Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1736969
Kerkhove , 
Je 
V31] 
der. 
559 
Herkhove, Joseph van der, Maler, geb. zu Brügge 1610, gest. 
daselhst 17211. Sein Meister wvar Johann Erasmus Quellinus, der 
Sohn des älteren Erasmus, und irrig ist die Angabe, wenn wir letz- 
teren Aals solchen bezeichnet finden. Schon mit tüchtigen Kenntnis- 
sen ausgerüstet begab er sich zu seiner weitem Ausbildung nach 
Frankreich, und nach seiner Heimkehr erwarb er sich bald den 
Ruf eines treiTlichen Künstlers. Er malte für Kirchen und andere 
Öffentliche Gebäude historische Bilder, und auchals Bildnissmaler 
fand er Beifall. Ihm und dem Maler Duvenede verdankte Brügge 
die Gründung einer Akademie, deren erster Direktor Ilerkhove war. 
Dieser Künstler hatte Sinn für Adel und Würde der Form, auch 
strebte er nach grossartiger Einfachheit. In der Architektur und 
in der Perspektive hatte er nicht gemeine Kenntnisse. 
Herlix , 
Iierken. 
E6113, Halls; Iiiinstgiesser, der um 1591 in Frankfurt am Main 
lebte. Er goss Glocken mit erhabenen Bildwerken, auch Gedenk- 
tafeln an Grabmi-ilern. 
Iicrn, Anton, Maler, ein zu seiner Zeit berühmter Künstler, wurde 
1710 zu Tetsclien (böhmisch Dieczin) geboren, und da sich bei 
ihm schon in den liinderjahren die Liebe zur Iiunst offenbarte, 
zum Künstler bestimmt. Die VVahl entschied der polnische Hof- 
maler L. Rossi, derin Marienschein Zeichnungen des Knaben 
sah, und dieser nahm den jungen Iieru mit sich nachDresden. 
Nachdem er sich ein Jahr in-_Rossi's Schule aufgehalten hatte, 
machte er mit seinem Meister eine {leise nach Venedig, und hier 
brachte ihn dieser bei J. B. Pittoni in die Lehre. Bern blieb da- 
selbst sieben Jahre, und nun lfehrte er uber Dresden in sein Vater- 
land zurück, wo er in öffentlichen und Privat-Gebäuden reichliche 
Beschäftigung fand. Bei der Vermählung der Prinzessin Ainalia 
mit dem Könige von Sicilien wurde Kern nach Dresden berufen, 
um Transpareiitgemälde auszuführen. Bei dieser Gelegenheit fertigte 
er auch Skizzen z'u den Altarblattern und Decliengemälden der 
katholischen Iiirche, welche dem Honige so wohl gefielen, dass er 
den Künstler 1758 auf eigene liosten nach Italien schickte, um in 
Piom und anderwärts die Meisterwerke der italienischen Schulen 
kennen zu lernen. In Ruin tertigte er das aus Fiorillo und Füssly 
bekannte Gemälde des Iiinderrnordes, welches dem Hiinstler die 
Stelle eines k. polnischen Hoiuialers erwarb, und von jetzt an 
malte Bern mit grossem Piuhine in Dresden, und es wurdeihrn 
auch die Ausmalung der neuen Hirche aufgetragen, eine Arbeit, 
welche die Huchzeitfeierlichlseiten des Hofes unterbrachen. Man 
bewunderte den von ihm erfundenen und bemalten Brautwagen und 
mehrere andere Stücke, welche er bei dieser Gelegenheit ausfiihrte, 
aber der Künstler starb während der Arbeit an einem heftigen 
Schlucken, erst 37 Jahre alt, vom Hofe und von allen Kunstfreun- 
den betrauert. 
Kern besass ungemeine Leichtigkeit der Erfindung, sofiaß er 
jede Geschichte, welche man ihm verlas, sogleich mit Stlft OdFF 
Rothstein bildlich darstellte. Die Anzahl seiner Zeichnungen ist 
bedeutend, sowohl nach fremden Meistern, als nach ßigellff Erfül- 
dung. Sie sind meistens sehr leicht mit der Feder ausgeflfhrt, m" 
Tusch übergangen, und theils auch mit Kreide gehöht. Die Zeich- 
nungen in schwarzer oder rother Kreide bilden (159 geringere Anzahl- 
In der Malweise folgte Bern anfänglich dem Pittoph, Späße? F159? 
bildete er sich eine eigene Manier. Er zog auch meistens die Nah"
        

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