Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1733213
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Hilton , 
William. 
diren , und nach seiner _Riickkehr malte er in der k. Rßgi_ 
dem, im sogenqnnten Iiomgsbau. Ven Ihm rühren im Ankleide_ 
mimmet de; Igönlgs 27 Getnälde aus Arlstophanes her, nach Schwan- 
thalefs Entwurlen, und Hiltensperger wusste slch ganz in den Geist 
der fremden Compositiun zu finden. Alles wes jener berühmte 
Bildl-iauerhur angedeutet, hat der Maler kräftig"atlsgesprochgn. 
und die komischen Charaktere mit hewunderungsivurdiger Freiheit 
und mi__t Leichtigkeit durchgeführt. Dazu kommt, {dass diese Bilder 
namentlich die Fresken darunter, hinsichtlich de; Colorits zu da; 
gelungensten Werken neuerer Iiunst zu rechnen sind. Ihm und 
Streidel gehört auch der grösste Theil der Bilder aus Hesiud im 
Vorzimmer (lESVKÖDlgS an, die ganz in enkanstischer Weise auh 
geführt sind. Ferner hatte er Antheil an der Ausführung der Bi1_ 
der nach den homerischen Hymnen im Service-Saale des Königs, 
nach Entwürfen des J. Av. Schnorr, des Schöpfers der Bilderreihen 
aus den Niebelungen. I   
Hiltensperger wwiihlte München zu seinem Wohnsitze. 
HIIIOII, VVllllaItl, Historien- und Bildnissznaler zu London, einer 
 der berühmtesten claselbst. Er ist mit reichem Talente begabt, 
und seine Erzeugnisse gehören zu den besten, welche in unsere;- 
Zeig; zu London geliefert wurden. Hilton wahlt nnevorliebe va_ 
terliindische Gegenstände zur Darstellung, _und hierin odenbaret 
 - er noch grössere Freiheit und Iiratt des Pinsels, mehr lvahrheit 
und Natur, als W. Etty. Zuweilen entnimmt er seine_ Scenen 
auch den Dichtern, immer aber weiss er die Sache von einer e]e_ 
ganten und auch von munterer Seite aufzufasssen. Eines seiner 
besten Werke stellt Sir Calepine vor, wie__'er Serena rettet (SPen_ 
cers Fairie Queen, Cant. VIII). Schon fruher, im Jahre, 1821, he- 
wunderte man seine Darstellung der Ruckkehr des Ulysses, und 
im fdgenden Jahre zog die Jag des calydonischcn ElJers an. Im 
[fahre 1325 brachte er_die_Dornenkr0nung zur Ausstellung, ein 
Bild von hohem Pathos, mit 12 fast lebensgrossen Haupttigiig-en, 
meisterhaft ausgeführt. Im Jahre 13551 findet man auch die Ei-]ö_ 
sung des heil. Petrus aus dem Gefangnisse als eine seiner besten 
und glänzendsten Cuinpositionen _geruhmt. Das Bild ist trefflich 
angeordnet, die llllannichfaltigheit der Qharalitere bewunderungs- 
würdig und die Wirkung außerordentlich. Dieses Gemalde geh 
reicht denenglischen Schule zur grossten Ehre. _Y0n seinem Sir 
Calapine, dem erwähnten gleichzeitigen Bilde, hCliSlZ es, dass es 
eben so schön und geistreich erfunden, als ausgefuhrt sei. Die 
Färbung soll trefflich und die Carnation von besonderer Zartheit seyih 
Sei-ena und ihr Befreier sind lääide amuuthige Gestalten, und letz- 
terer auch noch ein kräftiger ann.   
Als trefflich wird auch das Bild gxeä-rühmt, welches Venus von 
stellt. wie sie den Amor entwaffnet.  Essex hat es meisterhaft 
Ä aufEmail copirt. Im Sitzungssaale der Akademie ist sein Gani- 
med zu sehen, und 1835 brachte er Iiebecca mit Ahrahanfs Diener 
zur Ausstellung, ein seines früheren Rufes würdiges Bild. 
Hilton ist von eineinlebendigen, dichterischen Geiste beseelt 
und überall odenbaret er den reinsten Geschmack. Seine Figuren 
sind gut gezeichnet und zu lebendigen Gruppen vereiniget. Die 
Färbung ist reich und glänzend, vielleicht nur zu sehr dem eng- 
nschen Geschmache fröhnend, der sich häufig im bunten Flitter- 
 gefällt. Mehrere von Hiltoifs Bildern werden auch der Färbung 
wegen ganz besonders erhoben. So wird sein__Comus mit dei- 
Dame im bezaubernden Stuhle ein Bild voll gluhenden Pranke;
        

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