Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737717
Gaulthier. 
Gaultier 
Galter, 
oder 
Leonard. 
von diesem Künstler auch mytholog. Stücke Landschaften,architekto- 
nische Darstellungen und Portraite. Er malte den liönig Stanis- 
laus von Polen, das Bildniss des Marschalls Richelieu im Costiim 
eines Herzogs und Pairs, 8 Fuss hoch, gest. von Vangelisti; jenes 
der Maria Corneille, sein eigenes etc. 
Gault de Saint-Germain fertigte auch mehrere Pasten von Ca- 
meen, nnd er ist mit Lachaux- der erste in Frankreich, Welcher 
sich damit versuchte. Man verdankt ihm auch ein Instrument, mit 
dessen Hülfe man die Gegenstände unmittelbar nach der Natur in 
Perspektive setzen' kann. Ueberdiess machte er sich durch fol- 
gende Schriften bekannt: Vic et oeuvres de N. Poussin, precede 
d'un precis hist. etc.; Vie et oeuvres de L. da Vinei oder vielmehr 
"der Traite de la peinture de Leonardo , mit der Lebensbe- 
schreibung des Künstlers; les trois "siecles de 1a peimurc en 
Franee; Les-passions; Gu-idee des amateurs m den verschiedenen 
Malerschulen; Cheix des procluctions de Part dans les salons 1317 
und 19; Etat des arts dans le igieme sieele in Malte-Emu's Spec- 
tateur; Histuire de Pfanne; Tableau de la ci-devant provincc (l'Au- 
vergne; mehrere Artikel über Iiunst in Zeitschriften. 
Eine grössere Anzahl von Malereien dieses Künstlers erwähnt 
Gabet.  
Gaülthier. 
Gautlxier. 
Gaultier oder Galter, Leonard, zeichne,- und Kupferstecher, 
der 1560 (Wohl schon 1552) zu Mainz geboren wurde und sich in 
Paris niederliess, daher ihn die Franzosen unter ihre Stecher zäh- 
len. Er stach mit zierlichem Stichel eine bedeutende Anzahl von 
Blättern, welche etwas trocken sindiund an die Manier von Crispin 
de Pas erinnern. Das Todesjahr dieses Künstlers kennt man nicht, 
und auch seine Lebensverhältnisse sind unbekannt.  
Die Fabel der Psyche, 52 Äßliittcr, nach_ Rafael oder eigentlich 
geringe Copie nach älteren Stichen, angeblich von A. von Venedig, 
mit L. Galter" bezeichnet.  
 Das jüngste Gericht von Michel Angele, Copie nach M. Rote. 
Sehr genau und sorgiiillig, so dass das Original leicht xiu ver- 
wechseln wäre. Die Copic ist daran zu erkennen, dass das 
Bildniss dcs_ Mich. Angele im Original das Gesicht gegen die 
linke, jenes in der Copie aber gegen die rechte Seite wen- 
det. Bei der Vergleichung des Originales wird jedoch dßfzljien- 
ner dem M. Rota den Vorzug einräumen. Alte Drücke sind 
{die von Mariette, und selten. H. 11 Z. 6 L., Br. 8 Z. 6 L. 
Die Ermordung Heinrich IV., gr. qu. fol. 
Die Familie desselben,  qu. fol. 
Die heil. Familie mit St. Anna und Johannes, ein kleines run- 
 des Blatt, nach A. del Sarlu 1586.  
 Das Opferhach antiker Weise, nach M. Freimnet, ohne Na- 
men; ful. 
Die Schmiede der Cyclopcn, nach J. Cousin, Leonard Gnlter l'e- 
cit 1581 ,qu. fol. 
 Die Krönung der Maria von Medici 1610, gr. qu. fol. 
Die Procession der Liguisten, Satyre, gr- qu. fol. 
 Vierzehn Darstellungen aus dem neuen Testamente: die Verkün- 
digung, Heimsuchung, Darstellung im Tempel, Anbetung der 
Könige, Iiirirlermurtl, Jesus als lcrnbcgierigcr Iinabc, (lcrsellie 
im Tempel unter den Schriftlehrcrn, die Taufe Christi, die 
Hochzeit zu Cana, die Snmariterin , die Heilung des Lahmen,
        

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