Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737971
74 
_Ge1äe , 
Claude. 
Eine Anzahl von Gemälden und Zeichnungen dieses Meisters ist 
in England. 
In der National-Gallerie sind nach Passavanfs (liunstreise etc. 
P. 20). Ansicht ächte Bilder von seiner Hand. Die Landschaft 
mit der Darstellung des Narcissus und der Echo , 3 Schuh 11 Z, 
lang, ist im Liber veritatis mit Nro. 77 bezeichnet- Sie war ehe- 
dem in der Sammlung von lleter Delme. Das zweite Bild ist eine 
kleine Landschaft mit Ilagar in der Wüste, die {der sanfte Sinn 
des Meisters eben nicht schaucrlich darstellte. Auch ist amfelgen 
ein nettes Dörfchen. Es konlmt aus der Sammlung Dünne. Aus 
der Sammlung desLords Londonderry ist hier ein kleines Studium 
von Bäumen nach der Natur, mit llirten und Ziegenheerde in der 
Ferne. Eine Landschaft mit Sonnenuntergang stellt dcn Tod der 
Procris dar. Dieses Bild, so wie die drei bezeichneten, sind ein 
Geschenk des Barunets G. Beaumont. Eine grössere Landschaft 
von guter Erhaltung enthält die Darstellung, wie Sinon als Ge- 
fangener zu Prianius gebracht wird. Sie kommt aus dem Pallaste 
Chivi.  
_ Aiis der Sammlung Angerstein kamen fiinf grosse Bilder in die 
National-Gallerie, doch sollen diese nur Copien nach Claude 
se n. _ 
hitbbildungen von den Gemälden dieser Gallerie sind in der un- 
längst bei Jones zu London erschienenen National-Gallery, in lt. 
In der Gemälde Versteigerung des Lord Gwydie zu London 
kaufte 1829 der Iiönig die Landschaft mit dem Haube der Europa. 
um 1102 Pf. SterL, oder nach einer andern Angabe gar um 2190 
Pf. St. I 
In Dulvvich Collage ist unter Claudzfs Namen eine grosse An- 
zahl von Bildern. Der Hafen von Ostia, eine Landschaft mit 
Ruinen und Bäuinen, und eine grössere mit der Staffage von Ja- 
kob und Laban sind nach Passavant erwähnenswerth. 
 Im Pallast von liensington ist die Aussicht von 'l'ivoli nach der 
Cainpagna von Rom, ein grossesStudium nach der Natur, wahr und 
schön im Ton. In einer andern Landschaft sitzt Claude und zeich- 
net mit einem andern Iiiinstler nach Ruinen mit einer Siiulenstel- 
lung, und zwei Bilder in diesem Pallaste sind Seestiicke. 
In der Bridgesvater-Gallerie ist eine grosse Landschaft mit einem 
prächtigen Baum in der Mitte, links Moses an dem feurigen Bu- 
sche. Dieses Bild malte der Iiiinstler 1664 für H. de Bourlemont; 
dann erhielt es Clarlte, hierauf Edw. Bouverie und zuletzt der 
IrIerzog von Bridgewater. Im Liber veritatis ist es mit Nro. 161 
bezeichnet. In dieser Gallerie ist auch ein Seestiicli mit einer 
grossen Bauingruppe am Ufer, links Ruinen mit drei Säulen, an 
welchen Schiffe halten. Die grosse Landschaft mit tanzenden 
Nymphen und dem Schäfer des Apulcjus ist im Libro veritatis 
Nro. 142. Ueberaus klar ist in dieser Gallerie die kleine Land- 
schaft mit grussen Bäumen. 
In der Grosvenor Gallery sind zwei Landschaften von auggepgf- 
deutlich klarem und frischem Ton.   
In der Sammlung des Ilerzogs von Devonshire ist das bekannte 
Liber veritatis, welches Boydell publicirte, unter dem Titel. Liber 
veritatis or a collection of 200 prints, after the (iriginal designs 
of Claude Lorrain etc. S. auch Earlom. Es sind dieses zum Theil 
Originalsltizzen zu den von Claude in Oel ausgeführten Bildern, 
meist aber Zeichnungen, die er machte, in der Absicht, wie wir 
oben erwähnten. 
In der Wellington Gallery sind drei Bildchen; besonders eine 
IYIarine von grosser Schönheit.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.