Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1735336
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Jagemann , 
Christoph. 
Joseph. 
Jagendcubel, 
ausstellung von 1805 sah man von ihm eine gute Cupie des liin 
dermordes von Guido Beni; grösseren Beifall aber crwarbei 
ihm im folgenden Jahre seine Copien von PiafaePs Madonna d 
Foligno, der Madonna della Seggiola und jenes schönen Bildes 
das unter dem Namen der Madonna von Loretto bekannt ist 
Diese Gemälde hatte Jageinann in Paris copirt, denn damals brauchte 
man nur nach jener Stadt zu gelien, um die Iiunstsehätze von bei- 
nahe ganz Europa zu schauen. Jageinann bewies in_ diesen seiner 
Nachbildungen ein strenges Studium der älteren italienischen Meit 
ster, ein tiefesyEindringeu in den Geist derselben, und er wurdt 
daher 1'804 im Journal des Luxus uRAi.(l(3l' Diode, S. 497 und 492 
desswegen mit besonderem Lobe "erhoben. Vorzüglich zog dir 
Madonna della" Scggiola den Blick der Beschauer auf sich, und 
im Angesichte jener Rafaelischen, Madonnen-Versammlung hegte 
man die Hoffnung, dass der Jüngling, welcher Sanziu's himmlische 
Gestalten so zu verstehen und aufzufassen wusste , hohe Eiwvartun- 
 gen befriedigen werde. Nach seiner 1805 erfolgten Illeiniliehr von 
Paris zeigte Jagcxnann, dasspr auch im _'P0rtraite' Trcffliches zu 
leisten im Stande sei. Er malte den regierenden Ilerzog von Sach- 
sen-Weimar mit besonderem Gliiclac in LehensgriSsseQ und den un. 
sterblichen Schiller bildete er auf der Todtenbahre ab, Auch Gütheü 
Bildniss maltener, dann jenes 'von Dr. Gall, und sein Portrait von 
Wieland hat H. Schmidt gestochen, fiir das Inclustrie-Cuinptoir zu 
Weimarw Dieses Bild hat M." Steinla fiir die Bildergallcrie des 
hibliographischen Instituts zu Hildburghausen 1826 nachgestoeheu. 
Ueberdiess malte Jagemann noch mehrere andere ausgezeichnete 
Personen in Weimar. ' 
Im Jahre 1806 begab sich der Künstler nach Rom, um auch die 
liunstüberreste jener Stadt zu studiren, und noch 1810 erscheint 
er im Almanach aus Rom. Er malte hier ebenfallsßildnisse und 
auch Historien, und endlich kehrte er wieder ins Vaterland zurück. 
Dieses sah ihn später in der Reihe deutscher Freiheitskämpfer, so 
wie es ihm auch die Ehre eines treiilichen Künstlers zuerhaunte. 
Im Jahre 1817 malte er ein 10 F. breites und 6  hohes Bild 7,111: 
Feier des Reformations-Jubiliiu1ns. Es stellt Luther auf dem Reichs- 
tage zu Worms dar, in der liirche zu Udestiidt. Dieses merkwür- 
dige Bild is't einfach in der Com osition, aber von kräftiger Wir- 
kung. Die Färbung ist wahr, liebhaft und doch harmonisch und 
 in Zeichnung so wie in technischer Behandlung verdient es gleiches 
Lob. Für die Lutherische Kirche zu Carlsruhc hatte er 1820 die 
Himmelfahrt Christi gemalt, und auch in diesem Bilde zeigte der 
Künstler Geist und gründliche Studien, wie in allen seinen Werken. 
 1111 Jahre 1820 ereilte ihn der Tod. Er bekleidete die Stelle eines 
Professors und auch der Titel eines grosshcrzuglichcn Hofrathes 
wurde ihm zu Theil.   
Jagemann, ChrlSlJOPh, Bildhauer, der Sohn des 176i verstor- 
benen gleichnamigen Künstlers , fertigte zu Bamberg und in 
der Umgebung mehrere Bildwerlie; im Jahre 1755 für das Rath- 
haus etc; 
Jagen x COrnellS van, Iiupferstecher, der um den Anfang des V0- 
rigen Jahrhunderts arbeitete. Er stach für das Malerbuch flßi G. 
Lairesse einige Blätter. Weiter weiss man über diesen Kumtler 
nichts, und auch jener van Jagen, der sich um 1750 315 Hüpfer- 
stccher Beifall erwarb, ist naclÄ seinen Lebensverhältnissen unbe- 
kannt. Vielleicht ist hier von Vater und Sohn die Rede.  
Jilgülldßübßl, JOSßPll, Maler zu München, wo erzsiclx um 1313
        

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