Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1733846
Holbein , 
Hans. 
247 
junge Prinzessin in rothem Kleidc, jetzt zu Hamptonctiurt als 
Cranach, friiher als H0lbein's Werk erklärt, nach Waagen von 
einem unbekannten Meister; König Heinrich VIII. mit der Klini- 
gin, rechts Prinz Eduard Sitzend, zu den Seiten stehen gie Prin- 
zessinnen Maria und Elisa eth. Au der 'l'hiii-e ist der arr mit 
einem. Eselshopf, an der anderen Seite eine Dienerin. Dieses Bild 
ist im "Verzeichnisse der Malereien Cai-Ps ohne Namen aufgeführt, 
Dr. Waagen aber glaubt, es könnte ein Hauptbild Holbeiifs ge- 
wesen seyn. In der Sammlung Carl's I. waren auch die erwähn- 
ten Bildnisse des "Erasmus un Frobenius, König Heinrich VIII. 
in einem Rund, i; Z. Diarn.; derselbe in einem Rund von 2 Zoll 
Durchmesser; ein Gentleinan in schwarzer Miitze, 1 F. 3 Z. hoch, 
1 F. breit; ein Gentleman aus Cornwallis mit spitzem Bart und 
Händen, im Grunde Landschaft, H. t F. 63 Z., Br. 1 E; ein 
Iiaufnianndin schwarzer Mütze und Kleidung, im Igeglrill einen 
Brief mit ein Messer zu öffnen, 2 F. hoch, 1 F. 7  reit, Im 
Jahre 1758 soll dieses Bild Dr. Mead besessen haben. 
In der Sammlung Jakobä II. war ein Bild, das im alten Ver- 
zeichnisse als Darsäellunä von Maria, Christus und anderen Per- 
sonen erwii nt wir , iiaci Waa en's Vermuthun das Gemälde mit 
Christus als Gärtner und der Mä dalena, deäießg Passavant in der 
Iiunstreise durch England als in äiensington befindlich erwähnt. 
In der in England verkauften Gallerie Orleans war das Bildnis: 
von Gysset und noch ein anderes Bildniss. 
Bei Fiorillo sind noch mehrere Werke dieses Meisters in Eng- 
land verzeichnet. Viele hesass A. de Loo und Graf Arundel, 
doch waren sie, nach der Bemerkung des Dr. Waagen zu urthei- 
Ien, wohl nicht alle ächt. Graf Arimdcl hatte neben einer bedeu- 
tenden Anzahl von l-Iolbciifschen Gemälden auch ein kleines Buch 
mit 22 Blättern mit der Leidensgescliichte des Ileilandes. D_er 
Iiunstliebhzilier A. de_Loo kaufte die Malereien Ilolbcids _nni 1e- 
deii Preis. Er hatte die Bildnisse des Astronoinen Nicolaus Iiratzer, 
von Th. Croimvell, nachher Besitzthum der Orleanäsohen Samm- 
lung; des Erasmus, ldes Erzbischofs von Canterbury, und ein be- 
rühmtes Bild in Wasserfarben, das die Familie des Grossltanzlei-s 
Thomas Morus vorstellt. Von diesem Gemälde sollen vier Copien 
in England gewesen seyn. 
verbrannt sind die Bilder, welche den Triumph des lleichthums 
und den Stand der Aririiith vorstellen. Ziicchcro hat sie X574 in 
London copirt, und dessen Zeichnungen davon wurden von Mc- 
cliel in Kupfer gestochen. Letzterer lsoll aber den Charakter der 
Originale nicht getreu wieder gegeben haben. Ein llaub der Flam 
iiien wurde auch das von Sandrart belebte Bildniss einer iDanie 
iii schwarzen und weissen Sainnit bekleidet, ehedem iiii Cabincte 
des Lord Pembroche bewundert, und Heinrich VIII. auf dein 
Throne, wie er den Wundiirzteii ihre Privilegien erthcilt. Dieses 
Gemälde, Welches sich in der Halle der Wundürzte befand, hat 
ebenfalls Zucchero copirt. 
Ein groräses äiilcl Hnlbcin's, das zu Bridcwvcll- aufgestellt wurde, 
schildert er! iöiiiu- Eduard VL, wie er dem Lord Mai or eine 
Urkunde iiberreichtb, und zwei andere Gemälde mit all-egyorischeir 
Figuren, in den Steal yards soll ebenfalls Holbeiii gemalt habe!!- 
Ileinrich VIII. war des Iiiinstlers besonderer Giiiiiier, und die- 
sen Fürsten hat er gewiss öfter gemalt, doch sind nicht alle Bild- 
nisse dieses wankelmiithigen Königs, die sich linden, V00 Seiner 
Hand. Ob Holbein auch ienen Lord, den er die 'I'rßPpe hinun- 
tergeworfen, weil er nngestiiin in sein Zimmer eindringen wollte.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.