Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1744188
Koch , 
 Koch, 
107 
g) Die Uhr am Prager Rathhause, kl. fol. 
I0) Einige Charten. 
Hoch, Philipp, liupferstecher zu Augsburg, Schüler des G. Spitzl, 
arbeitete um 1765 in schwarzer Manier. Er hatte einen Iiunstverlag. 
K013i), G. He, Maler, der in Frankfurt am Main lebte. Er malte 
Bildnisse in Oel und Miniatur, und um 1761 starb er, ohngefahr 
60 Jahre a t. 
HOCh, Jean, Maler und Badirer von Vallendas bei Ehrenbreitstein, 
wurde um 1765 geboren, und widmete sich_besonders dem land- 
schaftlichen Fache. Er malte Landschaften in Oel und solche hat 
ei- auch radirt. Dann hat man von ihm eine Schrift lfbßrßLanll- 
schaftsmalerei, mit 12 liupfern, WoVQn 1806 eine zweite Auflage 
erscheinen sollte. 
Eine Folge von Grabmälern in landschaftlicher Umgebung, näm- 
lichUjene fon Iiant, Herder, Gleim, Blopstock, Bousseau etc., Ö Bl- 
im mriss. 
27 malerisch radirte Blätter mit Skizzen und Ansichten eigener 
Idee. 
 Anfangsgründe für den Zeichnungsunterricht. 
HOCh, ilÜSePh Anllün, berühmter Zeichner, Landschaftsinaler und 
Radirer, wurde zu Obergiebeln am Bach, im Lechthale, 1768 gebo- 
ren. Sein Vater, Joseph Koch, war derSohn armer Bauersleute, 
die sich bei einer grossen Anzahl Binder hart ernährten, rvesshalb 
er selbst den Zitronenhandel nach Deutschland trieb, und sich 1760 
zu Koblenz mit Anna Burdi verheirathete. Da ihm das Lechthal 
gefiel, so wählte er Obergiebeln zu seinem Aufenthalte und nuft 
x verfolgte er von hieraus seine Handelschaft. Die Ehe war mit elll 
Kindern gesegnet, von denen jedoch acht in der Tugend starben, 
so dass nur der gegenwärtige Iiiinstlermit zwei Schwestern übrig blieb. 
Der Schullehrer zu Elbigenalb, wo der junge Koch in die Schule 
ging. bemerkte bald mit Verwunderung ein ausserordentliches Talent 
zur Zeichenhunst an ihm, da er alte Blättchen Papier mit Zeich- 
nungen zierte, und darauf mit seiner Feder auf eine leichte Weise 
und nicht ohne Geschmack, Vögel, vierfiissige Thiere, menschliche 
Figuren oder wohl gar Purtraite seiner Schulkameraden anbrachte, 
und dessen ungeachtet im Schulunterrichte selbst nicht zurückblieb. 
Als Hoch die Schule verliess, wurde er bei einem Feldmesser, wel- 
cher damals im Gerichtsbczirlie Ehrenberg beschäftigt war, als 
Handlanger angenommen, und jetzt konnte er seinen flang zum 
Zeichnen nach Wunsch befriedigen. Doch um ihrem geringen 
Nahrungstand einige Unterstützung zu verschaffen, brachte es Hoch? 
Mutter in Abwesenheit des Vaters dahin, dass der junge Zeichner 
bei einer Schaafheerde in lirabach als Schäfer bestellt wurde. Trau- 
rig verliess er die Meppirer und trat sein beschwerliches Amt bei 
der unfolgsanien Heerde an. Doch "wusste er auch hier manche 
freie Stunde zum Zeichnen zu gewinnen, und kritzelte, in Ermang- 
lung von Papier und Feder, seine Figuren auf Baumrinde, Steine 
oder das sandige Ufer des wilden Hrabaclfs. Aber wenn ihm alwh 
eine solche Beschäftigun auf kurze Zeit sein widriges Schicltsal 
vergessen liess, so ergriilgihn zu anderer Zeit wieder desto heftiger 
der Missinuth. Inzwischen sah der Weihbischof und General-Vikar 
von Augsburg, Freiherr von Umgelder, der in geistlichen Geschäf- 
ten das Leßbthal besichtigte, Zeichnungen des jungen HQCb- Er 
erkannte das Gepräge eines ausserorrlentlichen _T41lßl1leS5 dlß Zeich- 
mm an xierriethcn einen hohen Grad von Fleiss, und hatten viel 
Ausdruck und Haltung. Besonders überraschte ihn eine mit der
        

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