Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1734791
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I-Iubry v 
Peter. 
Iluchtenburg , 
Johann 
vah. 
Hubry, Peter, wbhl Eine Person mit P. Aubrj. 
Hllby, Franz, Bughdruclxer zu Paris um 1655, der hier eine Stelle 
findet, weil man sein Munogramm für das eine: Künstlers halten 
könnte. 
Huehtenburg, JOlTEIUU Van, berühmter Schlachtenmaler und Iiu- 
pferstecher, geb. zu Harlem 1645, gest. zu Amsterdam 1735. Der 
erste Meister war sein Bruder Jakob, den er 1667 in Rom be- 
 suchte, und nach dem frühen 'I.'ode desselben suchte er in Paris 
bei van der Meulen Zutritt. Als bereits tüchtiger liünstler liehrte 
er 1670 nach Hxillaud zurück, und hier gründete er durch eine 
Menge von Gemälden nach und nach einen ausgezeichneten Ruf. 
Grusse und vornehme Iiunstliebhaber beeiferten sich, ihre Cabi- 
nete mit Bildern von Huchtenburg zu zieren, und gegen 170g kam 
er in die Dienste des Prinzen Engen von Savoyen. Dieser lies; 
durch ihn alle beigewohnten Schlachten malen, und zu diesem 
Zwecke gab ihm der Prinz die genauesten Schlachtplane und alle 
Einzelnheiten des Vorfalles an. Diese Gemälde bildeten eine 
eigene Sammlung, jedes d-F. hoch und 5 F. breit, und sie liegen 
auch in einem liupfervverke vor, unter dem Titel: Batailles gag- 
mies avec le Prince Eugdne de Savoye, depeintes et gravöes par J. 
Huchtenburg, avec des explications par J. Du Mont. A la Haye 
1725, fol. Es ist jedoch nicht ausgemacht, ob diese Blätter von 
Iiuchtenburg herriihren. 
 Huchtenburgß Werke sind sehr zahlreich und von ungemeiner 
Lebendigkeit in der Auffassung. Es herrscht in ihnen Geist und 
Ausdrucln Die griisste Zeit verweilte er im Haag, und nach Am- 
sterdam kam er beinahe nur um zu sterben. Auch hat man von 
seiner Hand mehrere Blätter, deren Bartsch P. gr.  407 E. 5Q 
beschreibt, Aetzungen, Stich- und Mezzotinto-Arbeiten. Seine" 
Blätter sind mit fester Nadel, im Geschmaclte der Schule Andrang 
aus efiihrt, von verschiedenem Verdienste. Wahre Meisterwerke 
sind die Blätter in Schwarzltunst, sowohl in der Zeichnung, als 
i'n der Wirkung; doch findet man sie noch seltener ixi guten Ab- 
drücken, als die anderen. 
Blätter in Schwarzlaunßt: 
1) Die Plünderer zu Pferde. H. 8 Z. 5 L., Br. 11 Z. 
2) Die Mahlzeit der Soldaten. H. B. fecit. In gleicher Griisse. 
3) Der Cuirassier zu Pferd schiesst mit der Pistole nach einem 
Janitscharen. H. 8 Z- 6 L., Br. 10 Z- 10 L. 
4) Der Kampf zwischen zwei Reitern. In gleicher Grösse. 
5) Die Frau mit zwei Kindern auf einer Kiste sitzend, daneben 
ein Cuirassier zu' Pferd , rechts in der Ferne mehrere Figuren 
 unter zwei Zelten. Ein prächtiges Blatt. H. 11 Z. 5 L., 131-, 
13 Z. g L.  
Ö)_Der Türke, den ein Reiter vom Pferde schiesst, im Grunde 
Gefecht. In gleicher Grösse. 
1) Die Ruhe auf der Jagd. n. 11 z. 2 L., m. 15 z. 
Geälzte Blätter:  
3  15) eine Folge von sechs' militärischen Scenen. H; 15 Z. 
6 L.  16 Z., Br. 21 Z. 6 L. Aus folgenden Titeln 1st auch 
der Inhalt zu erkennen: 
n) Mßrcßhls equorum bellicorum. 
b) Intmitus in urbem expugnatam. 
c) Lustratio exercitus ad Arenacum (Musterung Wilhelnzfs 
von England bei Arnheim), 
d) Pruelium in Belgio.
        

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