Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1732364
Henne , 
Erh. 
Siegfried. 
99 
tdige Männer jener Tage darstellen, sein Brod verdienen. Allein a" 
Erwerb war dennoch kärglicb, und so sah sich 1808 dßr Künstler 
genöthiget, in Braunschweig und bei seinem Neffen, dem Ober- 
arntmanne F. Ch. Wahnschaife zu Westerburg sorgenfreiere Tage 
zu suchen. Jetzt unternahm er am Vorharz künstlerische Wande- 
rungen, und als Resultat derselben gab er eine Reihe radirtcr und 
geätzter, mit Wasserfarben colorirter Bätter in grösserem und klei- 
rerem Formate heraus. Zu den grösseren gehören: Rosstrappe, 
Iluysbufg, Blanlsenburg, Stehlcnburg, "Ballenstedt, die Marmor- 
mühle. Dann gab er in kleinerem Formate noch einige andere 
Ansichten 1'011 diesen Gegenden. Dazu kommen noch einige 
schlesische Ansichten, in denen Treue, Richtigkeit und Fleiss zu 
loben sind, wenn sie in der malerischen Wirkung auch zu wün- 
schen übrig lassen. Indessen sind dieses Erzeugnisse aus trüben 
Tagen, welche den Künstler nicht ermunterten. In Braunschweig 
selbst stellte er den schreclibar überraschenden Bivouac Friedrich 
WVilhelnfs dar, wie sich der Held 180g vor den Thoren der Stadt 
nach der Weser durchschlug. Zu jener Zeit beschäftigte ihn auch 
die Vervielfältigung der sonderbaren Gemälde des Höllen-Breug- 
hel, so wie solche des Hieronymus Bos in der liönigl. Gallerie. 
Die Platten von diesen Werken sind im Besitze der Familie. 
Nach dem Frieden von Tilsit kehrte endlich der Künstler wie- 
der nach Berlin zurück, und sein erstes Blatt, welches er hier 
fertigte, war de_r Abschied der sterbenden Königin Louise. Jetzt 
wollte er auch einen Iiunsthandel anfangen, allein dieser trug ihm 
wenig ein, denn der bescheidene zartfiihlende Künstler war zum 
ltaufmiinnischen Verkehr nicht geschaffen. Sein Bruder, ein Kauf- 
mann, ging ihm jedoch redlich zur Seite, und auch durch den 
Zeichnungsunterricht fand er seine Verhältnisse erleichtert. Im 
Jahre 1817 wurde er endlich Inspektor der k. Akademie, und 1825 
wurde ihm auch die ehrenvolle Theilnahme am Senate derselben 
übertragen. Die letzten zehn Jahre seines Lebens flossen ihm 
noch in Ruhe und im Glücke hin. Im Jahre 1828 entschlief er 
im Frieden mit Gott, mit sich selbst und mit allen guten Men- 
sehen. 
Im Berliner Iiunstblatt von 1828 iSt Ein biographischer Umrisß 
des Prof. Hampe, und ein Nehrolog im Ilmenauer neuen Nekro- 
loge der Deutschen VI. 2. S. 825 d".  
1) Das Bildniss des Sängers Concialini. 
2) Das Bildniss Napoleoxfs.  
5) Jenes von Friedrich dem Grossen, beide vorzüglich getroffen. 
4) Friedrich Wilhelm III. von Preussen. )  
5) Die Iiünigin Louise von Preussen. 
(j) Prinz Ludwig, der bei Saalfeld den Tod des Helden starb.  
7) Erzherzog liarl von Oesterreich. 
3) lifland als Franz Moor. 
9) Derselbe und lVIadame Bethmann in den Hausfreuden, Mdme. 
Pgplhmßnn als Phadra, alle drei nach Catel, und im Almanach 
fur Theater und Theaterfrcunde, 1807. 
10) Karl Wilhelm Ferdinand, Herzog von Braunschweig. 
11) Der Graf von Schulenburg. 
12) Die RosstraPPß. vorzüglich gelungen. 
13) Das Kloster Huysbm-g, 
14) Die Stadt und das Schloss Blankenburg. 
I5) Das Schloss zu Ballenstedt. 
16) Die Ruine von Stechlenburg am Harz. 
17) Die Marmormühle bei Blanhenburg.  
18) Ansicht vom Ilsensteiu. 
75:
        

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