Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1732797
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Heschler, 
David. 
Hess , 
Carl 
Ernst 
Christoph; 
Heschler, David, Bildhauer zu Ulm, der Schüler seines Vater 
Sigmund, arbeitete sehr gut in Elfenbein, Basreliefs und ganz 
Figuren. 
Von Sigmund Heschler ist die Kanzel der heiligen Geistkirch 
zu Ulm. Die Lebensverhältnisse beider Künstler sind unbekannt 
selbst Weyermann konnte über sie nichts finden. Sigmund ist de 
ältere, und diesen lässt Zani, Encyclop. method. X. 578 um 14m 
arbeiten. David's Lebenszeit bestimmt er um 1540- 
Heschler) Slgnlütld, S. den vorhergehenden Artikel"  
HGSghG, B. de, Kuyfersteeher, dessen Lebensverhältnisse unbe. 
kannt sind. Geistreiche Blätter von seiner Hand sind in der Schrift 
Pietra del Paragone. 
HBSS, Carl Ernst ChTlStOPh, Kupferstecherl, Professor an de, 
königlichen Akademie der bildenden Künste in München, gebt). 
rcn zu Darmstadt 1755, gestorben zu München 1828. Zum Hand. 
werke eines Schwertfegers bestimmt, trat er zu Strassburg in die 
Lehre, und schon hatte er zwei Jahre in drückender Nuth hinge. 
bracht, als ihn der Medailleur und Qoldciseleur Hohleisen, sein 
Schwager, nach Mannheim kommen liessfund ihm Anweisung in 
seiner Kunst gab. 'Er machte rasche Fortschritte in seinem Fache, 
und fing schon an, aus natürlichem Antriebe an den Jnstrumentcn, 
Gefässeu, und Waffen, die er fertigte, mannichfaltige Verzierun- 
gen und andere Gegenstände einzugraviren. Der König Ms- 
ximilian von Bayern erhielt zu jener Zeit als Jüngling einen 
Hirschfiinger, auf welchen eine Jagd von Hess gravirt war, 
 'Nun widmete er sich den zeichnenden Künsten mit aller Anstren- 
gung und wendete sich der Iiupferstecherkunst zu, musste aber 
anfänglich aus Vermögenslosigkeit sich durch den Stich von Wech- 
selformularen und anderen unbedeutenden Blättern seinen täglichen 
Unterhalt zu verschaffen suchen. Zu gleicher Zeit machte e;- 
einige Versuche in Figuren und Landschaften und verfertigte 
nach und nach mehrere kleine Blätter mit der Radirnadel , welche 
ihn allmählig als Iiupfcrstecher bekannt machten. Im Jahre 1777 
kam er nach Düsseldorf, um an dem Galleriewerke mitzuarbeiten, 
und einige Platten nach Rembrandt gefielen so wohl, dass e;- 
schon 1780 zum ausserorclentliehcn Mitglied der dortigen Aläade- 
mie ernannt wurde. kSein Ruf verbreitete sich von nun an mit 
grüsster Schnelligkeit. Im Jahre 1'182 wurde er zum pfalzbayri- 
sehen Hofltupierstecher und in dem nämlichen Jahre zum wirlili- 
chen Professor der Akademie ernannt. Im Jahre 1787 besuchte er 
endlich Italien, um sich in seiner Iiuust zu vervollkommnen, blieb 
aber stets im Verkehr mit mehreren der ausgezeichnetsten Män- 
ncr Deutschlands. Nach seiner Zurückkunft begab sich Professor 
Hess zum zweitenmale nach Düsseldorf, um das von Green aufs 
Neue begonnene G-alleriewerk mit Bartolozzi u. a. zu Ende zu 
brillgßn- Dem damaligen Geschmacke gemiiss musste der Künstler 
in der Punktirmanier arbeiten. Die vorziiglichsten Blätter, die er 
7-11 dem Werke lieferte, und welche damals seinen Namen weiter, 
und hauptsächlich in England bekannt machten, waren die Him- 
melfahrt Mariä nach Guido, der Marktschreier nach Gerh. Dow, 
das Portraitdes Rubens mit seiner Frau, welch letzteres Blatt unstrei- 
tig zu den besten und strengsten gehört, die jemals in dieser 
Manier verfertiget worden sind. Auch radirte er damals noch 
mehrere Blätter. 
Hess" 
verlebte 
mehrere 
Jahre 
im 
Kreise 
der 
ausgezeichnetsten
        

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