Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1744780
Krause o 
Anton. 
Krause , 
Wilhelm. 
16T 
Kral-Äsca AINJOII, Kupfcrstechcr , dessen Lebensverhältnisse wir 
nicht kennen. Wahrscheinlich gehört er dem vorigen Jahrhunderte 
an- _Flne Abbildung desvlVIarienhilzles vom Berg Biissig in Böh- 
men 1st mit; Ant, Iirause sculps. Pragae bezeichnet, 
Brause, Vvllllßlm, Marinc-lVlIaler, wurde 1805 in Dessau gebo- 
ren, wo er den ersten Unterricht im Zeichnen von dem vortheil- 
llaft bekannten Iiupferstecher Carl Wilhelm Holbe erhielt, Acht- 
zehn Jahre alt, ging er 1821, vom kunstsiunigexi Herzog von Dessau 
unterstützt, nach Dresden, um sich dort weiter den Studien der 
Wlalerei zu widmen. Nach einem Aufenthalte voudrei Jahren kam 
er, im October1324, nach Berlin, setzte daselbst seine Studien 
unter der Leitung Waclfs fort, nahm jedoch, bei seinen beschränk- 
ten Subsistenzmitteln, zugleich ein Engagement als Sänger beim 
Königsstädtischen Theater an, und, verlicss diese Bühne nach 5 
Jahre langem ehrenvollen Wirken. Während dieses Zeitraums 
malte er für den Verein der Iiunstfreunde in Preussen eine Land- 
schaft in griechischem Charakter; eine andere in italienischem Cha- 
rakter kaufte der Herzog von Dessau. Eine Reise, die er im Jahre 
1850 nach Rügen unternahm, gab indess seinen liütlstlerischeti Be- 
strebungen eine bestimmter-e Richtung, die sich entschieden in dem 
bald darauf vollendeten Bilde aussprach, das einen Indienfahrer 
darstellt, der das Zeichen gibt, um Luotscn an Bord zu nehmen. 
Die See war jetzt sein Element, Bereits im folgenden Jahre machte 
er eine Reise nach Norwegen, wozu ihm der liiirxig von Preussen 
grossmüthig die Mittel verlieh, Von derselben zurückgekehrt, malte 
er das 8 Fuss breite und 5 Fuss hohe Bild, den Sturm in Bomrnel 
Fior, 1854 besuchte er Holland, Wo er reiche, Ausbeute für das 
Studium der Stalfage fand, die wir in seinen neu.sten Werken so 
trefflich ausgebildet finden. Dort machte er auch die Bekanntschaft" 
J. C. SchoteVs,  Eckhoufs, Waltorrfs und A. Schelfhonfs, die 
ihrem deutschen Iiunstgenossen die freundlichste Aufnahme berei- 
teten. Im Jahre 1856 trat er eine Reise durch Belgien nach Paris 
und der Normandie an, die seinem schöpferischen Geiste neue 
Nahrung gab und, von welcher heimgekehrt, er sich viel mit Dar- 
stellungen aus der Normandie beschäftigte. Es" verdient erwähnt 
zu werden, dass die Bilder, welche das Jahr hindurch von der 
Staffelei des eben so thiitigen, als talentvollen Künstlers kommen. 
in der Regel die Zahl 20 übersteigen und nicht selten das Bild 
schon nach dem ersten Pinselstrich seinen Käufer gefunden, hat. 
Seit vier Jahren ist Iiranse Mitglied der hönigl. Akademie der 
Künste in Berlin.    
Krause behauptet als Marinemaler eine ausgezeichnete Stelle, 
und mehrere seiner Bilder reihen sich den treFflichsten Werken 
niederländischer Meister an. Seine Scenen gehen oft in kühlfeuch- 
tev Luft, unter tiefbevvölkteixi Himmel vor." Doch versteht er es 
auch, in warmer glänzender Beleuchtung den milden Abendhimmel 
Z" geben, Das Wasser bietet bald einen ruhigen klaren Spiegel, 
bal CPSCheinen die Elemente in Aufruhr, immer aber erfreut er, 
E1" mag den Himmel mit durchsichtigen leichten Wolken odendas 
Was-iefß" beweglich scheinendem Wellenspiele zeigen. ZU {amen 
vorzugllchen gehört die Darstellung des Strandes von Scbevenlngeh 
mit reicher Staffage, im Besitze des Königs von PreüSMWHüüd die 
Seine-Mündung mit einem Dampfboot im Vorgrund, im Besitze 
des liaisers von Russland. Iin Jahre 1856 erklärte man "im? AD- 
sicht von Arkuna als eines der besten Bilder der Berliner Kunst- 
ausstellutlg. bDer Künstler hat hier jenes Land in seiner ganzen
        

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