Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1736253
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J ouvenet , 
Noäl. 
Jouvenet, 
Jean. 
einige Interioren. Seine Bilder befinden sich in verschiedenen Cabi- 
netten. 
JÜUVÜIIEIZ, Nßäl; Maler, der in Rouen geboren wurde, aber ur- 
sprünglich aus Italien stammt. Er ist nur als Lehrer von Poussin 
bekannt und der Vater dreier Söhne: Jean, Noöl und Laurcnt. 
Der erstere ist der Vater des berühmten gleichnamigen Künstlers, 
und selbst ein geschätzter Künstler gewesen, während Andere ihn 
xnittelnxässlg nennen, was von Lorenz möglich ist. Einige nennen 
auch den Lorenz als des berühmten Johann Vater. In der Biogra- 
phie uniserselle heisst er Johann, auch im Catalog des Pariser 
Museums wird er so genannt, bei Fiorillo und Lnl1gl0lS(E;5ai 
sur la peinture sur verre pag. 25g) wird Lorenz als solcher bestimmt. 
Auch ein Heinrich Jouvenet wird genannt, und dieser wurde 
1644 geboren; es ist uns aber unbekannt, ob er ebenfalls die 
Iiunst geübt, was wohl möglich ist, da die meisten Glieder der 
Familie Jouvenet hierin erfahren waren. 
JOIIVGIIEI, Jean, Historienmaler, wurde 1647 zu Rouen geboren, 
nicht 16414, wie die meisten Schriftsteller angeben. Den ersten 
Unterricht ertheilte ihm sein Vater Johann (S. den Artikel Noöl 
Jouvenet) und im 17. Jahre ging er nach Paris, w0_er sich bald 
vortheilhaft bekannt machte. In seinem 29. Jahre erhielt er schon 
den Auftrag für Notre-Dame eines jener Votivgeinälde, die unter 
dem Namen der Maigemälde bekannt sind, zu fertigen, und dieses 
Bild, welches die Heilung des Gichtbriichigezi vorstellt, sicherte 
dem Künstler einen entschiedenen Bang. Im Jahr 1675 führte ihn 
Charles Lebrun auch in die Akademie ein, und dieser übergab er 
als Aufnahmsstiick Esther vor Ahasverus. Bald wurde er auch Pro- 
fessor der Akademie, und zuletzt Iiector, bis ihn 1717 der Tod 
prreichte. 
Jouvenet hinterliess eine bedeutende Axizahl von Werken, die 
mit allem Beifalle aufgenommen wurden. EIIJCS seiner früheren 
stellt den Fischzug Petri dar, und dieses Bild gefiel dem Könige 
so wohl, dass er es in eine Tapete übertragen liess. Als Belohnung 
erhielt der Künstler eine Pension von 1200 Livr. Schonmit dem 
Rufe eines trefflichen Künstlers ging er jetzt nach Bretagne, wo er 
mehrere Arbeiten hinterliess, und als er 1698 zurückgekehrt war, 
wurde er mit anderen Iiünstlern zur Ausschmückung der Invaliden- 
Kirche verwendet. Jouvenet malte die 12 Apostel in einer Grösse 
von 12 Fuss. Die Skizze davon befindet sich im Museum zu Runen. 
Im Hötel de St. Pouange zierte er drei Plafonds mit mythologi- 
schen Darstellungen, und hier malte er für die {ibtei St. Martin 
de Camp: zu Paris neben dem Fischzug noch d_re1 andere Bilder, 
die man ebenfalls in den Gobelins in Tapeten ubersetzte. Es ist 
dieses die Erweckung des Lazarus, das Gastmahl bei Sixnon und 
die Vertreibung der Verkäufer aus dem Tempel. In Rennes malte 
er am Plafond des Staatsrathes die verfolgte Unschuld, wie sie in 
die Arme der Gerechtigkeit flieht, aber die Anbetung der Könige, 
ein Altarbild für Iiennes, führte er in Paris aus, mit einem anderen 
Gemälde, Welches die Verkündigung vorstellt, Nach Versailles _malte 
er die Erscheinung des heil. Geistes. Berühmt ist seine Iireuzab- 
uehmung. Welche er für die Iiapuziner-Iiirche malte, jetzt im 
Museum zu Versailles. Ein bcwundertes Bild, und eines der schön- 
sten des Künstlers, ist auch der Tod des heil. Franz im Museum 
zu Runen, WO SICh auch das eigenhändige Bildnis: Jouvenefs 
befindet. Im Museum zu Paris ist seine lireuzabnahme, ein sehr 
beachtungswerthes Bild. Daselbst werden gegenwärtig auch die 
Heilung der lirankcn, der wunderbare Fischzug, die Erweckung
        

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