Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1732383
Ilennelqergcr, 
Hans. 
Henneqüin , 
PhiliPP 
Augustin- 
101 
Henneberger, HEHIIS, Maler, der um 1690 im Dienste des Pfeu5. 
sischen Hofes stand. Er malte Wappen, deren Bernoulli auf der 
Walleurodischen Bibliothek sah.  
Heuneberger, Andreas, v. S1. Heneberger.  
Hßnnequm; Phlllpp Augußtln, Historienthaler, geb. zuLyon 
1765, gestß zu Tornay 1855. Er machte schon in der Zeichen- 
schule-seiner Vaterstadt reissende Fortschritte, und daher honIllß 
er es zu Paris schon in jungen Jahren wagen, bei den besten 
Meistern Zutritt zu suchen. Zuletzt kam er zu David, und dic- 
ser zählte ihn unter seine besten Schüler. Es wurde ihm auch 
der grusse Preis der Malerei zu Theil, worauf er nach Italien 
ging, um seine Studien fortzusetzen, alleiuerst nach seiner Ruck- 
laehr machte er als Künstler Aufsehen, mit einem 15 F. langen und 
12 F. breiten Bilde, welches den von den Furien verfolgten Orest 
vorstellt, ein VVerls, das auf mehrfache Weisebesproehen WTIPKlE. 
In dem Coup d'oeil sur le salon de l'un VIII. paar Ermenard heisst 
es. dass sich dieses Bild dem reinen und ernsten Styl der alten 
italienischen Schule nähere, und auch Landon (annales I. 215) 
gibt ihm ein unbeschränktes Lob und zugleichflen Umriss Tvlaix 
ersieht aber daraus keineswegs jene Grossartiglsert der Coinpositioix, 
die andere französische Kunstrichter preisen. Die-Anordnung das 
Gemäldes ist nicht deutlich genug, und das Coloritjerkaunten auch 
die Franzosen nicht als dnrchgehends wahr. Der Ausdruck der 
Köpfe ist fast übertrieben, und manche Stellung demgemäss. Die 
Figur der Clytemnestra tadelte man als zu colossal, und dabei cr- 
scheixlt sie zu jung, um Orestes Mutter vorstellen zu können. 
Uehrigens offenbaret sich in diesem Bild eine reiche Phantasie; in 
nochihöherem Grade aber in dem, welches den 10. August mit seinen 
schauderhaften Ereignissen oder den sogenannten Triumph des fran- 
ziisischen Vollis vorstellt. Der General Dcsaix rühmte damals im 
Corps legislatif desswegen den Patriotismus und das Talent des 
Künstlers. , 1 
Irlcnnequin musste in Folge der Revolution Italien bald verlassen, 
worauf er in Lyon Zuflucht suchte. Doch hier wurde der Iiiiust- 
ler den 27, Juli 1'294 eingekerhert, und gleiches Schicksal traf ihn 
auch ihn Paris, Wüllill. er entflohen war. In dieser Stadt wurde 
er vor die Commission des Templc gestellt, und nur einem Kunst- 
freunde hatte er seine Rettung zu verdanken. In Freiheit gesetzt 
malte er jetzt den von den Furien verfolgten Orestes, und auf 
dieses Bild. folgten mehrere andere , die ihm Achtung und Beifall 
erwarben. Irn Museum führte er ein Plafondgemälde aus, und von 
 seinen Schlachtgemiilden stellen drei die Schlacht bei "Nazareth, 
bei den Pyramiden und bei Quiberon dar. Seine Schlacht bei Na- 
zflrßth geirann zwar nicht den ausgesetzten Preis von 12,000 Liv., 
sie 10g. aher noch mehr die Aufmerksamkeit auf sich, als das Preis- 
bild- Diese Bilder fanden ihr Lob und ihren Tadel, und in der 
Schlachtdiei den Pyramiden Wvollte man Ivor lauter Verwirrung; 
laeinßll Rllllcpunltt finden können. Nachtheilig ivar ihm besonders 
 die Nähe der ähnlichen Darstellung von Lejeune, welches durch 
die schone Anordnung und die Wärme des Colurits ansprach. 
Heuncquiu wusste ebenfalls kräftig zu colorircn , doch hat er sich 
hierin nicht nnmef gleich gezeigt. Unteridcn historischen Bildern 
' erwähnt man aus jener Zeit seine Elektra, im Schmerze an ÜFCSWS 
Schulter gelehnt. Hßllnequin war auch einer jener acht Künstler. 
(lcneil Napolcon den Aultrag erthciltc, für den Salon von 1_803 
91110 lälolge von grossen Bildern mit Darstellungen der Ereignisse 
aus dem Feldzngc gegen Deutschland zu malen-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.