Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1746716
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Maß" 
Lawrence , 
Lawrence , 
Lavvrence war nie verehelicht. In friiher Zeit hatte er eine leb- 
hafte Zuneigung zu der Tochter der berühmten Mrs. Siddons; sein 
Einkommen war aber damals sehr beschränkt und der Vater der 
jungen Dame verweigerte seine Zustimmung. 
Der bekannte Dichter Thomas Campbell hatte bald nach Law- 
rence's Tod eine Lebensgeschichte des beriihmten Malers angekün- 
digt und sich eine Zeitlang mit der Bearbeitung derselben beschäf- 
tigt. Er entsagte aus uns unbekannten Grunden dem ehrenvollen 
Beruf, Lüwrencüs Biograph zu werden, und übergab die Materia- 
lien einem gewissen D. E. Williams, welcher sie unter dem Titel: 
„The Life und Correspondence of Sir Th.Lawrence" 1851 in zwei 
starken Oktavbänden herausgab. Das Beste in diesem geschmack- 
losen verwirrten Buche sind Lawrence's Briefe, in welchen sich 
die VVärme seines Gefühls, der Adel seines Charakters und seine 
Begeisterung für die Kunst auf das lebendigste und anziehendste 
ausspricht.  
Nach seinem Tode bemiichtigte sich die englische Iiupferstecher- 
kunst der ausgezeichneteren Arbeiten von Lawrence. So stach J. 
Bromley das Gemälde: "Rural amusement," das Seitenstück zu dem 
bekannten und gleichfalls im Stich erschienenen jungen Lambton. 
F. C. Lewis hat das Portrait VVilhelm IV., Cousins das Bildniss 
der Miss Peel, und das Bild der Lady Dower, und Turner das 
charaktervolle _Bildniss von Thomas Young gestochen. 
Die Stiche nach seinen Werken bilden eine eigene Sammlung, 
unter dem Titel: Engravings from the works oF the late Sir Tho- 
mas Lawrence by Cousins, J. Lucas, Th. Lupton, Ch. Turner, W. 
Ward etc. London 1856, fol. 
Seine hinterlassene Kunstsammlung wurde ebenfalls dem Inhalte 
nach bekannt gemacht, unter dem Titel: The Lawrence Gallery. 
Catalogue of the choicest specimens of original drawings by the 
great niasters nf the Italian, German, Dutcli, French und Fla- 
mish schools. Die Hunsthündler Wooburn kauften diese berühmte 
Sammlung von Handzeichnungen, und die raisonirenden Cataloge 
enthalten die Beschreibung der Blätter. Iin ersten Hefte ist die 
Biographie des Künstlers, und mit dem zehnten schliesst das Ganze, 
1855  1336.  
Das Bildniss des Künstlers, im kleinen Formate, ist in den Percy 
anecdots; dann _in einer Sammlung von Blättern von Westall. Dann 
gibt es auch ein Bild von ihm selbst gemalt, das er immgr mit 
ärosser Scheu und nur auf vieles Zureden aus seinem Verstecke 
ervorzog.  
Im Iiunstblatte von Dr. Schorn sind mehrere Notizen iiber die 
Leistungen dieses Künstlers, und im Jahrgang 1352 ausführliche 
Nachricht. Passavant zählt in seiner Iiunstreise durch England 
und Belgien mehrere Werke desselben auf und auch Dr. YWaagen 
ewähnt seiner in dem Werke: Kunstwerke und Hunstler in Eng- 
land und Paris. S. auch unten F. Lawrence. 
LHWPCIICC, Mary, eine Künstlerin, die um 1795 in London mit 
einem Prachtwerkr!beschäftiget war, nämlich mit der Abbildung 
der verschiedenen in England cultivirten Rosenarten. Sie hat selbe 
in Hupfer gestochen und mit ausserurclentlieber Zartheit ausgemalt. 
Dieser Rosengarten erschien unter dem Titel: Collection ofRosc-s, 
engraved, coloured from nature etc. by lYIax-y Lawrence 1797, fol. 
Lawrence, F., jener englische Maler, dessen in Füssly's Suple- 
meinen nach den Nouv. des arts und nach der allgemeinen Kunst- 
zeitung erwähnt wurde, ist der beriihmtc Sir Thomas Lawrence. Zu An-
        

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