Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1732504
Hensel , 
Georg. 
Hengstehburgh , 
Anton. 
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ben ist dieses Bild in den erwähnten Berliner Nachrichten, Auf 
diesem Gemälde sind herrliche Figuren und in denselben Fülle 
und Reichthum. In der Carnation, im Wurf der Gewiinder, in 
Lichtvertheilung, in Helldunkel und Farbenglanz sucht dieses Bild 
Seines Gleichen. 
Die Werke dieses Künstlers sind zahlreich, da er ungemeine 
Gewandtheit und Leichtigkeit der Erfindung besitzt. Er hat reiche 
Phantasie und ein ausserordentliches Talent für Compusition. 
Dabei erfreut auch die kraftvolle, markige Behandlung. Die Ge- 
genstände seiner Werke sind mannichlhch, da er in jedem Gebiete 
als Meister erscheint. Auch trellliche Zeichnungen hat man von 
seiner Hand, in Stift und Sepia. Wir erwähnen nur noch derjeni; 
gen, welche er zu 'I'ieclx's Genofeva ausfiihrtß. 
Gegenwärtig ist er mit einem grossen Bilde heschäftiget, welches 
Christus in der Wüste vorstellt. 
Noch müssen wir bemerken, dass dieser Künstler auch Vorsteher 
eines Schüler-Ateliers ist, aus welchem bereits geachtete Iiünstler 
hervorgegangen sind; zwei der vorziigliclxsten, Iiaselowslsy und 
Moser, haben in ölfentlicher Concurrenz die italienischen Reisesti- 
pendien errungen. In seinen Schülern ist das grossartige Streben 
des lYIeistcrs unverkennbar. 
 Von seinen Gedichten kann man in jener Sammlung lesen, die 
unter dem Titel: Bundesblüthen, erschien. 
HGIISCI, GCOTE: _Lilhograph zu Berlin, ein Künstler, der in jun- 
gen IahfQD Starb, "nach 18.32.4 In diesem Jahre lithographirte er 
das B1ldn1ss dee Konlgs von freiissen. Auch den Johannes nach 
Dominichino zeichnete er auf Stein: 
Dieser Hensel ist mit dem berühmten Wilhelm Hensel nicht 
verwandt.  
Hensel, ILIaIIS, Iiupferstecher oder Goldschmied, dessen Lebens- 
verhältnisse unbekannt sind. Man findet die Initialen seines Na- 
mens auf Blättern mit Verzierungen in verschiedener Form. Diese 
Arabcslien sind aus Schwarz erhoben, mit einer sehr dicken Farbe; 
öfter mit Blätterwerk, mit Vögeln, Früchten etc, umgeben, und 
sehr gut ausgeführt. Einige dieser Blätter, 4 Zoll hoch und 2 
Zoll 8 Linien breit, sind numerirt, andere sind etwas kleiner. 
Auf die Blätter setzte er dielnitialien H. H. oder I. H" auch Sei- 
nen Namen: Hans Hensel von Sagen Inventur Fecit. Auch die 
 Adresse von B. Caimox oder P. Ew. ex. steht darauf. Nach der 
Jahrzahl zu schliesscn hat der Künstler um 159g gearbeitet. 
Hengstenburgh, Hermann, Maler von Hoorn in Nordholland, 
wo er 1667 geboren wurde. Anfänglich copirte er Landschaften 
und Vögel nach P. Holsteirfs Gemälden, und 1683 fand er end- 
lich bei J. Bronlshorst gedeihlichen Unterricht. Erimalte fortan 
Vögel, auch Früchte und Blumen, mit grosser Sorgfalt undden 
schönsten Farben. Diese sind mit Wasser angemacht, aber von der 
liraft der Oelfarhen. Viele seiner Bilder sind auf Papier und Per- 
gament ausgeführt, blieben aber lange unbekannt, bis endlich M. 
Terwesten die Liebhaber auf seine Kunst aufmerksam machte. _Sel- 
neu Unterhalt verschaffte ihm grossenlheils die Pastetenbäßkereh 
Dieser Hengstenburgh starb 1726. 
Hengstenburgh, Anton, Maler und Sohn des obigen, dm er in 
der Iiunst und in dem Handwerke fdlgte._Sein Todeäjahr ist 1111-. 
bekannt. 
Nagleräslliünstler-Lex- V 1. Bd- 3
        

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