Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1734258
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Hoogenhergh , 
Franz, 
dem Bildnisse des Jonas Anton Sarazenus Lugi liest man: Ich, 
Hoogenberg. Scul._Col. Dieses Bildniss trägt die Jahrzahl 1595, 
Und wenn nun eine Vermuthung erlaubt ist, so könnte dieser 
jüngere Johann der Sohn des älteren seyn, und die drei folgen- 
den Künstler slnd vielleicht seine Brüder gewesen. FranzßHnQ- 
genbergh starb 1590 in Cöln, und wenn man daher lieber Wvill, 
dass der jungere Johann dessen Sohn sei, so mag es dahin ge- 
stellt seyn. S. unten Joh. Hoogenbergh. Dass es einen alien 
bayerischen Künstler Hans Hohenberg gegeben habe, ist richtig; 
denn wir fanden eines solchen in handschriftlichen Quellen u- 
wähnt, doch nicht unter dem Namen Hoogenberg, wie er gewöhn- 
lieh geschrieben wird. Jener Hohenberg oder Hochenberger be- 
kannte sich zur Lehre Luthefs, und er verliess wohl dessvvegerj 
die bayerischen Lande. Die folgenden Hoogenberg suchten dess- 
wegen wohl ebenfalls in England Zuflucht. Die Nachrichten über, 
diese Künstler sind überall ungenügend, wir glauben, sie aber 
in ein helleres Licht gesetzt zu haben, als bisher geschehen; so 
viel es nämlich unter _sulchen Umständen möglich war. 
Hoogenbergh hat auch einige Blätter geliefert: 
1) Die heil. Jungfrau mit dem Iiinde aufydem Schoosse, fol. 
2) Carl Emanuel, Herzog von Savoyen, zu Pferde. 
5) Maria Stuart, Königin von Schottland: Mors via ad astra. 
4) Der Einzug Carl's V. in Bologna. 
5) Die freien und mechanischen Künste, in mehreren Blättern, 
Ö  17) Verschiedene Vögel und andere Thicre, 12 Blätter (nicht 
mehr?) H. 5 Z. 4 L., Br. 4 Z. 7 L. 
Hoogenbergh, Franz, Zeichner und Kupferstechdr, den aber die 
Engländer zu ihrer Schule rechnen. Sein Geburtsjahr ist unbe_ 
kannt, er soll aber schon 1555 in England gearbeitet haben, und 
dahin ging er wahrscheinlich seines Üebertrittes zur reformirten 
Kirche Wegen. Um.157o wurde er von A. Ortelius für das Thea- 
trum orbis terrarum verwendet, aber zu jener Zeit wohnte er in 
Cöln. Seine topographischen Charten verdienen alles Lob. Sie 
sind in Kupfer gestochen, während alle früheren Werke dieser 
Art nur in Holz geschnitten wurden. Er erwarb sich auch Vcr- 
dienste um die Buchdruclaerkunst, und man verdankt ihm neue 
Charaktere. Hoogenbergh starb in Cöln 1590. Auf seinen Char- 
iten copirte er den belgischen Löwen von Michael Stilziuger. 
 1) Darstellung der Pfopllßzeihung des 25. Cap. des Evangelium; 
Matthäi, 1562. gr. qu. fol. Selten.  
2) Ernestus D. G. Archiep. Colon. lVLD. LXXXIV, kl. qu.  
5) Derselbe Bischof mit einer gedruckten Erklärung von vier Sei. 
ten umgeben. Colon. excudebat Franciscusl Hogenberg, 1535 
und 1584. qu. fol. Selten. 
4) Das ßilrlniss der Königin Maria I. von England, mit der In. 
schritt: Veritas Temporis filia,  Dieses Bildniss trägt die 
Jahrzahl 1555, doch konnte der Künstler das Blatt auch aus- 
ser England gefertiget haben, und daher ist es gerade nicht 
 ausgemacht, dass mit 1555 die ldiiitigkeit unsers Künstlers in 
England beginnt. 
 5  8) D16 vier Jahreszeiten: droleries pour des ouvragesdüyr- 
lkävrerie. 
9) Die Charten von Gallien und Belgien in Daxtonls Atlas. 
10) Ein Theil der Ansichten in G. Braun's Civitates orbis terra. 
rum, Cöln 1572, mit S. Novelane und G. Hoelhagel heraus- 
gegeben.
        

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