Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737561
Gassen , 
Franz. 
Gassner , 
Simon. 
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ad? 1 dES Friedens , der Gerechtigkeit , des Gesetzes und der 
Stärke. 
Gasäens Franz, Maler von Barcellona, wo er für Kirchen und 
hliister malte; besonders in Gesellschaft des P. Cuquet- 
Dieser Künstler. dessen Velasco erwähnt, starb 1658 9111159551111" 
Sechzig Jahre alt.  
Gassen: Gottllßb; Historienmaler aus Coblenz, wo er 1805 gebo- 
ren wurde. Von der Natur mit einem tüchtigen Talente begabt 
folgte er dem Rufe zur Kunst , und besonders war es das gross- 
artige Kunststreben unter Cornelius in München, was ihn JET! 
ebenfalls nach dieser Stadt zog, um unter der lseittnig jenes De" 
rühmten Meisters sein Ziel zu verfolgen. Gassen ist einer derje: 
nigen Künstler, welche zuerst in München in der Freseomaleret 
sich versuchten, und von ihm ist die Erstürmung des Godesberges 
bei Bonn durch Herzog Wilhelm V. von Bayern, in den Arkaden 
des k. Holgartens in Fresco gemalt. Es herrscht darin edle Zeich- 
nung und kräftige Wirkung, so wie denn überhaupt dieses eines 
der besten Bilder jener Reihe von Darstellungen ist. 
Gassen malte auch im Neubaue der Residenz, welchen König 
Ludwig zu einer wahren Gallerie merlaiwiürrliger Compositionen 
moderner Meister erhob. Beschrieben siifd diese Bilder von Ernst 
Förster, und unser Künstler führte mit Hermann und Neureuther 
den Bilderkreis aus Walther von der Vogelweitle, Wolfram von 
Eschenbach und Wielands Oberon aus. Was die Composition be- 
triiTt, so konnten in diesem Cyclus nicht die Sculpturgesetze Vorl 
herrschen, wie,es in den Bildern aus der griechischen Welt nach 
Schwantlrralerk Erfindung der Fall ist, sondern hier war die Rich- 
tung zum Bomantischen gestattet. 
Uebei-diess existiren mehrere Zeichnungen und Oelbilder von der 
Hand dieses Künstlers. 
GQSSlGP, Franz, Bildhauer von Telfs in Tyrol, der um 1780 auf 
der Akademie der Künste zu Wien studierte, und in dieser Stadt 
noch 1805 seine Kunst übte. Mit seinem Namen bezeichnet ist 
ein geistreich radirtes Blatt, welches Alcibiades und Phryne vor- 
stellt, wie sie Sokrates überrascht, 1784 gr. fol. 
Gassnera Simßn, Maler und Kupferstecher, der 1755 zu Steinberg 
in Tyrol geboren wurde. Die Anfangsgründe der Kunst brachte 
Ihm der Maler Streicher zu Salzburg bei, und hierauf kam er 
nach München zu Gallrur und Demel. Nach einiger Zeit ging er 
nach Landshut, wo er für die Kirchen Wasserburgs einige Altar- 
blätter malte, bis er nach Ungarn abreiste, wvo ihn der Bischof 
Vßn Erlau beschäftigen wollte; allein die projehtirten Arbeiten un- 
terblieben und Gassiner musste sich in Wien mit der Ornamenteni- 
mFlePßi durehhelfen. Später besuchte er Korn und von hieraus er- 
hat 81' einen Ruf an den Hof zu Carlsruhe, wo ihm die Verzie- 
Ümß eines Salons der Residenz anvertraut wurde. Von dieser 
 blieb Gassner in Carlsruhe, wo er sich verheirathete, und 
dm Stelle eines Hoftheatcrmalers bekleidete. Im Jahre 1825 W515 e? 
üuCh mitLandscliafteil in Oel hervor, worin er ein herrliches Tätlßiili 
 große Fertigkeit im Technischen entwickelte. In seinen An- 
SICMCH offenbart sich ein treues Studium der Natur und ein glück- 
lißller Sinn für schöne Anordnung. Auch nuxhrcre Landschaften i" 
WVasserlarbt-n hat man von seiner Hand. 
Nuglerli Künstler- Lex. 
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