Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1736474
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Junker, 
Jussow, 
Heinrich 
Christoph. 
Dieser Künstler, den Einige für einen Italiener halten, starb 
um 1014:  
Junker,  Im, Ijupferstecher, oder wohl nur Dllletant, der einige 
kleine Blätter mit Hüpfen von Christus und der heil. Jungfrau mit 
seinem Namen oder mit den Anfangsbuchstaben desselben bezeich- 
nete. Dieses ist wohl der Pfarrer. Carl Ludwig Junker in Hupperts- 
boten, der 1797 starb- 
Junot, Maler zu Neuchatel, um 1826. Er malt Bildnisse in Oel. 
Auch geographische Charten hat man von ihm, 
JUPP, Architekt, der in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts 
in London lebte. Nach seinem Plane wurde 1798 die Fagade de; 
Ostindienhauses gebaut. Dieses Haus schmückt ein Pnrtikus mit 
corinthischen Säulen. 
Jüfgersefl, S. Joergensen. 
Jury,lW1lhel'm, Iiizpferstecher zu Berlin, der zu Anfang unser: 
Jahrhunderts viele wässerige Romane mit Iinpfern zierte. Solche 
Endet man im Taschenbuch ,'.Grazien", das zu Mannheim erschien; 
andere findet man in Jüngefs Romanen, in Batschkyk Strigeliade, 
mach Bamberg, in Funks Elementar-werken etc. Seine Biichertitel 
und Vignetten sind in bedeutender Zahl vorhanden. 
Dieser Jury scheint mit dem Maler W. Jury, der 1794 Bilder 
zur Berliner liunstausstellung brachte, Eine Person zu seyn. Es 
sind dieses Landschaften, Copieu nach Wouvermans, van Steen etc. 
JIISSOW, HGIUTICh ChPISÜOPh, Architekt, geb. zu Casssel 1754, 
est. 1825. Dieser Künstler, einer der ausgezeichnetsten seines 
gaches, erhielt seine Bildung im Collegio _Carolino zu Cassel, und 
besonders viel verdankte er dem Mathematiker Matslio. Die Mathe- 
matik zog ihn auch besonders an; allem die Eltern wollten an ihm 
einen Rechtsgelehrten haben, wozu er aber weder in Marburg, 
noch später in Göttingen Neigung linden konnte. Nach dein Tode 
seines Vaters, des Oberbaumeisters Jussow, musste er endlich ein 
Brudstudium ergreifen, und dieses suchte er in der Architektur, 
als derjenigen Wissenschaft, wobei vorzüglich die Mathematik in 
Ausübung gebracht wird. Er verleäte sich nun mit allem Eifer auf 
das Studium der Baukunst, und ba d wurde ihm auch eine unterge- 
ordnete Anstellung zu Theil, die aber seiner Ausbildung wenig 
frommte. Ein glücklicher Zufall erwarb ihm jedoch den Schutz 
des Landgrnfen Friedrich, und dieser schickte den jungen Künstler 
nach Paris, wo Jussow zwei Jahre in aller Thätigkeit verlebte, bis 
er nach Italien ging, um in Rom die Denkmäler der classischen 
 Vor-zeit zu studiren. Dann that er ein Gleiches in Neapel und zu 
Pästum, wo er sehr gelungene perspektivische Zeichnungen von den 
damals noch weniger bekannten Tempeln aufnahm. Er durchltreuzte 
auch Sicilien, besuchte Selinunt, Agrigent, Syrakus und andere 
für den Künstler merkwürdige Orte, und nun trat er über Triest, 
Wien und Dresden seine Rückreise nach Cassel an. Doch war hier 
noch seines Bleibens nicht; der Landgraf Wilhelm IX. schickte 
ihn nach England, um die Bauwerke jenes Landes kennen zu ler- 
nen. Um 1790 kam er in der Heimath an, und jetzt wurde er so- 
 gleich beim Baue des Schlosses Wilhelmshöhe (ehedem VVeissenstein) 
Vvßrwendet. D611 6111611 Flügel hatte der Oberbaudirektor du Ry 
bereits gebaut. und den zweiten vollendete Jussovv, dessen Nachfol- 
ger. Mittlerweile fertigte er auch verschiedene Bisse, und unter
        

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