Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1744511
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undtC. Bega. Mit diesem lustigen Patron schloss er Freundschaft, 
er selbst aber war von Natur aus schüchtern, su dass er sich nicht 
einmal eine _Frat1 zu nehmen getraute. Van der Iiuoghen war ver- 
möglich, und daher trieb er die Kunst blos zur Unterhaltung. Iir 
malte mit Fleiss und in gutem Geschmaclte l-listorien in grossem 
und kleinem Formate. Im Jahre 1081 starb er. 
VVir haben von diesem Künstler äxuch geätzte Blätter, die er mit 
ltiihxißer und breiter Nadel im Geschmacke des H. Carracci ausliihrte. 
Bartsch P. gr. lV. 129 beschreibt 9 Blätter von diesem Künstler; 
Heineelte will aber deren 15 kennen. 
1) Christus mit der Dornenkrone auf einem Steine sitzend, 1664. 
H. lt Z. 3 L., Br. 4 Z. 5 L. 
2) St. Sebastian am Bauuxe von Pfeilen durchbohrt, 1665. H. 4 Z. 
Q L" Br. 4 Z. 5 L. 
s) st. Bavon mit dem Falken, 1664. u. 7 z., m. 4 z. 5 L. 
4-7) Vier Blätter mit Kriegern, 1665-1006. 1-1. 4 z., 4-5 L., 
Br. 4 Z. 2 L. (Nach HeinecltesAngabe besteht diese Folge 
aus sechs Blättern.) 
8) Die Frau mit dem Iiruge in der Hand, im Grunde ein Dorf. 
H. 5 7.. 3 L., Br. 3 Z. 11 L. 
9) Büste einer Frau, im Profil nach links gerichtet, 1664. H. 5 Z. 
  
Dann findet man noch als Werke dieses Künstlers bezeichnet: 
I0) Apollo und die Nymphen.  
H) ÜDer Riesensturz.  
12) Das Opfer heim Grabe. 
13) Der Fahnenträger zu Pferde. 
11;) Die zwei Männer beim Bretspiele. 
E001, Wlllßm Bartel van der, Maler, wurde 1768 zu Augu- 
stinusga, einem Dorfe in Vriesland geboren, und schon frühe waren 
Iiunstiibungen seine Lieb]ingsbeschiiftigiiiig. Besondere Neigung 
empfand er zur Malerei, und in dieser versuchte er sich ohne An- 
leitung, da im Orte kein Maler sich aufhielt. In seinem zwölften 
Jahre kam er endlich zu Frans Swart, einem Thpetenmaler zu Leeii- 
warden, in die Lehre, und nachdem er ein Jahr bei ihm zugebracht 
hatte, fand er an Johannes Verrier, Solliciteur Militair zu Leuwar. 
den, einen Gönner. Bei diesem iiunstfrcunde brachte er etliche 
Jahre in liunstthätigkeit zu, und hier legte er auch den Grund zur 
Iienntniss der Perspektive, worin er nach _und nach grosse Stärke 
erlangte. Unter VerriersAufsicht übte er sich drei Jahre im Zeich- 
nen, besonders nach Lairesse und anderen IYIgiStern, und nach 
Verlauf dieser Zeit fing er auch an, in Oel zu malen, aber es 
fehlte ihm an guten Vorbildern zum Copireii, und er müsste daher 
anfangs mit mittelmäßigen Stücken sich begnügen. Von grossem 
Nutzen war ihm der freundschaftliche Bath des D; P- Plüegsrna, 
der zu gleicher Zeit bei Verrier war, und die AnWelSl-Ing des letz- 
teren selbst, da dieser in seiner friihern Zeit bei J.  Quinhhai-d 
ebenfalls die Malerei erlernt hatte. Die bisherige Zeit verfloss dem 
Künstler unter beständiger Uebung, und später kam auch der Un- 
 terricht des Malers H. W. Beekkerk hinzu, bei welchem van [iuoi 
in Darstellung der dandschaftlichen Natur Vortheil genoss. Im 
Jahre 1796 wurde seine Lebensweise etwas unterbrochen, denn er 
musste da, wo er wohnte, die Stelle eines Districts-Schreibers an- 
nehmen, und in demselben Jahre wurde er auch Prälector in der 
Zeichenkunde auf der Akademie zu Franeker, ein Amt, welches 
ihm vielmehr zusagte, als der Sehreiberdienst, den er jetzt mit sei- 
nem neuen Posten vertauschte, und welchen er bis zu der 1811 "unter
        

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