Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1745736
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Lancilao. 
Lancret , 
Lancilao, Miniaturmaler von Padua, Schüler des B. della Gatta, 
einer der besten Künstler-seines Faches. Er lebte um 1500, und 
{heilte mit Attavante gleichen. Ruhm. 
Lancilotto, 3360110, ein Gelehrter und Dichter, Giacopino ge- 
nannt, übte auch die Malerei in Oel und Miniatur, wie Vedriani 
 iversichert. Er stand bei Pabst Clemens Vll. und bei Kaiser Karl V. 
in Ehren- 
Starb in seiner Geburtsstadt Modena 1554 im 57. Jahre. Er ist 
aus der Familie dcfßianclii. 
143110181, Tommaso, Malefvon Cittä Hi S. Sepolcro, aus einer Fa- 
miliß stammend, in welcher die Malerei ein altvorderliclier Ruhm 
war. Doch sind seine Vorfahren nicht namentlich laekannt, und 
 er selbst wurde 1605 geboren. Sein Meister war Scxarninossi, von 
seinen Leistungen scheint jedoch wenig bekannt zu seyu. Das 
Leben brachte er auf 79 Jahre. 
Seine Brüder Vincenz und Matthäus vraren ebenfalls Maler, und 
auch ein Maler Johann Baptist Lancisi soll gelebt haben; wann, 
wissen wir nicht. . 
Lallßkamp, Bildhauer, {der um 1709 im Haag lebte. Er zeichnete 
sich im Ornumentfache aus.  
LÖÜCOUBIIO, CTIStOfOTO, Maler von Faenza, muthmasslich ein 
Schüler Baroccicfs, und ein tüchtiger Künstler. Lanzikah von 
ihm im Hause Ercolani ein Gemälde. mit Maria in der Glorie, St. 
Franciskus und Sta. Clara mit zwei andern Heiligen, und dieses 
Bild ist mit sicherer Hand ausgeführt, lieblich von Farbe, ganz 
 in Baroccxscher Manier. Die Iiöpfe sind sehr schön. 
Lancrenon , Joseph Ferdinand , Historienmaler, wurde zu Lods 
(Doubs) im Jahre II. der Republik geboren, und als Knabe kam 
 er nach Paris, um bei Vincent die Anfangsgründe der Kunst zu 
erlernen, Hierauf ging er zu Girodet über, und man kann ihn 
als einen der besten Schüler jenes berühmten Meisters betrachten. 
Im Jahre 1816 erhielt er den zweiten grossen Preis der Malerei 
mit seinem Gemälde_ des Paris bei der lflytnphe Oenone auf dem 
Ida. Man lobte an diesem Bilde die gute Lewlmung im Geschmaclse 
der Antike, doch hätte man den Figuren mehrAusdrucls und weniger 
Einförmigkeit wünschen können. Indessen ll0fQTte_LünCreU0n in der 
Folge mehrere sehr schätzbare Bilder, und neben Selllen Gemälden be- 
fasste er sich auch mit der Lithogräphlß. In der Gßllßrle zu Fon- 
tainebleau ist sein Gemälde mit Tobias, welcher dem Vater das 
Gesicht wieder gibt, fast leibensgrossß Figuren. Im Salon des Pal- 
lastes der Herzogin von Berry malte er an der Decke den Raub 
der Orythia durch Boreas, uncl seine Darstellung dgs Flussgottes 
Scamander, zu welchem ein junges Mädchen livmmt, ist in der 
 Gallerie Luxembourg. Dieses 5 aufb Fuss grosse Gemälde hat 
Aubry le Comte lithographirt. In St. LOYCDZ ist das Fuss hohe 
' Bild, Welches die Apotheose der heil. Genovelh vorstellt, und auch 
durch Lacrenonls Lithographie bekannt ist Im vierten Saale des 
Staatsrathes im Louvre stellte er den Frieden dar, wie er die Ge- 
rechtigkeit regieren lässt und den Ueberfluss auf die Erde schüttet. 
Als Zeichner steht sein Name auf einem Blatte nach Gcrard, wel- 
ches die Herzogin von Berry mit ihren Kindern (larstellt. 
Lanßret, Nlcßlalls, Maler zu Paris, und einer der berühmtesten
        

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