Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731789
Heerdan, H.- 
rHccrrgeyrsen, auch I-Ierreisen u. Horneiser A. 
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denen zwei mit dem Namen des Künstlers bezeichnet sind. Sie 
sind in guten Abdrüchen sehr selten. 
Heerdall, HClHTlCh, Iiupferstecher zu Nürnberg, um 1700, wie 
Lipovvsky kurzweg sagt. 
Heere, Jan Mm, Bildhauer und Architekt der St. Bavon's Kirche 
in Gcnt, ein Iiünstlcgder um den Anfang des 16. Jahrhunderts 
gelebt hat.  Brulliot theilt nach Passavant das Monogramm des 
Iiünstlers mit, welches er nicht nur auf seine Sculpturen, sondern 
sogar auf die Quittungen setzte. Das A, welches darin vorkommt, 
soll ihn als Architekten bezeichnen. 
Dieser Künstler war der Vater des Lukas de Heere, und einer 
der besten Iiünstler seines Faches und seiner Zeit. Man vveiss 
nicht, wann er gestorben ist. 
HBETC, Lulias de, Maler von Gent, der Sohn des Architekten und 
Bildhauers. Minheer Jan, und einer für ihre Zeit berühmten Minia- 
turmalerin, der Anna Smyters. Die Anfangsgründe der Kunst er- 
lernte er im väterlichen Hause und dann kam er zu F. Floris, ei- 
nem der renomirtesten Maler jener Zeit. Hierauf ging er nach 
Frankreich, um in Fortaineblau, wo damals reiche Iiunstschöp- 
fungen zu schauen waren, seine Studien fortzusetzen. Auch An- 
tiken fand er daselbst im Schlosse vor. 
Lukas de Heere galt für einen geschickten Iiiinstler, und meh- 
rere zogen ihn dem F. Floris, dem niederländischen Rafael vorÄ 
Seine Gemälde bestehen in Historien, Bildnissen undLandschaften, 
und besonderes Gefallen erregte er durch seine Bekleidung der 
Gestalten. Er fertigte auch viele Zeichnungen zu Glasmalereien 
und in Frankreich solche fur die Tapezerien, welche die Königin 
Mutter fertigen liess.  
Auch mit der Darstellung der Costiime verschiedener Nationen 
beschäftigte er sich. Im Jahre 1570 malte er in London für den 
Admiral Grafen von Lincoln neben andern eine ganze Gallerie sol- 
cher Abbildun en. Den modesüchtigen Engländer stellte er bei 
dieser Gelegenheit nackt dar, mit einer mächtigen Scheere und 
einem Ballen Zeug. Der Franzose scheint also zu seiner Zeit in 
der Mode noch nicht so sehr gewechselt zu haben, wie heut zu 
Tage. L. de Heerefsldee scheintindessen auch nicht neu zu seyn, indem 
schon in einem englischen. Buche von 1542 (von Andrevv Borde) 
eine solche Abbildung vorkommt. 
Ueberdiess hatte er den Ruf eines siunreichcn Dichters. Dass 
er ein Loblied auf J. van Eyclfs berühmtes Bild in Gent gedich- 
 tet, haben wir im Artikel jenes Künstlers angegeben. Wir be- 
merken nur, dass seine Gedichte unter dem Titel: De Boomgaert 
der Paesyen erschienen. Seine gereimten Biographien von fla- 
mänclischen Malern gingen verloren. G. van Mander benütze sie noch. 
Lulsas de Heere wurde 50 Jahre alt, und das letzte war 1584. 
Heermalfn: P3111, Bildhauer, B. Permoser's Schüler, wurde vom 
Hofe in Dresden beschäftigen Hier fertigte er um 1750 für den 
Hofgarten einige Statuen.     
HcernßySßrls 'auch Herreisen und Horneiser, Andreas, 
Maler zu Nürnberg, dessen Thätigkeit in die Jahre von 1570-1515 
fällt. Er malte Portraite und auch die Stadt beschäftigte Ihn, 
wie Heller und Jäck in den Beiträgen etc. S, 123 darthun- Im 
Jahre 1613 bemalte 61' auf's neue den Hauptaltar in der 51- 5e- 
baldskirche. Das Bildniss des Hans Sachs hat er mit einem Mono- 
 gramm und der Jahrzahl 1576 bezeichnet. 
        

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