Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1742789
Hausen, 
Friedrich. 
Christian 
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Kunstsammlungen. unter den "Vverken neuerer Künstler "eingg- der 
ersten Plätze eingeräumt. Nlan sah solche in den Sßüllhlungreu des 
H. Brentano zu Amsterdam, von La Coste zu Dordrecht. Bleuland 
zu, Utrecht, van Beefting zu Rotterdam, Yon Hleinenberg zu 
Lcyden etc.  
Hausen fertigte auch schöne Zeichnungen, in schwarzer Kreide 
oder mit ostindischer Tinte ausgeführt, fast alle landschaftlichen 
Inhalts, und in verschiedenem Besitze. Noch bemerken fvir, dass 
Hausen von dem grossen Iiriegsschauplatze Waterlods ein Pano- 
i-ama gefcrtiget habe, das man 1316 an verschiedenen Orten sehen 
konnte. 
Der älteste Sohn dieses Künstlers ist Schüler seines Vaters und 
ebenfalls Landsehaftsxnalcr von nicht geringer Bedeutung; doch 
kennen wir seine Lebensverhältnisse nicht. Von 1817 im Sah man 
Bilder von seiner Hand. 
Man hat von C. L. Ilansen auch einige geätzte Blätter: Land- 
schaften nach der Natur. 
maßen, Christian Frlßdflßll, berühmter Architekt zu Cepen- 
"nagen, und lTä-l daselbst geboren. Er bildete sich auf der Aka- 
demie der dänischen Hauptstadt, und hiernut" begab er sich nach 
italien, um die Baumonumente, jenes Landes zu studiren. Er wid- 
mete hier den Werken der alten Zeit besondere "Aufmerksamkeit, 
und daher spi-icht sich auch in den seinigeu ein nach jenen reinen 
Mustern gebildeter feiner Sinn aus. Auch die neueren Italiener, 
vor Allen Sczimzozzi, waren der Gegenstand seines Studiums. 
Grosse Vorliebe hatte er für die Bauwerke des 16. Jahrhunderts, 
und in vielen seiner Werke" "zeigtl sich-daher ein gemischter Styl, 
abgezogen auswiewältiger Anschauung. Die Formiund die Schmuck- 
theile seiner Bauwerke sind von hoher Wplxlgeliilligkeit, die das 
Auge ausserordcntlich besticht.  
Hausen fand eine sehr günstige Gelegenheit, scin Talent zu zei- 
gen. In Dänemark und in Holstein herrschitiiberhampt schon lange 
Sinn für grossnrtige Bauten, und dieser fand durch das Bombar- 
dement der Residvenzstntlt auch in neuerer Zeit vielfache Nahrung. 
Auch Altona und Hamburg verdankt diesem Künstler schöne Ge- 
bäude und Landhäuser. Scin5'i-'errlienst "wurde auchgläixzend be- 
lohnt; der König von Dänemark ernannte ihn zum Oberbaudi- 
rektor, ertheilte ihm den Rang eines Etats- und Conferenzrathes, 
 und jetzt ist er auch Cemmancleur des Danebmg-Ordens, so wie 
Mitglied der Akademien zu Kopenhagen, Berlin und München. 
Schon zu Anfang unseres Jahrhunderts bekleidete er diewStelle 
veiues Professors an der k. Altadexuie in Cxopenhagen, 
Hausen begann 1808 den Bau derjenigen Fraueukirche in Co- 
penhagen, da die. ältere, U46 vollendete Iiirche 1807 bei dem 
Bombardementrcin Raub der Flammen wurde. Der Arähitekt be- 
nutzte die alte Blauer, gab aber dem Gebäude eine andere Form. 
Diese Kirche, die in VViehelti-ngä bürgerlicher Baukunde III. 1114. 
beschrieben ist, gehört zu "den merkwürdigsten JIBIIETPH Tempeln, 
bestmdcrs auch, da sie mit Meisterwerken Thorivaldseds verziert ist. 
Von Hausen ist auch das neue Rathhaus erbaut werden. Dieses 
hat einen Portikus mit sechs jonischen Säulen, ein schönes von 
dorischen Säulen gebildetes "Vestibul, einen grossen "mit korinthi- 
sehen Säulen unterstützten Gerichtssaal u. s. w. Die Eiutheilung 
ist bei dvr Um-egelmässi-glseit des Platzes vortrefflich zu nennen. 
lhm verdankt man auch die Erneuerung des Schlosses Christians- 
hurg, welches der berühmte Tessin erbaut hnbt-"n soll. Dieses Ge- 
bäude hat in der Mitte eine Halle vnn sechs Fwrinthischen Säule-w.
        

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