Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1733361
HittorE,  
J akol) 
Ignaz." 
199 
1814 Belanger seine Stelle eines lsiinigl. Architekten der Feste 
und Ceremonien des Hofes wieder antrat, und die grossen Vorbe- 
reitungen zu dem Einzuge Ludwigs XVIII. leitete, vertrat Kimm-ff 
"die Stelle eines Inspektor: dieser Arbeiten, welche in Errichtung 
mehrerer Triumphpforten und Säulen und in der Wiederherstel- 
lung der kolossalen Statue Heinriclfs IV. nebst zwei Friedenstem- 
pcln bestanden, HittorlT hatte als Inspektor auch Antlieil M! allen 
Vorbereitungen fiir die Feste und (Zeremonien, welche Belange: 
bis zu seinem Tode ausfiihrte, und dann wurde er an dessen Stellß 
zum ltiinigl. Architekten ernannt. Bei Belanger lernte er auch den 
geschickten liunstler Lecointe kennen, und dieser war anfänglich 
sein Leiter und Freund, dann Mitarbeiter während eines Zeitraums 
von 11 Jahren. Sie veranstalteten in St. Denis die (Zeremonien 
zur Beisetzung des Prinzen von Condö, des Herzogs von Bern und 
Ludwigs XVIII. Ferner decurirten sie die Cathedrale Nette-Dame 
bei Gelegenheit der Taufe des Herzogs von Bordeaux, Worüber 
ein eigenes Werk: Recueil des decorations et descripticn du 
bapteme, Paris 1827. t'ol., Rechenschaft gibt. Dann leiteten sie 
die Feierlichkeiten bei der Krönung IiarPs X. in Bhcirns, und 
auch das Theater Favartl und de Paxnbigu comiqite ist sein Werk; 
letzteres ganz von Quadern mit eisernem Dachwerk, Dann gab 
er den Blau zur Restauration der Kirche St, Remy zu Piheims, zur 
Erbauung des Monuments des Herzogs von "Berri, zur gothischen 
Grabkapelle der Herzogin von Curland und zu einem Springbrun- 
nen der Place de la Coneordie. Lecointe half ihm bei allen diesen 
Arbeiten, und auch an den Zeichnungen für das Prachtwerk über 
die lirönungsfeier Iiarl X., dessen Vollendung aber die Ereignisse 
des Jahrs 1850 unterbracl-ien. Ueberdiess führte Hittorlif in Paris 
mehrere Privatbauten, und für seine Vaterstadt machte er den Plan 
zu einem Theater und zur Errichtung eines Museums. Zwischen 
diesen Arbeiten machte er mehrere Reisen durch Deutschland und 
England, wo er sich besonders mit dem Studium der Gebäude des 
Mittelalters und jener der wiederauflebenden Kunst beschäftigte. 
Ein Gleiches that er in Italien, wo er in allen wichtigen Städten 
verweilte, und ein besonderes Augenmerk richtete er in Sicilien 
auf die ältere und neuere Architektur jenes Landes. Er blieb 
neun Monate in Sicilien, und bei ihm war sein Schüler Zänth 
und der junge Architekt Stier, den er auf eigene Kosten mitge- 
nommen.  Seine Zeichnungen von Monumenten aus allen Epochen 
belaufen sich über 1000; Hauptarbeit bleibt die genaue Aufnahme 
 von den berühmtesten Städten Siciliens und die Vermessung von 
vielen antiken Tempeln und anderen Denkmälern des Altertlmms, 
von mehr als 50 Gebäuden aus dem g. bis zum V13. Jahrhundert.  
Als Resultat des eindringlichsten Fleisses und der höchsten Ge- 
nauigkeit sind folgende Werke zu betrachten, die selbst das engli- 
sche Prachtwerk von Wilkins zurücklassen: 
1) Architecture antique de la Sicile etc. Bar J. Hittortf et L. 
Zanth. Paris 1826-1850. 5 Voll. fol. 
g) Architecture moderne de 1a Sicile etc. par les meines. Paris 
1826-1850. Ein Band in fol. 
Eine genaue Anzeige dieser Werke findet man im Hunstblatt 
1831, Nru. 76, und von besonderem Interesse ist'in der {Xrchi- 
teeture moderne seine Ansicht über den Ursprung der gelblichen 
Baukunst aus der saracenischen. 
Neben den genauen Forschungen in Bezug auf Constrüßtiün und 
äussere Form der griechischen Gebäude rii-ht-re Ilittortf auch ein 
besonderes Augenmerk auf den Gebrauch der Farben als charakte-
        

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