Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731801
Heger , 
Franz. 
Hegesias , 
oder 
Hegias. 
43 
Darunter sind die Ansichten der berühmten Pragerhrüclte, des 
Wischehrad, des grossen Nationaltheaters, der Ilöfe der Burg und 
jener des Hraclschin und mehrerer anderer Plätze mit Kirchen, 
wie mit der Cathedrale St. Veit, der Iireuzherrenltirche etc. 
Heger, Franz, Architekt, ein treftlicher jetzt lebender Künstler, 
dessen Nmne sich an wichtige Werke knüpft. Er gab mit Dr. 
G. Moller Entwürfe ausgeführter und zur Ausführung bestimmter 
Gebäude heraus. 
Von ihm und H. Hübsch sind die malerischen Ansichten von 
Athen, wovon 1825 das erste Heft erschien. Spielbach hat die 
Kupfer dazu geliefert. Heger unternahm nämlich 1814 mit Hübsch 
 und Thürmer von Rom aus eine Reise nach Griechenland, um 
sich mit dem Studium der architektonischen Ueberreste der grie- 
chischen Iiunst an Ort und Stelle zu befassen. Die Resultate 
machten sie in einem Werke  unter dem Titel: Athen mit seinen 
Denkmälern, in 26 malerischen Ansichten bekannt. Dann hat 
man von ihm eine Darstellung des Minerven-Tempels zu Athen, 
wie er 1813 noch war. Darmstadt, roy. fol. 
F. Hegexxist grossherzoglich-hessischer Landbaumeister. 
Hegner, UiFlCh, Zeichner, der in R. WeigePs Catalog dei-Samm- 
lung des Dekan Veith I. S. 29 erwähnt wird. Folgende Zeich- 
nungen sind von ihm: 
Die Erbauung Roms, nach La Fage, Feder und Tusch, 1770. 
Drei antike weibliche Figuren, Sepia. 
Antikes Bzlilsre1iel' mit Jupiter, Juno nud Merkur, Federzeichnung 
in Tusc . 
Hegesander, S. Agesander. 
Hegesias, ÄOÖBI" HCglaS, zwei Namen, mit welchen zwei griechi- 
sche Iiiinstler bezeichnet werden, die aber nach Thiersch (Epe- 
chen S. 130 ff.) einen und denselben Künstler bedeuten, da 
'Hyryöiui aus 'Hyia; abgekürzt ist, wie denn wahrscheinlich schon 
die Alten der geläufigen Abkürzung statt der ursprünglichen lan- 
gen Form sich bedient haben. Plinius und Pausanias nennen ei- 
nen attischen Bildner Hegias unter den alten Künstlern neben 
Crilias und Ageladas, und bei Lucian wird ein Hegesias mit dem 
Critias als Zeitgenosse yerbnnden. Lucian bezeichnet die Werke 
dieser liiinstler als gespannt, nervigt, hart und nach festen Li- 
nien ausgestreckt, und_Aehnlich_es urtheilt Quintilian auch von Hege- 
sias. Er irergleiclit seine und jene des Aegineten Callon mit den 
harten, tuskischen. Pausanias nennt von Hegias keine Arbeit, 
Plinius aber lobt seine Pallas und Pyrrhus, der bei Plinius das 
Prädikat Rex erhält, so dass man glauben könnte, es sei dieses 
jener durch seine Abentheuer berühmte, den Römern wohl be- 
kannte, Pyrrhus, König von Epirus; allein Heyne, Thiersch, Hirt 
u- a- glauben, dass dieser Pyrrhus der Sohn des Achilles gewe- 
Sen- D19 Stelle des Plinius lautet aber: Hegiae Minerva Pyrrhus- 
que rßx landatur: et Celetizontes pueri, et Castor et Pollux ante 
' aedem Jqvxs tonantis Hegesiae, so dass es scheint, Plinius habe 
zivei Notizen in sein Werk aufgenommen, und daher findet man 
auch den Namen eben so vielen verschiedenen Künstlern gegeben. 
Thiersch bringt eben- die Lesart des Pollinger Codex bei, wo Age- 
siae, statt Hegesiae" zu lesen ist und dadurch gewinnen wir einen 
Namen, d" an den grossen Künstler, der den borghesischen Fech- 
ter gemacht hat, erinnert; allein das jonisch-attische 'Hyesias heisst 
dürlich Mzrvrier. W10 51th der berühmte Ephesier Agasias als Jo-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.