Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1732035
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Heintsch , 
Johann 
Geürg. 
Joseph. 
Heinz , 
HGintSCh, ilOlWüTm GGOTQ, Maler und Zeichner aus Schlesien, 
der sich aber 1078 in Prag niederliess. Er wetteifern: da mit Shreta, 
ohne jedoch diesem Meister gleich zu kommen. In der Composi- 
tion steht er weit zurück, da er nicht im Stande war, den Haupt- 
gedenken deutlich hervorzuheben. So kann man auf seinem A]- 
tarblatte des heiligen Jgnaz in der Iesuitenltirche zu Prag den 
Heiligen nur mit Noth aus seiner Umgebung herausfinden. In der 
Zeichnung erkennt man ein Studium der Natur. 
 In den Kirchen von Prag findet man noch mehrere Gemälde von 
diesem Heintsch, und einige seiner Comyositionen wurden auch 
gestochen, von J. Iiilian etc. 
Dieser Heintsch soll früher Mitglied eines geistlichen Ordens 
gewesen seyn, und so ist, er wohl rnit J. G. Heintsch Eine Person, 
HCIUSIUS, 101137111 Ernst: IYIaler von Hildburghausen, der sich 
als Bildnissmaler Ruf erwarb. Auch halbe Figuren stellte er dal- 
und etliche Scenen, die nicht weniger Beifall fanden, da man 
über dem gliixizenden Colorite die Richtigkeit der Zeichnung ver- 
gass. Im Cabinet Paignon Dijonval S. 60 sind zwei Zeichnungen 
von ihm beschrieben: ein sehlafender Türke, dessen Frau unter- 
dessen mit einem anderen hoset, und derselbe, wie er beide Lie- 
hencle überrascht. Diese Blätter sind 1782 gefertiget werden, doch 
scheint "der Künstler schon 1760 gearbeitet zu haben. In Weimar 
und zu Rudolstadt sollen sich die meisten seiner Bilder finden, 
Im Jahre 1787 war dieser Künstler noch thätig. 
Helntza 0-; ein unbekannter, vermuthlich deutscher Maler, der um 
155d blühte. Er malte Bildnisse, die mit einem Munogramm be- 
_zeichnet und sehr gut gemalt sind. 
Heinz; Meister, Bildhauer zu Nürnberg, der um 1457-62 thätig 
war. Seinenerwiihnt Murr in der Beschreibung der Marien- 
kirche S. 15. 
HGIHZ , Mütlllas; Baumeister, der Sohn eines berühmten Werhmei- 
"sters am Dome zu Strassburg, haute den Münster in Bern, Wozu 
1421 der Grundstein gelegt wurde. Es ist dieses ein Meisterstüek 
deutscher Architektur, doch vollendete Heinz den Baunicht, dem, 
es verflossen 80 Jahre, ehe noch der Thurm fertig dastand. Ste- 
phan Pfutrer und hierauf Erhard Iiiing von Bern vollendeten da, 
Gebäude.   
HCIIIZ, JOSßph; Historienmaler von Bern in der Schweiz, wo er 
zwischen 1550 und 1560 geboren wurde. Einige nennen ihn einen 
Baseler und "Mechel und Mannlich geben 1560, die österreichi- 
sche National-Encyclopädie 1505 als sein bestimmtes Gehurts- 
jahr, was jedoch auf keinem hinreichenden {Grund beruht. Van 
Mander nennt ihn im Leben des Johann van Aachen Joseph 
Switzer, und dieser Schriftsteller meint, der Sßhweizer sei in 
Prag Schüler des Johann van Aachen gewesen, was wohl möglich 
ist; denn zu jener Zeit war in Prag unter Kaiser Rudolph II. ein 
reges Iiunststrebeia. Heinz erscheint ebenfalls zuerst am Hofe zu 
Prag. Der Iiaiser hielt viel auf diesen Künstler und es scheint 
sogar, dass die schöne Frau des IYIaIex-s einigen Antheil an dieser 
Gnade hatte, denn Rudolph soll sie auch sehr schön gefunden ha- 
ben. Er liess den liünstler nach Italien reisen, WO CF Schüler des 
Paul Veronese wurde, doch war Corregegio sein Lieblingsvur- 
bild. Diesen Meister wusste er sehr gut! nachzuahmen, und er 
Rhein; in den vier Jahren seines Aufenthalts in Italien, während,
        

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