Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1732308
He mling , 
auch Memling , 
Memmelinck, Hans. 
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einige Gemälde von Hexnling; eine Geburt Cliristi mit Flügeln, 
auf welchen Baiser Augustus mit der tiburtinlsclien Sibylle und 
die heiligen drei Könige vorgestellt sind; ferner zwei Gemälde. 
welcliezu einer Folge von symbolischen Darstellungen des Abendmalils 
gcliiireii, wovon sich zwei Tafeln in der Iioisserexäsclien Samm- 
lung befinden. Sie enthalten die Feier des Bassalifestes und den 
Propheten Elias, welcher in der VWüste von einem Engel gespeist 
wird." Diese Bilder sind vortrefflich, aber doch möchte sie der 
Gallerie-Direktor Dr. WVaagen eher dein Ilogier von Brügge, als 
dem Hcinling beilegen.  
In Dr. Waagexfs Verzeiclmiss den Sammlung des Museums sind 
dem Memling  denn Waagen glaubt, dass er fälschlich Hemling 
heisse e schon fiiiher zwei Bilclerbeigelegt. Christus am lireuze, rechts 
die Gruppe von Maria, Magdalena und Johannes mit zwei Frauen, 
links cler Hauptmann mit zwei Hriegsknechten; das Fliigelbilcl mit 
der Sibylle von Tibur, wie sie dem knienden Kaiser Augustus 
Maria mit dem Jesushinde zeigt. 
Auch im Privatbesitz dürfte sich manches schöne Bild von Hem- 
ling befinden. So" erwarb H. von Bettendurf in Aachen zwei köst- 
liche kleine Stücke, den Propheten Elias in einer Landschaft 
und die Feier des Osterfestes in einer israclitisehen Familie vor- 
vorstellend. Und dieses sind doch wohl die obigen Bilder, jetzt 
in Berlin? Genau beschreibt sie Passavant S. 597. 
Eine nicht geringe Anzahl von Bildern, welche dem Hemling 
zugeschrieben werden; befinden sich in England, wo Passavant in 
seiner Iiunstreisc 1855 folgende erwähnt. 
In der Sammlung des H. Aders ist das Bildniss eines jungen, 
etwas lsränlslich aussehenden, Mannes in der Kleidung des Johan- 
ms-Spitals zu Brügge, und der Jahrzahl. 1462- Es soll dieses das 
Bildniss des Hemling selbst seyn, das aus dem Hosyital in Brügge 
nach England 1mm; wann und auf welche Weise, weiss nxan je- 
doch nicht. Abgebildet ist das Bild bei Passavant S. Q4. 
In derselbensammlung ist noch ein anderes Bildniss, welches 
dem Hemling beigelegt wird: Die Figur eines Mannes mit gefal- 
teten Händen, vor ihm ein Buch. Dieses Gemälde ist sehr schön 
in der Farbe, wohl ein Flügelbild. Diese Gallerie bewahrt auch 
ein kleines lVIarienbild von ausserorclentlieher Zartheit und Vol- 
lendung. Sie sitzt als Himinelsliöuigin gekrönt mit dem Kinde 
auf dem Schoose, wie sie demselben die Brust reicht. Im Hinter- 
grund ist ein reichverzierter Iiircheneingang von gothischer Archi- 
tektur. Dieses Kleinod befand sich in der Sammlung Friedrich 
Il._v0n Preussen, wie dieses das Siegel auf der hinteren Seite be- 
WCISCI- Da kann man auch den Namen A. Diirer's lesen, allein 
Passavaxit glaubt, dass der stärkere Farbenauftrag, die graue 
Farbe der Architektur und cler reine Spitzbogenstyl für Hc-niling 
entscheldemAders erstand das Bild in Paris, wo es für einen Diirer 
ausgegeben wurde. Ein viertes kleines Bild des H. Aders stellt 
Maria stehend vor, wie sie das Jesuslsindi auf dem rechten Arlllß 
hält. In der felsigen Landschaft pflückt Joseph neben dem E591 
Früchte vom Pälmbaume. 
Zu Alten 'I'ovvf_iI', dem Landbesitze des Grafen von Shfewsbüry 
in StaFfordshire, 1st da; Bild der Maria, mit dem Hinz!!! m amen; 
Zimmer stehend, vor Ihr der Donator laniexul, hinter xhr St. Hie-
        

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