. Er blieb bis 1857 in Mün- 
chen. 
Leeßh, ein englischer Landschaftsmaler, der bereits seinen Ruf be- 
gründet hat. Im Jahre 1855 ging er 113011 Rom, um seine Bildung 
 zu vollenden. Seine Bilder sxnd geschmackvoll. 
Leemann, Gottlob Heinrich Benjamin, Porzellanmaler von 
Hamburg, wurde 1753 geboren. Er erhielt in Berlin_ seine Aus-
        

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