Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731879
5G 
Heideck , 
Heidegger , 
Sebastian. 
Tagesliclite umflossen sind. Dieser letzteren Behandlungsweise 
verdanken Heideclds Gemälde ihre,durchgii11gige Iilarheit, die er 
durch die Leichtigkeit und Durchsichtigkeit seines Farbcnauftrag; 
noch bedeutend zu erhöhen weiss. Nicht minder kommt ihm hier- 
bei auch die seltene Geschicklichkeit zu statten, das gegenseitige 
Verhältniss der Farben, die Stärke der Töne und den Grad ihre;- 
Abstufung aus ihren Gegensätzen sehr werständig zu berechnen. 
Mit diesen Eigenschaften verbinden seine Gemälde noch eine warme, 
durchaus harmonische Färbung, einen geschmackvollen Vortrag 
und eine fleissige, geistreiche Ausführung. Die Privatkabinette des 
höchstseligen Königs Maximilian von Bayern und der Königin 
Wittwe, die herzoglich Leuchtenbergische Sammlung und die k, 
Gallerie zu München bewahren Gemälde von ihm. Ausser diesen 
erfreut sich auch mancher Liebhaber des In- und Auslandes eine; 
schönen Bildes von der Hand dieses Künstlers. Welche schöne 
Anlagen auch für das höhere historische Fach diesemlliünstler an- 
geboren sind, hat derselbe durch mehrere gelungene Erfindungen 
bewiesen, die er in Concurrenz mit einigen der geachtetsten Yiiinsr- 
ler Bayerns zu den Transparenten der bei Gelegenheit der Jubel- 
feier am 16. Februar 1824 stattgehabtcn grossen Beleuchtung in 
München entworfen hat. Diese Transparent-Gemälde wurden durch 
'Steiudruck bekannt gemacht. Auch hat er sich in der Frescoma- 
lerei mit dem gelungensten Erfolge versucht. Das Viergespann am 
Wagen des Helios in der k. Glyptothek ist von ihm bis zur Ueber- 
raschung von Leben und WVahrheit ausgeführt. 
Nachrichten über diesen Iiiinstler finden sich im Iiunstblatt von 
1825, wo Domherr Speth sich über ihn verbreitete; auch im Con- 
versations-Lexicon u. s. w. Wir bemerken nur noch, dass Hei- 
deck auch radirte Blätter geliefert habe; von seiner Kunst in Be- 
handlung der lithographischen Kreide zeugt ein Blatt des 28. Hef- 
tes des Münchner Galleriewerkes. - 
Werke seiner geistreichen Nadel sind: 
1) Der Postillon mit dem Pferde am Zügel, dabei ein kleine;- 
Hund, im Grunde Landschaft mit einem Thurme. H. 4 Z., 
Br. 5 Z. 10 L. 
2) Das stehende. Pferd neben einem Baumstamme, 1825. H. 7Z. 
 7 L.„ Br. 6. Z.  
3) Der schlafende Hund an einer grcssen Pflanze, 1825- H- 3 Z. 
10 L., Br. Ö Z. 5 L. 
4.) Der Esel mit vier Körben links an der Mauer, 1831. H. 5 Z. 
2 L., Br. 7 Z. l L. 
5) Zwei Esel, einer stehend, der andere liegend, im Grunde 
rechts ein Haus mit Mauer, 1852. H. 5 Z. 7 L., Br. 7 Z. ÖL. 
6) Ein Esel mit Körben neben einer Mauer stehend, rechts im 
Mittelgrunde der Treiber auf dem Bauche, im Grunde Ge. 
_ bäude, 1852. H. 5 Z. 7 L., Br. 7 Z. 6 L.  
Hefdeßk; A-g S. Heydeck.  
Heldecker, Wilhelm, Maler aus Paderborn, ein Zögling der 
Düsseldorfer Schule, wo er um '1855 unter Schadowä Leitung 
stand. Dieser Künstler malt: Bildnisse. Im Jahre 1856 fblillgte er 
für den rheinländischen und westphälischen Kunstverein eine _Co- 
pie nach Bendemannk berühmtem Bilde des Jeremias auf den Trüm- 
mern von Jerusalem. Einmal fanden wir einen Künstler Heidheclger 
geschrieben. Wohl der Unsrige. 
Heidegger, Sebaülan, Goldschmied und Formschneider von Zü- 
rich, der sich in Wien grossen Beifall erwarb. Man kennt von 
ihm äinen Jeton mit seinem Portraite und der Jahrzahl 1556, doch
        

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