Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1744657
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Kraift , 
Joseph. 
Krafft, Barbara. 
gestochen. Eines der durchdachtesten und vollendetsten Bilder, die 
'rall't gemalt: Manfred und der Gemsjäger, nach Lord Byron, ist von 
O. Rahl gestochen. Der Augenblick der Darstellung eines andern 
Bildes ist kurz vor ManfrexYs Tod, die letzte Scene des dritten 
Aktes. Beide Gemälde nehmen eine bedeutende Stelle in der vatcr- 
ländischen Iiunst ein.  
In den letzten Jahren malte Iirafft drei grosse Bilder: reiche 
Darstellungen aus dem Leben des Iiaisers Franz in seiner Hofburg. 
Dann malte er auch den Baiser Ferdinand, verschiedener anderer 
neuer Bildnisse nichtzu gedenken. In dieser Art malerischer Dar- 
stellung besitzt Iiralit ausgezeichnetes Talent. Er ist überhaupt einer 
der vorziiglichstcn jetzt lebenden Maler. In seinen historischen 
Gemälden wirkt er durch die einfachsten Mittel. Seine Zeichnung 
ist correlit, diesFiirbung kräftig, und in der einfachsten. wie in der 
ligurenreichstcn Composition herrscht gleich verständige Anordnung. 
Kraft ist Professor an der Akademie der Iiiinste in VVicn, dann 
Galleric-Direhtor und Schlosshauptmann im Belvedere dasclbst. 
Man hat von ihm auch geätzte Blätter: 
1) Sappho am Felsen, den Kopf auf die rechte Hand gestützt 
und die Leyer in der Linken haltend, 8. 
2) Der Hirt auf dem Hügel sitzend, wie er die Lcyer spielt, 
rechts ein Monument von Stein, und im Grunde Biiunic, 8. 
Jedes dieser Blätter ist mit einem Monogramme bezeichnet. 
Nachrichten über ihn finden sich in Horma er's Archiv 1322 
1570.56, in Piezniggk Mittheilungen" aus Vöien und in der 
 österreichischen National-Encyclupädie.  
Hralit, JOSBPh, Portraitmaler, Peters Bruder, und einer der vor- 
ziiglichsten Iiiinstler seines Faches, wurde 1787 zu Hanau geboren. 
Er widmete sich anfänglich der Emailmalerei, fing aber dann auch 
an, sich in der Technik mit Oelfnrbcn zu üben. Im Jahre 1801 
kam er nach Wien, wo er bald ungethciltcn Beifall fand, bis zu 
seinem 4828 erfolgten Todp Die Zahl seiner Bildnisse ist bedeu- 
tend, und darunter sind jene des Iiaiscrs und der Kaiserin von 
Oesterreich, so wie anderer hoher Personen. Sein Bildniss des Fürst- 
ibisehofs Sigmund von Hohenwart, das er 1825 malte, wurde litho- 
graphirt. 
Itralft wusste das Individuum von charakteristischer Seite aufzu- 
fassen, ncben der äussereu Aehnlichlteit Geist und Leben dem 
Bilde zu verleihen. Dann war er auch 1m Besitze der vollkommen- 
sten technischen Mittel. 
Hrafft, (Barbara, geborene Steiner, Historien- und Portraitmalerin, 
 geb. zu Iglau 1761, gest. zu Bamberg 1825. Sie bildete sich unter 
Leitung ihres Vaters, des österreichischen Ilofmalcrs Johann Nepo- 
 muk Steiner, zur Künstlerin, und mehrere Gemälde dies Vaters sind 
 von ihr angelegt. Sie begleitete ihn auch nach Wien, und hifr 
brachte sie 1786 ihrv erstes Gemälde zur Ausstellllng- Dieses war 
das Bilclniss eines französischen Abbö, welches mit allem Beifall 
aufgenommen wurde, und die Folge davon war, dass mehrere Per- 
sonen sich von ihr malen liessen. Anfänglich gedachte die Künstle- 
rin in Wien zu bleiben, und sie verheirathete sich da mit einem 
Apotheker, Namens Joseph IiraEt, allein schon 1794 verliess sie 
Wien, und ing nach Salzburg, wo S18 jedoch für (11950; Mal nicht 
lange verweilte. Sie reiste über Iglauoiach Prag, und hier war die 
Künstlerin bis 1805 auf vielfache Weise bßäßhiiftiget. Für das Iilo- 
ster Emaus malte sie die biissende Magdalena und den weinenden 
Petrus in Spagnoleßs Manier, im Baumgurten bei Prag das Hoch-
        

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