Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1734621
van. 
Andreas 
Houderon , 
- Houdon , 
Jean 
Antoine. 
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Hvuäeron. Andreas van, ein niederländischer Maler, der um 
1664 Thierstücke gemalt haben soll. 
lloudon, l, S. Houdan, I. 
Houdon, Jean Anwme: Bildhauer, glgeb. zu Versailles 17111, gest. 
zu Paris 1323. Er hatte keinen eigent iehen Lehrer; sein Talent, 
sein natürlicher Geschmack waren es, die ihn vom Anfang seiner 
Laufbahn an leiteten. Durch sie wurders ihm möglich, als neun- 
zehnjiihriger Jüngling den grossen Preis für SculPtur zu gewin- 
neu. Er benutzte jedoch die Bathschläge Pigals, aber ohne sein 
Schüler zu seyn. Es war eine traurige Zeit für die Kunst, in wel- 
che Houdon's Anfänge fielen. Um diese Zeit schloss sich die Pe- 
riode, in welcher Frankreich sich einer bedeutenden Anzahl von 
guten VVerken der Sculptur erfreute. poisevpix, Vancleve, Le- 
pautre, Legros, die beiden Coustou, die Meister der Bildwerke 
im Garten der Tuilerien, bezeichnen diese Periode. Das Vorbild 
dieser Männer verfehlte keineswegs seine Wirkung auf Houdon, 
der auch noch Bouchardon's Schüler hätte seyn können. Es war 
aber ein Glück für den Iiünstler, dass er einen grossen Theil die- 
ser traurigen Periode, wo in Studien, lWIethode und Manier Klein- 
lichkeit herrschte, in Rom zubringen konnte. Dort dämmerte die 
neue Morgenröthe, und Winckelmann leitete die Sonne über den 
Horizont der erwachenden Kunst. Canova war es, der sich später 
an ihren Strahlen sonnte, und auch Houdon fühlte den wohlthäti- 
en Einfluss auf seine Studien. Er führte in Boni die schöne Statue 
ges heil. Bruno für den Pronaos der Liarthäiiser-Iiirche (ein Saal 
in den 'l'herinen des Diocletian) in Marmor aus, von welchem 
Cleuiens XIV. sagte, er würde redenf wenn die Regel des Ordens 
ihm nicht Stillschweigen autlegte. Nach einem zehnjährigen Aufent- 
halte in Italien kehrte, Houdon endlich nach Frankreich zurück. 
Hier verschaffte ihm eine Figur des Morpheus, jetzt in der liiunst- 
schule, den Eintritt in die Akademie zu Paris. Bald darauf ar-' 
heitere er die grosse anatomische Studie, welche unter dem Namen 
PEcorChe bekannt und in den Schulen Musterbild für die Kennt- 
niss der Muskeln geworden ist. Schon hatte sich IIoudoifs Ruf 
über die Grünzen Frankreichs hinaus verbreitet. Die Vereinigten 
Staaten trugen ihm die Verfertigung einer Bildsiiule von Washing- 
ton auf, und der Künstler ging mit Frankliix nach Amerika, wohnte 
einige Zeit bei Washington selbst in Philadelphia, und modellirte 
dort die Büste dieses grossen Mannes, die er späterhin als Mar- 
inorstatue für den Yxctsamllllungssaal des Staates von Virginien aus- 
fiihrte. Nach seiner Rückkehr führte er für die Eiunitage inSt. Peters- 
burg auf Bestellung der Kaiserin Gathailina ll. eine Statue der Diang 
aus, diejreilich eher einer Begleiterin der Venus, als der lteuschen 
Göttin der Wälder gleichen soll. Glücklicher war er in der Bild- 
siiule Voltaire's für das Vestibulum des Theater francais, den er in 
der Tracht der griechischen Philosophen darstellte. Später ver- 
fertigte er aus Auftrag des Königs die Bildsiiule des Marchalls de 
Tourville, in welchem er die Idee eines Seemannes auszudrücken 
strebte, der Zugleich init Feinden und den Elementen kämpft, Wo" 
durch eine übertriebene manierirte Heftigkeit in seine Statue kann. 
Ein einfacllei, reizend naives llildwuzrk, ist seine allbekannte. In 
vielen Wiederholungen verbreitete Frileuse, in welcher die Idee 
des Frierens ausgedrückt ist, als Gegenstück zu einer 5mm" d" 
Sommers. Erstere kam in den Besitz des Iiönigs von Pßffßlßsßll- 
Houdon besass auch grosse Geschicklichkeit im Fortfall, Wßlclldf 
er-meistens ähnlich und mit grosser Leichtigkeit und Aumuth ar-
        

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