Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1741287
Gruenewald , 
Hans. 
Gruenewald  
Felix. 
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tarblatt, das ihm zugeschrieben wird: Christus am Kreuz, Johan- 
nes der Täufer, Johannes der Apostel, die in Ohnmacht gesunkene 
Maria in den Armen haltend, und Maria Magdalena gegen das 
Iireuz knieend. Auf dem Untersatz ist die Grahlegung argestellt, 
und die Nebenstiicke bestehen in einem heil. Antonius und einer 
Flucht nach Aegyptcn. Diese Bilder sind iinsserst vollendet in 
Zeichnung, voll Wahrheit, aber meist von granenhafter Wirkung. 
In den Gesichtern der Maria Magdalena und Johannes ist überall 
der unendliche Schmerz, die starre Verzweiflung ohne Milde- 
run ausgedrückt, Der todte Christus ist mit den blutrünstigen 
Verätzungen der Dornenkrone und Geisslung inschaxiclerhafter 
Wahrheit dargestellt. Diese Bilder kummen aus der Antunierkirche 
zu lsenlueim. Das Culorit ist warm und sehr kräftig, aber dunkel, 
und es trifft, auffallender Weise, mehr mit dem der italienischen 
Schule bei ihrer völligen Entwicklung überein, als mit dem fri- 
scheu, heiternlder altdeutschen Meister; so auch in mancher Rück- 
sicht in Zeichnung und Ausführung. 
Gruenewald, Hans, Formschneider, und der Bruder des Obigen, 
wie man glaubt. Man nimmt muthmassliuh Aschaffenburg als seinen 
Geburtsort, und um 1450 Soll er das Lieht der Welt erblickt ha- 
ben. Seine Tllälllglißlt will man in denselben Städten begründet 
wissen, wie bei seinem angeblichen Bruder; allein die Formschnitte. 
zlic man ihm zuschreibt, sind wohl grijsstentheils dem Baldung 
Grnen zu vindiciren. S0 legen ihm Einige auch eine grnsse Ansicht 
vun Frankfurt bei, aber dieses Blatt hat eher den Hans "Graf zum 
Urheber. Diejenigen, die sich in Christ's und Bryaxfs Werken in 
Bezug auf Monugrammen-Deulung Ratbs erholen, werden drei 
solche ähnliche Zeichen dem Hans Gruenewald beigeschrieben fin- 
den, aber ulme hinreichenden Grund. 
Die künstlerische Thätigkeit dieses Hans Gruenewalcl ist also 
wenig begründet. 
GIUCIIGWI-lld, G- vvq Zeichner und liupferstecher von Meisscn, 
der bei A. Ziugg seine Iiunst erlernte. Als Iiupferstccher machte 
er sich schon in der zweiten Hälfte unsers Jahrhunderts bekannt, 
später aber fand er in der Porzellan-Mauufalstur zu Meissexi Be- 
schiifligung. 
Man hat von diesem Künstler grosse Charakterlaöpfe, und 14 
kleinere liöpfc nach Rafael. 
Ein Querlblio-Blatt mit Figuren und Iiindergruppen 1771 , zart 
gestochen. 
Gruenewald, Leopold, Max", der 
scheint nicht weiter bekannt zu seyn. 
171g 
Prag 
lebte. 
Er 
Gruenewald, Zeichner mlßlndschaftsmaler in Dresden, ein geschick- 
ter Künstler , der unter Leitung des Prof. Richter seine Iiunst cr- 
lernte. Er fertigte viele Bilder in Ocl und auch eine bedeutende 
Anzahl von Zeichnungen, besonders An  und Aussichten der Ge- 
gend von Teschen in Böhmen. Ei brachte clamit mehrere Jahre 
hin und von 1826 an gab er diese Blätter im Iiupferstiche heraus. 
Sie bilden eine Sammlung von 50 Stiiclaen, welche jenes lileillß 
Paradies ven egenwärtigen.  
ßßlCllllllg im: sie gestochen und beide Iiiinstler haben Sißh mit 
(lierißlll zierlichen VVerke als tüchtig bewiesen. 
Gruenevwzald, Felix, nupsemmml- im figürlichen und Landschaflse
        

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