Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737613
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Gmti, 
Gervasio. 
Gatli , 
Giovanni 
Agostixlo. 
den'Scl15ichern, eine der reichsten Compositiunen von den mannig 
faltigsten Charakteren und ein VVerla, welches, wie l-zein anderes 
die ersten Vorzüge in sich vereiniget. Es ist angeordnet mit de 
Weisheit des Leonardo, gezeichnet mit den Kenntnissen des Mi 
chel Angele, beseelt mit dem geistigen Hauehe liafaePs, gemalt i: 
dem frischen Tone Titiarfs und iibergossen mit dein harmonische: 
Helldnnlsel Correggitfs, seines Meisters. Hirt schrieb diese Wurtt 
im Angesiclite des Gemäldes. Mus. v. Dr. Iiugler 1855 3- 151. 
Gaul; GCTVQSIO, il Sorajo genannt, Bernardintfs berühmter NelTe 
von welchem die Nachrichten von 1578  1051 reichen. Der Ou 
kel leitete ihn zu derselben Quelle , aus welcher er geschöpft, C1 
hielt ihn nämlich an, in Parma Correggiuä VVerlse zu studiere: 
und zu copiren. Dass ihm dieses viel geniitzt, beweiset der heil 
Sebastian, den er 1:3_'Z8 zu Sta. Agatha in Cremona malte. Sei: 
Martyrthum der heil. Cäcilia mit der Correggicfsehen Etigelglorit 
in S. Pietro ist so schön colorirt und so ausserordentlich fleissii 
gemalt, dass man es für Bernardinds Werk halten könnte, wen: 
nicht Gervasids Name und die Jahrzahl 1601 darauf stünde. 
Indessen ist er nicht immer so fleissig, zuweilen ist er handfer 
tig und minder sorfrfältig in der Wahl der Köpfe. Als Portrait- 
maler verdient er aber mit Auszeichnung genannt zu werden. Hit 
und wieder findet man Spuren vom Einflusse der Carracci. 
Gaul, Uflele, Maler und vielleicht Gervasicfs Bruder, der abei 
wenig bekannt ist. Zu S. Sepolcro in Piacenza hinterliess er ei- 
nen gekreuzigten Christus mit mehreren Heiligen und der Untere 
schritt: Uriel de Gattis dictus Sojariuslöoi. Das Bild hat nach 
Lanzi's Versicherung einen guten Farbenauftrag und nicht zu ver- 
aehtende Anmuth, nur ist die Manier kleinlich und das .Helldun- 
kel schwach. Lanzi glaubt auch, dass dieses jener Uriel sei, den 
Ridolfi nach Cremona setzt, wo er dem Carlo Urbini vorgezogen 
wurde. 
Gatti, FOPTUUENO, Maler, dessen Lebensverhältnisse unbekannt sind. 
Er arbeitete 1648 zu Emma. Indessen gehört er nicht zu den grus- 
sen Meistern. 
Gatu, Glrolamo, Maler zu Bologna, geb. 1662, gest. 1726. E: 
war FranceschinPs Schüler, aber nicht dessen Nachahmer , beson- 
ders im Colorite, worin ihm Cignani zum Meister diente. Ex 
malte für öffentliche und Privatgebäude zu Bologna, in Oel und 
in Fresco. Sehr gut wusste er kleine Figuren zu malen. 
Gattl, TOmmElSO, Maler zu Pavia, wo er 1642 geboren wurde, 
und noch 1713 lebte. Sein Meister war C. Sacchi, bis er nach 
Venedig ging, um auch die Meister jener Schule kennen zu ler- 
nen. Auf diese Weise wurde er ein guter Praktikeigßvie die Iiir- 
chenhilder beweisen, die er in seiner Heimath malte. 
Güttl, GIOVEIHUI Andrea, Maler zu Modena in der zten Hälfte 
des vorigen Jahrhuudertg, Er beschäftigte sich viel mit der En- 
caustik. 
Gatti, Giovanm Agostino, Maler zu Savona, dessen Ratti er- 
wähnt, ohne Näheres über seine Zeit zu bestimmen. Er malte die 
Geschichte des Täufers im Oratorium des Heiligen daselbst.
        

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