Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Haspel - Keym
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1731237
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1732350
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Hcngenröder. 
Henne , 
Eberh. 
Siegf. 
aber ging er nach-Utrecht, wo er nach und nach eine bedeutende 
Anzahl von Bildnisscn nmlte. Den geringeren Theil machen Seine 
Gesellschnftsstuclse und die Landschaften aus. Er trieb auch einen 
Iiunsthanflel, scine eigenen Werke behielt er aber grösstentheils 
bis an seinen Tod zurück. Dieser erfolgte 1785- 
Ilcngerlfßdßr, ein geschickter Künstler, der mit Gabler in der 
beli lfrzäuenholz erschienenen Ornithologie als wackerer Zeichner er- 
sc iein . 
Eine Mlle. Hengenrödei- wird als Pflanzenzeichnerin geriihxnt. 
HOIIgSlIIQCh, FHIIIZ, Maler von Werl und Zögling der Diissel- 
dorfer Schule, in welcher er sich um 1855 befand. Er widmete 
sich dem Landrchaftsfache, und auch Genrestiicke finden sich von 
seiner Hand. 
Hengst, Vvlllem, Maler zu Nymwegen, wo er den ersten Unter- 
rieht in der Zeichenkunst genoss, bis er nach Paris ging, um un- 
ter Rigaud und Largillierre die Malerei zu stndiren. Später ging 
er wieder ins Vaterland zurück, und hier finden sich mehrere Pop- 
traite von seiner Hand. J. Folkema hat jenes des Bürgermeisters 
C. W. Vonl: gestochen. Er malte auch Bilder nach Art der Bas- 
reliefs, die grqssen Beifall fanden. 
Dieser Künstler starb im Dorfe Cuyk an der Maas, zwischen 
1730  35.  
Henmgsen, Iiupferstecher, dessen Lebensverhältnisse unbekannt sind, 
Er stach um 1760 nach Bouchefs Zeichnungen in Röthelmanier. 
Der unten folgende Hcnningsen ist mit ihm wohl Eine Person. 
Henne, Eberhard Siegfried, Iiupferstecher, geb. zu Berlin 1759, 
gest, daselbst1823. Sein Vater, derPfarrer zufiunsleben, bestimmte 
ihn Anihngs zur Kanzel, doch entschied bei ihm das inwohnendß 
Talent für den Griliel, und nur Ein Jahr hatte er in Halle Theo- 
logie studirt. Im Jahre 1779 ging er mit Bewilligung seines Va- 
ters nach Leipzig, um bei Oeser in derZeichnung sich zu vervoll- 
kommnen und bei Bause sich im Stiche zu bilden. Doch zog 
Henne bald die Nadel dem Grabstichel vor, und daher empfahl 
ihn Bause dem Iiupterstecher Liebe. Unter der Leitung dieses 
Meisters iibte sich nun der Iiiinstler drei Jahre im Radiren und 
Aetzen, bis er bei Chodowiecky und Rode in Berlin ireundschaft- 
liche Aufnahme fand. Henne studirte nach dem Rathe dieser Meister 
nun auch fleissig nach der Natur, und Gelegenheit, nach dem M0- 
dell zu zeichnen, fand er in der von Berger und Le Sueur iestiftßlßn 
x Privat-Akademie. Mit rastlosern Eifer hatte er es 1795 ereits sn 
weit gebracht, dass er sein bestes Werk, "die Opferung der lphi- 
genia" nach einem grossen Gemälde von Vanloo konnte erscheinen 
lassen. Dieses Blatt gründete Henne's Ruhm, da esi sich durch 
Richtigkeit der Zeichnung und durch vortreifliche Ausführung em- 
pfahl. Aus jener Zeit rühren auch mehrere radirte Blätter nach. 
Chodowieekyß Zeichnungen, und er machte sich die Art jenesMei- 
 sters ganz eigen; wie dieses die Blätter in Archenholz Taschen- 
buch des siebenjährigen Krieges beweisen, Zwei 11er besten Bil- 
der aus ]ßl'lßl' Zeit sind der Abschied Ludwigs XVI. von seine;- 
Familie, nach Chudowieelsfs Zeichnung, und Jesus in Emaus 
M das Brod brechend, nach einem ausdrucksvollen Gemiilde.von 
Rode. Jetzt kamen nach der Schlacht bei Jena die Leideni des 
Krieges uber Preussen, und Henne musste sich durch eine Reihe 
leicht rarlirler und flüchtig colorirter Blätter, die öfter merkwür-
        

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