Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1746022
Langer, Robert von. 2,91 
Im April 1806 wurde er endlich Professnr an der Akademie der 
liünste in München, deren oberste Leitung dem P. v. Langer an- 
vertraut war. Langer jun. besorgte jetzt auch die Einrichtung de; 
Antihensiile, nicht der antiken Säle, wie der grosse Iiuiistliistori. 
lier A. von Schaden in seinem sogenannten artistischen München 
schreibt. R. v. Langer leitete auch den Unterricht in der Plastik, 
da R. Boos wegen Altersschwäiche wenig mehr leisten konnte, und 
dessen Nachfolger Eberhard mit allerhüchster Bewilligung abwe- 
send war. Von 1809  1824 war Langer _aut' diese VVeise bethä- 
tiget, und 1820 wurde ihm noch dazu die Stelle eines General- 
Sehretärs der Akademie anvertraut: in welcher Eigenschaft; der 
Künstler bis zum Jahre 1826 verblieb. Im Jahre 1827 wurde er 
endlich Direktor des h. Cabinets_der g-Iandzeiclinungen, und als, 
solcher ist er noch gegenwärtig in Munchen thätig. Er ist auch 
Mitglied der Akademien zu Wien, Gent, Antwerpen, u. a. 
B. v. Langerhat mehrere _VVerlte geliefert, die sich des vollsten 
Beifalls erfreuten, da sie sich durch Schönheit der Composition, 
durch Reinheit der Zeichnung und durch charakteristische Wahr- 
heil; der Gestalten in Geberde und Stellung empfehlen. Auch in 
technischer Hinsicht ist Langer Meister. Dann ist er ebenfalls als 
Zeichner rühmlich zu erwähnen. Er wendete dem unsterblichen 
Dante ein besonderes Augenmerk zu, und aus dessen grossarliger 
Dichtung der Hölle wählte er den Stoß" zu einer Reihe von treff- 
licheii Federzeichnungen. Doch fertigte er auch mehrere Zeich- 
nungen in Pastellfarben, meistens heiligen Inhalts, sowie er über- 
haupt die Richtung zum Religiösen einschlug. In der Iiirche des 
allgemeinen Krankenhauses zu München ist von ihm gemalt ein 
Cyclns von acht Bildern, die an den Wänden grau in grau die 
sieben Werliq der Barmherzigkeit und am Altare Christus vor- 
stellen, wie er Blinde und Lahme heilt. Diese Gemälde sah man 
zuerst bei derliunstausstellung in München 1814. Arn Hauptaltare 
der Kirche zu Blevio am Couiersee ist sein grosses Bild mit Maria 
in der Glorie, und den [ieiligen Epimachus und Gordianus im un- 
tern Tlieile. In der Metropolitanhirche zu München sieht man 
seine Iireuzabnahme, und in der Franciskanerl-iirche daselbst ist 
das Altargemiilde mit Franz von Assisi sein Werk. Für die Gal- 
leric der Stadt Düsseldorf malte er eine Anbetung der Weisen, 
und iiberdic-ss finden sich von seiner Hand eine Anzahl schöner 
Bilder in kleinerem Raume: Die Verthcidigung des Sogrates; die 
Erweckung des Lazarus, 1810; Rßbßlfca afn Brlmneflä MüPiuS auf 
den Trümmern von Carthago; Maria mit dem Binde auf dem 
Throne von den christlichen 13158115611 umgeben, (817; die heil- 
Jungirau mit dem Hinde und anbctende Engel; die Vermählung 
der heil. Catharina; die Grahlegung, 1820; die Anbetung der hl. 
drei Könige; die heil. Familie. 1823; u. S. w. Dann sah man 
bei Gelegenheit der Iiunstausstellungen auch immer Zeichnungen 
von diesem Iiiinstler. Er fertigte deren eine ganze Reihenfolge, 
welche die Hauptgestalten des alten und neuen Bundes, s_o wie 
alle Elemente und Anstalten der christlichen Iiirche versinnliehen. 
Eines seiner neueren Oclbilder stellt die Erziehung des "Bacchus 
dal's [lud 1838 malte er ein Bild nach Dante's Hölle Y-FVVßll 501-  
cherlei der eine Schatte sagte etc. Beide grosse Gemälde.  
Dann müssen wir auch seine Feltigl-ieit im Fresco rühmen. lm 
Saale seines Landhauses zu Iiaidhausen bei Münchenfitellte er am. 
Friese in zwölf gfösseren" und kleineren Bildern das 331125 d" Pßßsle 
bildlich dar, und mit sechs anderen grossen FrßSßüblldßvP Zicrtc 
er den Empfangsaal des Herzogs Maximilian in Bayern. bliei- sieht 
man die allegorische Darstellung der Nacht, und was sie Finsteres 
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