Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1741719
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Guillon 
Lethiöre. 
Guinaccia , 
Deodato. 
stellt, von ihm gefertiget. Man sah dieses Stück 1827 zuerst. F4 
finden sich viele Arbeiten von Guillois, in Marmor und Gyps. 
Guillon - Lethiere. 5_ Lcth;ü.c_ 
GmmPel; Frledrlch; Maler und liupferstecher Zu Berlin, wo e!" 
1774 geboren wurde, Er bildete sich auf der Akademie seiner Ye- 
terstadt zum geschickten Iiünstler. und daher wurde er schon 1814 
Mitglied derselben. Im Jahre 1817 erhielt er die Stelle eines laönigl. 
Professors an derselben Anstalt, zu deren Buhme er fortwährend 
wirkte. Seine Werke bestehen in Abbildungen von Pflanzen, Fruchb 
stiicken etc. Von 1804-_6 gab er Jacquiifs I-lortus Vindoboneii- 
sis 1-11. Heft in gr. fol. heraus. Dann hat man von diesem Künstler 
die Abbildung der deutschen Holzarten, 2 Bände mit 216 Iiuplern, 
gr-  Berlin 1808-20; Abbildung der fremden hier in Deutsch- 
land ausdauernden Holzarten. Berlin 1819-25. I. Bd. mit 100 
illuminirten Iiupfern. gr. 4. 
Mit F. L. von Schlechtenthal gab er die Abbildung und Beschreie 
bung aller ill' der Pharmacupoea Borussica aufgeführten Gewächse 
 heraus, von 1827 an. 2 Bände in 56 Heften, doch wohl noch nicht 
complet. Zwölf Modelle zu Pracht-Strumpfbiinderi1 für Damen 
sind von J. Guimpcl gezeichnet und gestochen. Berlin 1828. 
Gulnaccla! DeodatÜy Maler von Neapel, der aber von italieni- 
schen Schriftstellern ein Mcssineser genannt wird. Er kann mit 
seinen Eltern jung nach Messina,_und hier_ hatte er sich schon mit 
 der Malerei beschäftiget, als Polidorz: dahin lsain, an welchen er 
sieh jetzt anschloss. Guinaccia ist der beste Schüler jenes Meisters 
und ihm das gewesen, was Giulio dem Rafael war. Nach dem 
Tode Polidorcfs brachte er dessen Malergeräthe an sich, und 
nun suchte er den Ruf der Schule aufrecht zu erhalten. Er vol- 
lendete auch die Gemälde des Meisters. wie jene Geburt Chri- 
sti in der Iiirche dell' Alto Basso, welche für Polidorcfs bestes 
Bild gilt. Guinaccia ahmte den Meister auch in eigenen Wer- 
ken nach, wie in der Dreieinigkeit in der Iiirche der Confratria 
de' Pellegrini, mit der Aufschrift: Deodat. Neapolit. Pinxit 
1577. Die fast nackte, erhabene Gestalt des Christus ist von idea- 
ler Schönheit und die Hraft des Hellduxikels bewunderungswiirdig- 
Das Colorit ist harmonisch, sowohl in der Carnation, wie in der 
Gewandung des ewigen Vaters und der Engel. Sein Werk ist auch 
die Verkündigung lYIariä zu Porta Reale in der Kirche de' Tere- 
siani, bezeichnet: Deodat: G. Neap. Ex Voto Pinxit 1551- 
Sehr schön ist die Tafel der Transüguration in der liirche der P. 
P- Basiliani und die Pietät des Berges Degli Azzurri, welche von 
Polidor gemalt zu seyn scheint. Das Gemälde der Geburt Christi 
 in der Iiirche de Basicö hat ebenfalls den Namendes Künstlers 
und dieiJahrzahl 1580. Eine Geburt Christi, von Guinaccia ge- 
malt, ist auch in St. Gregorio,.die' schönste unter Guinacciafs schö- 
 inen Darstellungen dieser Art." Vortrefflich ist daselbst auch das 
Hochaltarblatt, in welchem der Iiünstler die Himinelfahrt darstellte. 
Berühmt war das Gemälde mit Cosmas und Damian, welches aus 
der Kirche St. Agostino mit andern verkauft wurde. Zu Messina 
sind auch einige Bilder dieses Künstlers im Privatbesitz, und in 
der Nonnenkirche der heil. Lucia zu Siracusa ist von ihm das Marß 
tyrthum dieser Heiligen gemalt, bezeichnet: Deodat:. Gvin- 
Nea . 157 .  
DaspTodegjahr dieses Künstlers ist unbekannt, aber üter 1580 
reichen die Nachrichten nicht hinaus. Mehreres über seine Werke 
 'Mem'ori'e 49' pittori mmineoi e Degli exteri. Messina 1821-
        

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