Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1733483
Hoefel, 
Blasius. 
2M 
Im Jahre 1811 lief Hoefefs Contraht zu Ende, und bald darauf 
auch das Leben seines Freundes und Wohlthäters Mark, dessen 
'l'ochtci' er 1815 heirathete. In demselben Jahr bekam er den Son- 
nenfelsischen Preis, undnun gab er das Miniatur-malen gänzlich 
auf, um sich ausschliesslich auf den Iinpferstich zu verlegen, vor- 
züglich im Portraitfaehe. 
Die erste, vorzügliche Leistung war das Bild der Kaiserin Tiii- 
nigin, das dem höchstseligen König Max von Bayern zugeeigtiet 
ist, wofür der Iiiinstler mit einer goldenen Medaille und einem 
Rundschreiben belohnt wurde. Sehr gelungen ist auch das Bildniss 
des Grafen Mittrowsliy. Im Jahre 1820 wurde er Professur der 
freien Handzeichnung an der Neustädter Militärakademie und später 
nahm ihn die Alaademie der Iiiinste in YVien unter die Zahl ihrer 
Mitglieder auf. Hoefel ist derjenige Iiiinstler, durch den sich die 
Iiunst des Formschnittes aiif eine bedeutende Hohe schwang. Er 
machte wichtige Entdeckungen im technischen Theile derselben, und 
es gelang ihm sogar das Elfenbein zum Schnitte zu benutzen. Er 
brachte die Xylographie auch bei militärischen liuustfiichern, bei 
Vorfertigung von Charten, Plainen u. s. w. in Anwendung. Durch 
die Aufnahme von Llolzschnitten in Bauer-la's Theatcrzeitung ist 
es ihm gelungen, eine Schule dieser Kunst zu gründen, und meh- 
rere geschickte Künstler, wie Iäuemann, Tepplar, Zastöra, Seipp 
u. a. sind bereits aus ihr hervorgegangen.  
Im Jahre 1853 ahmte er die von den Engländern erfundene Manier, 
Abdrücke von Münzen und Medaillen mit grosser Genauigkeit in 
erhaben scheinender Art mittelst einer Maschine zu verfertigen, mit 
grossem Gliieke nach, und 1834 erfand er eine sehr einfache schä- 
tzenswerthe Methode, Originallinpfershche, Holzschnitte und Stein- 
driiche ohne Veränderung der geringsten Eigenthiiinlichlseit dersel- 
bcn in einem beliebigen verkleinerten Nlaassstal; wiederzugeben. 
Als Resultat seiner Erfindung einer nuinismatischen Maschine er- 
schien von 1855 an im Vereine mit Iiunstfreunden ein Werk unter 
dem Titel: Oesterrcichs Ehrcnspiegel, welcher Portraite in erhabener 
lYlanier darstellt, nach der Zeichnung des k. h. Iiaminerinerlailleurs 
J. I). Biihm. Zuerst erschien das Portrait des jetzt regierenden 
Kaisers und der Kaiserin, zum Andenken der Hulcligungsfeier den 
14. Juni 1855.  
1) Das Bildniss des Kaisers Franz, fol. 
2) Das Bildniss der Iiaiserin Königin, dessen Gemahlin, das erste 
gelungene Werk des liiinstlers, dem höchstseligen Iiiinig Max 
von Bayern zugeeignet; fol. 
5) kirzherzog Johann als Gemsenji-iger in Steyermarls, nach Kraft. 
4) Der Erzherzog liudulph, Cardinal und Erzbischof von Oliniitz, 
im Ornate. 
5) Erzherzog Budolph von Oesterreich. ' 
o) Graf Anton Mittrowsky, Gouverneur in Schlesien. ' 
Alle diese Blätter sind in griisserem Formate, als: 
7-15) die Bildnisse der Erzherzoge Palatinus und Johann; von 
Ladislaus Pyrker, jetzt Erzbischof von Erlau; F. M. Baron Fa- 
ber; Sophie Schröder; Dr. Scherer; Castelli; Rath Andre; Pe- 
ter liraft etc. 
16) Der liaiser Franz; punlatirt, in d. 
17) Die Kaiserin Gemahlin, punlstirt, in 4.  
'18) Kaiser Alexander.- 
19) Ludwig der XVIII. von Franhreileh. 
20) furst Carl von Schwarzeuberg. 
21) Fürst von Bliicher. 
 '14 li
        

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