Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1741003
Grim. 
Grim aldi , 
Griovanni 
Francesco. 
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der Architektur, und in der Folge wurde er Bauinspektor des Gou- 
vernements, und jetzt ist er Architekt der Regierung. 
Grillen gab die Zeichnung zum Piedestal des Denkmals auf Lud- 
wig XVI; auch ist er einer der Mitarbeiter an dem Werke: Choix 
dkidifices publics en France etc. 
Grim. S. Grimm. 
Grimaldi, Giovanm Francesco, Maler und Iiupfemecher, ges 
nannt Bolognese, geb. zu Bologna 1606, est. zu'R0m 1680. Die- 
ser Künstler bildete sich in der Schule der Carracci und erlangte 
besonderen Ruf. Er malte Historien, heitere schöne Landschaften, 
Architekturstiicke, und selbst in der Baukunst war er wohl erfah- 
ren. In Rom beschäftigten ihn viele Jahre die Päbste und auch in 
Paris brachte er drei Jahre im Dienste Ludwigs XIV. und des Car- 
dinals Mazarini zu. Hier malte er im Louvre und im Pallaste des 
Cardinals. "Doch hinterlicss er in Rom die meisten VVerke. Inno- 
cenz X. beschäftigte ihn im Quirinal und im Vatikan, auch in Kir- 
chen, besonders in S. Marlinu a Monti. Eine grosse Anzahl von 
landschaftlichen Bildern, worin er sich den grössten Ruhm erwarb, 
kam in die Gallerie Colonna und auch in andern italienischen Gal- 
lerien sah man Werke von seiner Hand. Im Ausland wurde er 
nicht so sehr gesucht, als Poussids und Claude's Werke, auch war 
es leichter einen Grimaldi oder Viola zu erwerben, als einen Claude 
Lorrain, dessen Bilder nur für Fürsten gemalt zu seyn schienen. 
Indessen hat auch Grimaldi Verdienst; seine Färbung ist irisch, 
etwas grünlich, doch kräftig, und mit leichtem Pinsel behandelt. 
Der Baumschlag ist abwechselnd und höchst angenehm. Seine 
Compositionen sind stets mit Üebcrlegung ausgeführt, und beson- 
ders zu loben ist die glückliche Wahl seiner Formen. Sehr schütz- 
bar sind auch seine radirtcn Blätter, mit Leichtigkeit und geist- 
reich behandelt. Sein vollständiges Werk soll sich nach Bartsch 
Angabe (P. gr. X IX. 85.) auf 57 Blätter belaufen; allein im Catalog 
der Sammlung des Grafen C. W. Renesse-Breidbach. Antwerpen, 
1835, Nr. 2. S. 245. ist noch ein Blatt angegeben, welches Bartsch 
nicht kannte: das ist 
Eine Landschaft, links mit einer Höhle, an welcher man den 
heil. Hieronymus sieht, qu. fol. - 
Eine Folge von 8 verschiedenen Landschaften, bezeichnet: Öio. 
Fran. C0 Grimaldi Bolognese inu. et fec. H. u. Br. 7 Z. 2 L. 
(Die colossale Büste, die Pyramide, der kriechende Mann, die 
zwei Männer zu Pferde gegen ein Schloss reitend, der Mann 
zu Pferde und der. I-Iirt mit der Hcerde, die drei Männer im 
Gespräche, die zwei Cavaliere vor dem Walde, der Säulen- 
schaft, gegenüber zwei stehende Männer). 
Landschaft mit einer kleinen Brücke, über welche zwei Weiber 
 gehen, ohne GrimaldPs Namen. Durchmesser 8 Z. 2 L. 
Landschaft mit vier im Vorgrunde sitzenden Personen, mit Gri- 
maldi's Namen; in gleicher Grüsse. 
Landschaft mit einem Flusse und einem Fischer. H. 7 Z. 2 L„ 
Br. 6 Z. 2 L. 
Landschaft mit Bäumen, rechts zwei Männer auf einem Hügel, 
Ohne Grimaldfs Namen. H. g Z. 10 Lf? Br. 7  
Gebirgslandschaft, in der Mitte der Hirte mit der Heerde Sehaafe, 
Ohne Namen. aber im Geschmacke dieses Meisters. H. 10 Z. 
5 L-s BP. 8 Z. 2 L. 
Landschaft mit einem Hirten auf dem Hügel, in der Nähe zwei 
Hocke. Mit Grimaldfs Namen. H. 11 Z. 7 L., Br. 8 Z. 2 L.
        

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