Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1732417
104 
Henning. 
Henning . 
Adolph. 
Henning, Iiupfersteciilierä dessen Lebensverhältnisse wir nicht ken- 
nen. Von seiner an ist: 
The Canterbury pilgrimage, nach Stotliartl, in Collzfs Weise. 
Henning, Adülph, Historienmaler, wurde _t80g zu Berlin geboren 
unrLPd? er schien lfrulie Lust zur Malerei haltte,hiii der Schule 
des ro essors aci heran ebildet. Er verwei tc ier von seinem 
15 bis zum 23 Jahre, und gtlallll ging er nach einem dfClmO!lHlll-' 
ßhell Aufenthalte in Düsseldorf in Begleitung des Malers Mücke 
ngßll Iltzllien. Gegen das Ende des Jahres 1835 lwllfle Henning 
 ü er aris wieder ins Vaterland zuriicls und nun liess er sich in 
Berlin häuslich nieder. i 
Unter Waclfs Leitung malte er drei Bilder: das Kind mit dem 
Schutzengel, den "Abschied Christi Von den Marien, und_0cdip 
von Antigene gefuhrt, alle tur den Iiunstverein in Berlin be- 
stimmt. Das letztere schildert den Moment, wie die treue Tochter 
Antigene, den blinden König und Vater nach Athen führend, ei- 
nen steilen Hohlweg hinabsteigt und Elotzlich den Vater schutzeiid 
vom Abgrund zuriickliält. Das Ganze ist hoch poetisch, dem Sinne 
der Mythe geniäss aufgefasst und im ernstenyedlen Style seiner 
Schule aufgefasst. Die Gestalten sind edel, der blinde Iiönig, den 
eine schwere, unverschuldete Schuld druckt. iiii kräftigsten höheren 
Mannesalter gehalten. Die_Gewar_icler sind sehr schon, die Falten 
reich und malerisch, mehr in ruhigen Massen vcrtheilt, als klein 
und gebrochen. Dieses Bild ergreift durch die Hoheit des Gedan- 
kens und durch die Harmonie der Composition. In seiner Dar- 
stellung von Philemon und Baucis nach Ovid rang der liiinstler 
1850 um den Preis, der die Mittel zur liuiistreise nach Italien 
sicherte. Sibert erhielt ihn, aber auch Henning's'Bild ist trelflich 
in der Gruplairiing,_ und in Vertheilung und Anwendung der Far- 
hen jenem sogar überlegen. Im Heiiningäclien Bilde ist mehr 
Poesie.  
Das letzte Bild vor seiner Abreise von Berlin, ebenfalls ein tretl- 
liclies Gemälde, stellt eine Mutter mit zwei liinclern dar die vor 
dem Altare beten. Dieses Werk besitzt der König von,Preussen. 
In Rom malte Henning für den Berliner Kunstverein eiii nicht 
weniger bes rochenes Bild, als seine Antigene. Dieses kräftige 
Gemälde stellt Achill und Tlietis vor, nach dem ersten Qesange 
der älials). Das Mägdlein ging ungern mn. dannen, lila-iss; es; 
Achi a er sitzt mit thränendem Auge ain eere zorni" (ie aiist 
ballend über seine Weichheit, ungewiss, was er ,in Seltijßlll thateii- 
durstigen Schmerze beginnen soll, als die geliebte, Erscheinung 
der Mutter den Kampf entscheidet. Die Worte: was weinst du, 
 was betrübt die Seele? bewegen ihn, sei-nein Herzen Luft zu ma- 
chen und seinen Unfall zu erzählen. Dieses Bild ist in gutem 
akademischen Styl gemalt, grossartig und correlit, voll weichen 
lieiäes uns laartendLebgnsl in Stllgyölllfilxliltllliell. glNöiiiäcr gewäirrllgedt 
ist ieses i in en er iner ac ric i eii 1 5  ro. 22 , un 
in dem Bericht über die Berliner Iiunstausstellung 1856 S. 15- 
 In Rom malte er'aucli das Gemälde mit den zwei Ordeusgeist- 
lllrben, welche die Gräfin Drhna erwarb; und den David als Hir- 
tenllsnäbeniqin dem Augenblicke dargestellt, wie er in lßlcegeistc-rilänlg; 
nacl er arfe greift. Dazu kommen noch mehrere  emßvß i- 
der, meistens geistlichen Inhalts; die Darstellung eines itillieni- 
sehen Mädchens, das sich das Haar lDJCllt, und mehrere andere 
Geiirebilder. Auch Bildnisse malt dieser Künstler, und die Bilder 
dieser Art zeichiiexr sich durclrmarlsige und liraftviolle Behandlung 
nnus. Irii Colorite sind sciuc Bilder ebenfalls trctllicli.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.