Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1733098
172. 
Hicanus. 
Hickel , 
Joseph. 
2) Vue de la fontaine des Iunocens. 
3) Vue de la fontaine du Chätelet. 
4) Vue des salles du Musee, in Clarads Musee de sculpture au. 
 tique et moderne. 
5) Le Baptöme du Duc de Bordeaux. 
Hlcanus: alter Bildhauer, den Plinius zu denjenigen rechnet, die 
Athleten, BewaEnete, Jäger und Opfernde darstellten. 
{lächeli Joseph, Bildnissrualer, der 1154 zu Böhmisch-Leipa  
'boren wurde. Nachdem er unter Leitung seines Vaters mit den 
Anfangsgründen der Iiunsl: vertraut geworden war, ging er zu sei. 
ner weiteren Ausbildung nach Wien, und hier fand er in der 
Folge auch sein Glück. Seine Bildnisse fanden grossen Beifall, 
und daher liessen sich auch die hohen und höchsten Herrschaften 
von ihm malen. Kaiser Joseph II. soll ihm fünfmal gesessen seyn, 
J. C. Schwab hat ein solches Bildniss des Monarchen gestochen, 
Das Bildniss des Erzherzog-s lYlaximilian hat F. W. Gmelin ge- 
stechen, und jenes des Fürsten Wenzcl von Lichtenstein brachte 
J. Ph. liilian in Iiupfer. Ueberiliess malte ex mehrere Mitglieder 
der k. Familie, Minister und Geenerale, und für den Kaiser stellte 
er mehrere Schauspieler und Schauspielerinnen in ihren Rollen 
dar, die dann in einem eigenen Cabinete aufgestellt wurden, Im 
Jahre 1763 schichte ihn Maria Thcresia nach Italien, um die Pur- 
traite der in Mailand, Parma und Florenz befindlichen hohen Per- 
sonen zu malen; 
Hickel war k. k. Hof- und Iiammermaler, Mitglied der Akade- 
mien zu Wien und Florenz, und 1807 ereilte ihn der Tod, nach- 
dem er mehr als 5000 Bildnisse gemalt hatte. Er malte mit grosser 
Fertigkeit, und seine Färbung ist kräftig. Dabei rühmt man die 
Aehnlichkeit seiner Personen, die er meistens handelnd einführte. 
Dlabacz verzeichnet 54 seiner berühmten Bildnisse der höchsten 
und hohen Personen.  
Hlükßl, AIIIOII, Historien- und Bildnissmaler, Bruder des Obigen, 
wurde 1745 zu Böhmisch-Leipa geboren, und schon im 101 Jahre 
kam er zu seinem Bruder nach Wien, wo er neben dem Unter- 
richte desselben auch jenen der k. k. Akademie genoss. Im Jahre 
1777 ging er durch Tyrol und die Schweiz nach Frankreich, wo 
er zu Paris viele Bildnisse malte. Die unglückliche Königin und 
ihre beklagenswerthe Freundin Laznballe waren ihm zu verschie- 
denen Bildnissen gesessen. Beim Ausbrüche der französischen Re- 
volution ging er nach England, wo er 1793 das colossale Bild be. 
ganu, welches das Unterhaus mit Q6 lebensgrosscn Portrailfiguren 
vorstellt. Dieses Gemälde, das er in zwei Jahren vollendete, grün- 
dete seinen Ruf in England und setzte ihn auch besonders bei 
Pitt und Fox in Credit. Man bot ihm eine ansehnliche Summe 
dafür, doch liess sich der Künstler nicht bewegen, es abzulasscn. 
Er nahm es neben anderen mit sich nach Hamburg, wo ihn 1793 
den _Tod erreichte. 
DIESE!" jüngere Hickel hatte ebenfalls den Titel eines k. k. Huf. 
malers. Er malte Bildnisse, unter denen jenes von lilopstoclt, das 
Hucli gestochen, eines seiner besten und vollendetsten seyn soll. 
Dann nlalte er auch Historien und Genrestücke, die häusliche See- 
nen, spielende Iiinder u. s. w. darstellen. Diese Bilder fanden 
grossen Beifall. Sie sind charakteristisch, gut gezelchnet und 
warm von Färbung. H. Sinzenich stach nach ihm eine Cassandra. 
lfllcltßl, JOSC-Ph, Maler von Schrobenhausen in Bayern, wo er
        

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