Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1736865
Kelerdaler. 
Keller , 
Johapn 
Balthasar. 
549 
daneben musste er bei W. Dam auch die Zeichenkunst erlernen. 
Nach dem Tode des Vaters bekam er dessen Stelle eines Stadhou- 
 ders, fuhr aber stets fort, auch die Iiunst zu üben. Er lnalte Blu 
xnen, Früchte und Vögel, und besonders ging ihm dabei der da. 
xnals in Dortrecbt lebende Maler Joris Ponse an die Hand. Seine 
Bilder kamen aber nicht in den Iiunsthandcl; nur seine Freunde 
beehrte er damit, wie den H. Heck de Bruin u. a. Sie sind reich 
geordnet und mit Geschmack behandelt. 
J. Iielderman lebte noch 1820.  
Helßfdalßr, s. Kellerdaler. 
Heller, Gßürg, Maler und Kupferstecher, wurde 1576 zu Frankfurt 
a. M. geboren, und von Jost Ammann und Ph. Uffenbach in der lriunst 
unterwiesen. Er liess sich in Nürnberg nieder, und hier ereilte 
ihn um 1640 auch der Tod. Dieser G. Heller malte Landschaften, 
die grössere Anzahl seiner Werlsc besteht aber in radirten Blättern, 
nach den beiden erwähnten Meistern u. a. gefertiget. Besonders 
war es Sigmund Feyerabend, der ihm Gelegenheit verschaffte, seine 
Radirnadel in Thätiglseit zu setzen. In mehreren Werken, welche 
bei ihm erschienen, findet man Blätter von Iieller. 
Lipowsky lässt ihn noch 1660 in seiner Vaterstadt arbeiten. 
Man_hat von seiner Hand: 
Eine Folge von Schlössern, Städten und Landschaften, mit 1601 
und 1605 datirt, nach Ph. Uffenbach. 
Ansicht der trajanischen Säule, 1615, fol. 
Die Krönung Kaiser Ferdinand lll. 1627, fpl.  
Das bayerische Wappen, in einer Rundung, mit Früchten in den 
Ecken, 12. 
Andere seiner Blätter sind in der Historie Antipodum oder Neuen 
VVelt. Das ist Natur und Eigenschaft des halben Theils der 
Erden etc. Durch J. L. Gottfried. Franlsfurf, bei M. Merian, 1655. 
Ferner "in J. Jacobfs "Uebersetzung des Vegetius. Frankfurt 1616, 
(ol. Fur die Werke Jacobik von Wallhausen scheint Heller Male 
Blätter geliefert zu haben. Dann hat man von ihm auch viele 
Büchertitel und Vignetten.  
Es müssen sich von Heller auch noch Zeichnungen finden, wenn 
es wahr ist, dass der Künstler so viele gefertiget, dass man einen 
gfllillen Heuwagen damit hätte füllen können, wie Sandrart benach- 
ric tet.  
Heller, G1; ein Schweizer, hatte sich in der Miniatur-Glassehmel- 
 zung ausgezeichnet; allein wir kennen seine Lebensverhältnisse 
nicht. 
I l 
Heller, Johann Balthasar, wurde 1658 zu Zürich geboren und 
in der Gulclschmiedekunst unterrichtet. Er brachte es in getriebe- 
ner Arbeit, sowohl in Figuren, als in Laubwerk und Früchten; 
sehr weit. Von seinem Bruder Johann Jakob nach Paris berufen. 
erhielt er durch ihn' Anleitung in der GlESSCFlHIIISlS, uncl so gelangte 
lieller in kurzer Zeit darin zur grösstcn Vollkommenheit. Eine nn- 
zählige Menge Kanonen und Mörser, so wie die Statuen in C1011 
k. Gärten zu Versailles hatten ihm allein einen grossen Namen er- 
worben, unsterblich aber sollte ihn die auf dem Platz Vellllölllß auf- 
gestellte Heiterstatue Lildwigs XIV. machen, welche aber am 10- 
August 1792 zertrümmert wurde, so wie jene zu Lyop- DIESES 11 Fuß 
hohe Werk war in einem einzigen Gusse nach GIYFIFÜMVS Müden 
verfertiget werden. Im Jahre 1720 ereilte- ihr! de? T04, üll Q1191" 
aufleher der k. Giesserei, und sein Bruder starb 1700 als li- GIRSWF
        

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