Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1742750
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Hans. 
ä Erzeugnisse der Plastik, obgleich er diese Kunst verstanden hn- 
hen muss, denn es liegt in dem damaligen Begriffe von Steinme-tzcn, 
welcher für jene Zeit nichtsweniger als für eine,gewöhnlichen 
Steinhnucr zu nehmen ist.  
Dieser alte Steinmetz haute die schöne St. Martinshirche in 
Landshut; auch zu Hall, zu Salzburg, zu Oetting und zu Strau- 
hiug (die Ptarrhirchc) errichtete er Kirchen. Dieses erhellet aus 
der Schrift des Grahsteines, welcher diesem Künstler zu Landshut 
ausscn an der Iiirche gesetzt wurde. Diese lautet: Anno Domini 
1.452. Starb Ilans Steinmetz in die Laurentii, Meister der Iiirche, 
und zu Hall, und zu Salzburg und zu Oetting, und zu Strau- 
bing und zu Landshut, dem Gott gnädig sey. Amen. 
HQDS, Steinmetz und Bürger von München, ein Künstler aus der 
zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts, der mit dem Qbigen nicht 
zu verwechseln ist. Er machte sich besonders als Bildhauer bc- 
kannt. Er arbeitete für Kirchen und Iilüster, in München und 
antlcrwiirts, Bildwerlse in Holz und Stein. Für das Kloster  
gcrnsec schnitt er viele Figuren und der Abb Iiaspar Aindorler, 
der auf dem Concilium in ßonstanz war, ertheilte ihm 1460 den 
Auftrag, ein neues Monument der beiden Stifter des Iilosters zu 
fertigen, wofür er 100 Pfund Pf. erhielt. 
Halls, Steinmetz von Mingolzhcim, Bildhauer und Baumeister, der 
schon 1451 arbeltete und noch 1494, wenn wir nämlich anneh- 
men, dass von einem und demselben Künstler die Rede sei. C. 
Jäger, (zur Kunstgeschichte des Mittelalters aus den Nechargegen- 
den im Kunsthlatt 1829 Nro. 21), fand im Archive zu Wimplen 
eine Notiz, aus welcher erhellet, dass mit Meister Hausen dem 
Steinmetzen, "v3" Suntng ante Cathari. anno 1451," wegen An- 
fertigung eines Salcramenthäuschcims für die Pfarrkirche der Con- 
 tralit geschlossen wurde. Es wurden ihm dafür 10 Gulden bedun- 
gen, aber das Werh musste, nach dem damaligen Ausdrucke, 
"etwas scheinbar, auch nützlich und nach seiner ehcren zierlich" 
seyn. Zu gleicher Zeit erhielt er auch den Auftrag, daneben ein 
Fenster zu machen, wofür er 11 Gulden haben sollte, mit der 
Bedingniss, dass er noch den Chor weisse. Das Sahramenthäus- 
r. chen und das schöne Fenster ist noch vorhanden. 
 Dieser Hans Steinmetz arbeitete am Neckar noch mehreres. 
 Im Berichte der Leipziger deutschen Gesellschaft 1829 S. 29 heisst 
is es, dass er den Bau der Kirche zu Lauffen am Neckar geleitet 
 habe, und auch" bei der Erweiterung der St. Kilianshirche zu 
Heilbronn war er fhätig. Dieses ersieht man aus den ältesten Ord- 
nungen der Strasshurger Hütte, die in J. Heldmanms ältesten 
Denkmälern der deutschen -Freimaurer-Briiderschaft (Aarau 131g) 
abgedruckt sind. Da hcisst eseinmal im Verzeichnisse der Stein- 
  metzen: Meister Hans von VVimpolzheim, meister des Buwcs zu 
Heyltprun hat diez Buochglobt zu Speyer 1464." Zugleich ersc- 
hen wir, dass Hans 1156i auf einem Jahrtage die Ordnung deut- 
scher Steimnetzen beschworen. Es ist aber etwas auffallend, dass Mei- 
ster Hens erst 1464 in der Bauhütte erscheint, und man möchte 
fast gilllböl], dass der Bildhauer von 1451 mit dem Baumeister 
Von  ingolzheim nicht Eine Person sei. Letzterer arbeitete nach 
dem erwähnten Berichte-noch 149d, und wenn nur von Einem 
Künstler die Rede ist, so muss er damals schon sehr hejahrt ge- 
wesen seyn. l  
Hans, Baumeister von Ingelheim, erscheint 1480 als Werkmeister 
 des Domthurmes zu Frankfurt am Main. Von ihm ist. der schöne
        

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