Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1736817
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Kaulba eh , 
Carl. 
Kaulitz , 
Johann 
Georg. 
Bildes feiern die Römer unter Posaunenschall ihren Sieg, und an 
heiliger Stätte ist bereits der Legionsadler erhöht. Der hohe Prie- 
ster, festlich geschmückt, ist durch den Fall des Volkes und seines 
Heiligthums zum Gespötte geworden, und er_gibt sich den Tod. 
Zu seinen Füssen sitzen und liegen Leviten mit ihren Harfen und 
andern Geräthen. Verstummt sind die Lieder und nur die Thräne 
ist geblieben. Iin Vorgrunde rechts zieht eine Christentamilie aus 
der Stadt. Aus dem Gefässe der Gnade, dem heiligen Gral, den 
Engel tragen, strahlt ihnen das Geheiinniss ihres Glaubens, und 
und himmsischer Frieden ist mit ihnen. Gegenüber wird der ewige 
Jude von drei Dämonen aus der Stadt gejagt, der Repräsentant de; 
jetzigen Judenthums. Dieses Werk, das gegenwärtig nur im Garten 
vorhanden ist, wird Iiaulhach für die Fürstin Radczivill in Oel 
ausführen. Die oben erwähnte Hunnenschlacht besitzt der grosse 
Hunstbeschützcr Graf von Raczinshy, und der Hupferstecher Thäter 
hat es für den zweiten Theil von dessen Geschichte der neueren 
deutschen Kunst in Bupfer gestochen. Für dasselbe Werk hat 
Heinzmann eine andere grossartige Composition von Baulbach litho- 
graphirt, nämlich den Verbrecher aus verlorner Ehre. Beide Blät- 
ter sind in fol. Für den Grafen Baczinshy hat Iiaulbach noch ein 
anderes Gemälde in Arbeit, Beduinen vorstellend, wie sie sich auf 
ihrer Wanderung einschicken, auf einen Löwen Jagd zu machen. 
Dann müssen wir noch einer Sammlung von Zeichnungen er- 
wähnen, welche Itaulbach zum Stiche für eine Prachtausgabe von 
Göthe's Faust gelertiget hat. F. von Cotta will zu Göthek sämmt- 
lichen Werken eine solche malerische Ausschmiielaung bewerkstel- 
ligen, und auch den grossen Schiller auf gleiche Weise ehren. Iiaul- 
bach wird dazu die Hand bieten. 
Einem Iiiinstler wie Kaulbach kann es auch nicht an Auszeich- 
nung fehlen. Der König Ludwiä von Bayern ernannte ihn 1857 
zum Hofinaler, und als solcher eh! er gegenwärtig m München. 
Er erhielt um dieselbe Zeit auch einen Ruf als Professor nach 
Dresden, welchem er aber seine ehrenvolle Stellung in München 
verzog. 
Halllbaßh, Carl, Bildhauer von Arolsen, der jüngere Bruder de; 
berühmten Iiaulbach, kam 1826 in seinem 17. Jahre auf die Akade- 
mie der Künste nach München, und in dieser Stadt fand er in der 
Folge auch Beschäftigung, besonders im Atelier des berühmten 
Schvvanthaler. Wir verdanken ihm neben andern sehr schöne Be- 
 liefs mit zarten Gestalten. Eines seiner letzteren vom Jahre 1857 
stellt das Böslein auf der Heide dar, nach W. Haulbach. 
Haulenberger soll der Maler eines historischen Bildes heissen, des. 
sen in einer Beschreibung der Gallerie in ITommersfeIden erwähnt 
wird. Das Gemälde stellt Samson und Dehla dar. 
Hauhtz: Peter, Maler von Berlin, war in seiner Jugend Tambour, 
und nach erlangtem Abschied ging er als Famulus mit einem Maler 
nach Rom, wo er seinem eigenen Fleisse die Bilduing zum Künstler 
verdankte. Er widmete sich der Landschaftsmalerei, und nach sei- 
ner Rückkehr wurde er 1695 zum königlichen Landschaftsmalei- 
ernannt. Er malte auch Thiere, restaurirte alte Gemälde und ar- 
beitete in Mosaik. Im Jahre 171g ereilte ihn zu Berlin der Tod, 
Haulitz, JOhQHII Georg, Bildnissmaler in Brandenburg, de? mit 
dem Obi en nicht verwechselt werden darf. Seine Lebensverhält- 
nisse sinä unbekannt.
        

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