Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1742695
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Hanf; 
Jahnnn 
Adam, 
Iianfstängel, 
Franz. 
 ein solches des_Hei-1.ogs_ von Hamilton etc. Nach einem Aufent- 
halte daselbst von iöwlahren kehrte ßll-etltllitill nach dem Haag 
zurück, und wurde Hofmalernder Prinzessin Nlaria von Oranien. 
1m Jahre 1665gwurde ihm das Direktorat der Akademie im Haag 
 anvertraut, und 1680 starb er. 
Die Angaben über diesen Künstler sind" nicht gleich richtig. 
Descamps versichert, _dass er nie in England gewesen, was dä- 
gegen Pilkington und M. Bryan bestätigen. Der erstere nennt 
ihn i-rrig John, undnHuberth Ravensteynß Schüler. Den Van 
Dyck nahm er zuihMUStcr und nach diesem: Meister copirte er 
Mehreres,  Sein" Bildiiiss WVilhelui II. von Nassau ist ganz im Style 
dieses Meisters gehalten.     
Hanf, JOilEllHl Adflm, Medailleur, der 1715 zu Frauenwalde ge. 
baren wurde. '-Br"stan'd iin Dienste des Markgrafen von Bayreuth 
und hierauf wurde er k. Hofsteinschneider in Berlin. Sein Name, 
oder diel Anfangsbuchstaben desselben, steht auf Brandenburgisch- 
Bayreuthischen 'Dukaten,..iMeilaillen und Thalern von 1742, K16 
und 1752, und yon 1'250  70 fertigte er auch die fürstlich Bay- 
-reuthiscben undStnttgäi-tischen Nliinzstempel.  
Üeberdicss schnitt er Wappen, l-iöpfe, Figuren, Insekten, Früchte 
und andere Dinge sauber inStein und Stahl. Im Jahre 1776 starb 
dieser Künstler.  f  
Hanf, QlITISIQPiÄ-tlilrltlfilricll, Maler zu Nürnberg, ein jetzt leben- 
der Künstler, über ivelchen uns keine-näheren Nachrichten zukamen. 
Hanfstängel',mßlrünl, berühmter Lithograph, ivurde 1804 zu Bay- 
ernraiii im bayerischen Hochlnnde geboren, und bis zu Sßifltflll 
 zwölften Jahrehblieber in der Xyohnung seines Vaters, eines Land- 
niannes." Ietzt fmm er nach "München, wo er Freunde und Gön- 
 nqgr fand, diei ihm zur Verfolgung seines Zieles hülfreiche Hand 
leisteten. Besonders viel hatte er dem Professor Mittercr zu ver- 
danken, der zu seiner artistischen Ausbildung beitrug und sein 
 iSchicksal väterlich ordnete. Mitterer beschäftigte sich mit ganzer 
Seele mit der Verbesserung des technischen Verfahrens jener da- 
mals noch in der Wiege liegenden Kunst, und an allen seinen 
Versuchen konnte auch Hanfstängel thcilnehmen. Mittlerweile be- 
 suchte er die Alsadexmie der Iiiinste, uin unter Direktor Langer 
die Malerei zu stutiren. Er lag diesen Studien fiinf_Jalirc bb, 
aber später entschied er Zu Gunsten der Lithographie, die ihm 
auch einen ehrenvollen Ruf bereitete, nicht blos in Bayern , sun-. 
dem auch im Auslaiidc. Iiu Jahre 1855 begab er sich nach DrCS-v 
 den, zur Herausgabe des Gaillerieiverlaes in lithographirten Nach. 
bildungen. Dieses erscheint in_ mehreren Lieferungen in gr. ful, 
Hantstängel ist einer der ausgezeichnetsten Lithographen, der 
 nicht nur jedem Deutschen, sondern auch den gepriesenen Fran- 
zosen an die Seite gesetzt vyerden kann.- -Er ist im Besitze der" 
 vorzügiichsten technischen Mittel, und diese__weiss er sei-verstän- 
dig zu gebrauchen, dass er sowohl in der künstlerischen Ausfüh- 
rung, als im Drucke Ausgezeichnetes leistet. Seine Drucke zeich- 
nen sich durch Reinheit, Klarheit und Kraft so vortheilhaft aus, 
dass sie neben den besten französischen und englischen Lithogra-i 
phien nicht nur die Probe bestehen , sondern in Hinsicht auf Har- 
monie wohl noch den Vorzug behalten. Dass zumiguten Drucke 
das technische Verfahren des Lithographen die bedeutendsten 
Schwierigkeiten beseitigen müsse, ist wohl zu beachten, und ge- 
rade in diesem Theile leistet Hanfstängel Vorziigliches. Seine 
Blätter gehören zu den besten Erzeugnissen der Lithographie, S0- 
wohl die historischen Stücke, als die Bildnisse, denen er vollkom-
        

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