Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1734834
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Hu eb er , 
Nlaxilnilizl n. 
Huct, 
IInAns. 
er sich nach Salzburg, wo er drei Jahre freundlicheren Unterricht 
enoss, als inrväterlichen Hanse. Endlich trat er die Reise nach 
äum an, und bei dieser Gelegenheit hatte er vom Glüclte zu sa- 
gen, da er beim Sturme der einzige war. der gerettet wurde. In 
0111. war zwei Jahre Wasser und Brot seine Nahrung, und die 
liirchenstiege oft sein Nachtlager. Dennoch zeichnete er {leissig 
und wohlgenmtl; nach Gemälden der Iiirchen und nach Statuen, 
und diese Zeichnungen führte er mit Kreide und Tusch aus. Von 
Rom aus ging er durch Deutschland nach Prag, Wo e!" die Male- 
reien, des F. Braendel copirte, und schon hatten ihm seine Talente 
und sein Solides Betragen Achtung erworben, als er ein ßiiidchen znrn 
Allßre führte. Jetzt bewog ihn sein Vater, ein Sattler, sich in der 
Heitnath nicderzulassen, aber bald jagte er ihn mit Frau und Iiin- 
dern aus dem Hause, weil seinem ledernen Sinne eine vom Sohne 
gemalte Madonna nicht efiel. Allerdings gefielen seine Bilder 
nicht Jedermann; seine Schatten waren oft zu hoch getrieben, 11ml 
auch die Figuren nicht immer anatomisch richtig gezeichnet. Da- 
gegen fanden Iienner in seinen COITIPOSllClOIIOII auch wieder gute 
Gedanken und ein reinliches marliiges Colorit. Er Soll Oft bei 
einem einzigen Kopfe an 200 Farben auf der Pallete gemischt und 
dabei sich verschiedener Erdlarben bedient haben, Welche andere 
seiner Iinnstgenossen nicht kannten. Er malte einige Altarbllitter, 
gewöhnlich aber Staifeleibilder mit Darstellungen aus dem Leben 
und Leiden Jesn und aus den Legenden, aber seine Werke Wur- 
den so schlecht bezahlt, dass der arme Mann oft im Winter liciu 
Holz kaufen konnte. Doch blieb er heiter und zufrieden, und 
17_72 schloss der fromme Iiiinstler die Augen. Die Frau mit zwei 
Iiinclern und der rohe Sattelfabrikant überlebten ihn. 
üßueber, Maximilian, Minialturmaler zu München, WO e! 1739 
in hohem Alter im Spitale starb. Man hat von ihm ein punktirte; 
Blättchen, welches den heil. Joseph vorstel. mit dem Namen des 
, liünstlers bezeichnet. 
l 
Huerta, Gaspar de 1a, Maler, wurde 16.715 in der Prnvinz Cnenca 
geboren und anfänglich zu Valencia nuthdürftig in den Anfangs- 
griinden der Iiunst unterrichtet. Ei- zeichnete nur nach 15111461" 
Stichen und den Pinsel lernte.er von sich selbst führen. In_ C1911 
Iiircheii Valenciafs sah man viele Bilfler von seinen Hand, (hing 
der Zeichnun", und besonders des bluhenden Colurltes wegen 0 
verdienen. Islam hat ihn im Königreiche dieses Namens auch so 
so hoch gehalten, dass man, nach Velasco"? Versichcrnng, 11611113111 
anderen liüilstler erlaubte, öffentliche Genmhle auszulullrßil- 
Huerta, Fra Mannel de 1a, Maler, der im 17-  
Kloster rle la Merced zu Valladolid lebte. Er malte sehr zart m 
Miniatur. 
Huesyst-"Aügustin (T, Bildhauer, der zu Paris bei J- B- L0 
 wurde. Er fertigte Statuen und Grabuxiiler, 
aber nicht zum Besten, wesswegen sich Diderot im Essai p- 377 
über ihn llmis macht. D'Hues war dennoch Mitglied der Akademie, 
um 1760. 
Huet: Hans! anäßblißh ein Miniaturmaler, der im 16. Jahrhundert 
unter Edward VI. gelebt haben muss. In der Sammlung Garn  
war ein BildniSS V0" jenem Könige, welches dem Hue! (uueet) 
zugeschneben wurde.
        

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