Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1738104
Genga , 
Bartolomeo. 
Gen gembrc , 
PhiliPW 
dere classische Muster auf, um durch das Studium derselben gräs- 
sere Selbstständigkeit zu erlangen. In llmn richtete er besonders 
sein Augenmerk auf die antiken Baudenkmäler, und er hinterliess 
auch ein handschriftliches Werk darüber. Genga scheint sich über- 
haupt am meisten mit der Architektur besehäftiget zu haben, aber 
auch in der Malerei nennt ihn Vasari tüchtig. Doch sind die Ma- 
lereien, welche er allein ausführte, unter egangen. In Orvicto 
half ihm Signorelli, in Urbino , wu er für {izrancesco Maria vieles 
arbeitete, stand ihm 'l'iiuoteu della Vite zur Seite und in Pesaro 
llalhel del Culle u. a. 
Im Pallaste Savini zu Siena werden ihm einige Historien zuge- 
schrieben, die an IlafaePs erste Manier erinnern sollen. Man 
rühmte sie noch mehr als jene des Signurelli, der hier ebenfalls 
malte. Lanzi nennt seine Auferstehung in S. Catharina da Siena 
zu Rom ein schönes und seltenes Bild. Er malte auch viele per- 
spektivische Darstellungen für Schaubühnen, und Decorationen in 
Pallästen. 
Genga baute den Bergpallast bei Pesaro für den Herzog von Ur- 
bino, einen [iriiehtigen Pallast, den alle bewunderten, und beson- 
ders auch Pahst Paul III. In Pesaro erbaute er die schöne Iiirche 
des 'I'äufers Johannes, auch fertigte er die Zeichnungen zum Iilo- 
ster der Zoeculanten des Berges Baroccio nnd zu Sinigaglia. In 
Mantua restaurirte er den bischöflichen Pallast und dann erbaute 
er die Faeade des Domes daselbst, ein Werk, das wegen der Zier- 
liehkeit und Schönheit der Composition und der Verhältnisse für 
eines der schönsten architektonischen Denkmäler gehalten wurde. 
Milizia rühmt es besonders desswegen. 
Gßnga, BQTIIOIOIIICO, Maler, Bildhauer und Baumeister, des Obi- 
en Sohn, geb. 1513, gest. 1553. Vasari und Ammanati waren seine 
 läehrer und durch eifriges Studium nach den Denkmälern Roms 
erlangte er nicht gewöhnliche Kenntnisse in der Architektur, so wie 
er auch in der Geometrie und Perspective sehr erfahren war. Er 
baute zu Pesaro den Pallast des Herzogs von Urbino und für ei- 
nes der Stadtthorc entwarf er eine sehr geistreiche Zeichnun g, die 
aber nicht zur Ausführung kam. Zu Mondavio erbaute er die kleine 
Peterskirche. Grossen Ruf besass er als Kriegs-Ingenieur und in 
dieser Eigenschaft erhielt er nach Genua und nach Böhmen einen 
Ruf. Der Herzog hinderte ihn jedoch an der Abreise, aber end- 
lich gelang es den "Intriken eines liapuziners den Künstler nach 
Malta zu locken, wo er als ein neuer Archimedes empfangen 
wurde. Hier hatte er schon angefangen, eini e seiner Plane aus- 
zuführen, als ihn der Tod überraschte, zum ieidwesen der Ritter 
und seines Landesherrn. Genga soll auch Erfinder sehr schöner 
1V_I_asken gewesen seyn , und auch als Decorationsmaler für Schau- 
buhnen machte er sich Ruhm. 
Man erwähnt auch eines Don Antonio Genga, und diesem schreibt 
man de]! Bau der Iiirche zu Mondavio zu. Ob mit Recht, ist nicht 
Zu bestimmen. Man weiss auch nicht genau, wer dieser Antonio 
gewesen 
Gengembre: Philipp, Mcdailleur "zu Paris unter Na oleon's Re" 
glermlg! der ein ei enes Verfahren anwendete, und) daher liest 
H18" manchmal auf den von ihm verfertigten Medaillen: pruCÖllÖ 
de mm Gqnläembre. Auch die Initialen seines Namens setzt er auf 
die Medaillen.  
Vnn ihm ist der Revers der Medaille auf Napoleon, 22- Septem- 
b" 180i De" hoPli des Kaisers schnitt 'l'iulier.
        

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