Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1746193
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Lappoli, 
Nlatteo. 
der Kirche von St. Reparata erbaute. Er verfertigte den Riss und 
das Modell zu dieser Iiirche, wozu am Tage der Geburt U. L. 
Frau 1393 der Grundstein gelegt wurde, wölbte noch die drei kur- 
zen Arme das langen lireuzes unter der achtecliigen Iiuppel, be- 
kleidete sie mit Marmor und führte die gewaltigen Widerlagen der 
acht Seiten aus, "alles gründlich und fest. Eine lateinische Inschrift 
aussen, dem Thurme gegenüber (S. dieselbe bei Vasari), preist 
ihn nach Verdienst. Einige Feigenblätter am Gesimse der Seiten- 
thüren sollen nach Vasari sein und seines Vaters Wappen seyn. 
Viele riihmen besonders, dass er das Aeusserc mit dem farbigsten 
Marmor bekleidet, das Innere aber mit hartem Stein, von wel- 
chem auch die kleinsten Ecken gemacht wurden, ausgeführt habe. 
Nach Arnolfo's Tod leitete Giotto den Bau und nach ihm andere 
Maler bis auf Bruneleschi. S. von der Hagen? Briefe in die Hei- 
math II. 1919. 
In demse ben Jahre , als die Gemeine von Florenz die letzte Ring- 
mauer ihrer Stadt mit den Thürmen der Thore der Vollendung 
ziemlich nahe gebracht hatte, begann Arnolfo den Pallast der Sig- 
noria, der bei Richa (Chiese fiorent. I. part. 2. pag. 24) abgebil- 
det ist. 
Arnolfo verfertigte auch das Grabmal des 1280 verstorbenen Car- 
dinals de Brayo in der Dominicanerlsirche zu Orvieto und das Tal 
bernakel über dem Altare und Grabe der beiden Apostel in der ab- 
ebrannten Paulslsirche zu Rom, welches dem Altarhiiuschen von 
g. Maria in Cosinedin (Abb. bei Ciambini I. 182) sehr ähnlich ist, 
nur reicher. Arnolfo errichtete es mit seinem Gehiilfen Petrus, 
laut der lateinischen Inschrift, im Jahre 1285 für den Abt Bartho- 
lomüus. Dieses alte Werk hat sich bei dem Brande zum Theil 
noch erhalten. Vasari legt ihm auch das Grabmal des Pabstes Bo- 
nifaz VIII. bei, in der von ihm auf Befehl dieses Pabstcs erbauten 
ICapelle in Rom. Das grosse Monument, worauf der Pabst ausge- 
streckt liegt, gleicht dem ziemlich gleichzeitigen Grabmale Innocenz 
IV. in Neapel. Ueber dem Sarge ist eine Prachtdecke ausgebreitet, 
die in Anordnung und im Faltenwurfe einem auch sonst iihnlichen 
Grabmale in der liirche Maria maggiore des Giovaniii Cosinate 
(1298) nachgebildet ist, wesswegen yon der Hasen (IIL 555) ver, 
muthet, dass beide von diesem Runstler herruhren. Vasari sagt 
zwar, das-Werk trage den Namen des _Meisters, allein die ge- 
lehrten Herausgeber der neuesten Beschreibung Roms konnten die. 
sen Namen nicht entdecken, 
Ein Werk Arnolfds ist auch das Grabmal Honorius III. in St. 
 Maria maggiore zu Rom, das jedoch nicht zur Vollendung kam. 
Die letzte Marmorarbeit dieses Meisters _ist die Marmorkapelle. 
worin die Krippe sich befindet, in eben dieser Kirche, die Vasari 
im Leben Arnolfo's (I. S. 63) dem Marchione zuschreibt, am Ende 
der Lebensbeschreibung aber sich berichtet. Endlich ist noch das 
Basrelief der Auferstehung zu erwähnen, am Dom von Orvieto. 
Vasari gedenkt desselben mit Lob im Leben des Niccgla Pisano. 
Arnolfo di Lapo starb im Jahre 1500, sechzig Jahre alt, wie 
Vasari angibt, was jedoch unrichtig ist, wenn Lapo 1252 geboren 
wurde, wie jener Schriftsteller behauptet. 
Das Bildniss Arnolfds, von _Giotto gemalt, findet sich in der 
Iiirche St. Croce in dem Gemälde, worin die Ordensbrüder den 
Tod des hl. Franciscus beweinen: in einer der Gestalten, welche iin 
Vordergrunde miteinander sprechen. 
LßppOll, Matteo , Maler von Arezzo, ein Edelmann und Schüler 
des Bart. della Gatte. Er war ein Künstler von Bedeutung und 
fruchtbar, da in den meisten Kirchen seines Vaterlandes Bilde?
        

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