Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1740635
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Grassi , 
Banieri. 
Gratelqxlp , 
Johann 
Baptist. 
den lienner durch die Natürlichkeit, welche in seinen Bildern 
herrscht, und durch die Frische und Zartheit des Colurits, das er 
mit Meisterschaft behandelt. Die Anzahl seiner Bildnisse ist be- 
deutend, und darunter sind solche von Personen des höchsten 
Ranges. Er übte seine Kunst in verschiedenen Städten mit dem 
grösstcn Beifall. Zur Zeit der früheren yolnischen Insurrelstion 
war er in VVarschau, und hier erlitt er grosse Gefahr, bis ihn 
Iiusciuslufs Freundschaft befreite. Gliiclslichcre Tage blühten ihm 
in Dresden, und Ehre und Auszeichnung im Verlaufe der Jahre. 
Im Jahre 1816 trat er in Dresden aus der Reihe der akademischen 
Professoren , und um diese Zeit erhielt er vom Könige das Ritter- 
kreuz des sächsischen Civilverdieilst-Ordens. Der Grussherzog von 
Gotha ertheilte ihm den Titel eines geheimen LegatlUllSYüillCS, und 
schon früher hatten ihn einige Akademien unter die Zahl ihrer 
Mit lieder aufgenommenrwie die Akademie von St. Luca in Rom. 
In äeser Stadt trat der Künstler 1817 als Direktor der königlich 
sächsischen Pensionäre auf, und hier lebte er mit Gewissenhaftiglseit 
seinem Amte und seiner Kunst. Hier malte er auch das grusse 
Gemälde, welches Pius VII. vorstellt, wie er vom hl. Petrus die 
Schlüssel der Kirche zurückerhält, eine rühmlich gewiirdigte Alle- 
gorie auf die Wiedereinsetzung dieses ehrwürdigen Iiirchenuber- 
hauptes. 
Grassl, Banwrl, Kupferstecher zu Pisa, ein Iiiinstler unserer Zeit. 
Man hat von'seiner Hand: Le fabbriche principali di Pisa ed al- 
cune vedule della stessa cittä. Pisa, 1850. 
GPQSSI, AIIÜOII, Bildner zu Wien, wo er 1755 geboren wurde und 
1807 starb. Er erlernte die Zeichenhunst an der k. k. Akademie, 
und in der Bildhauerei verdankt er der Sorgfalt des Prof. Messer- 
schmidt so vieles, dass. er schon früh zur Vollendung der Statuen 
des Hofgartens zu Schönbrunn ausersehen wurde. Hierauf lernte 
der Fürst Johann von Dietrichsteinv-Prosliau diesen geschickten 
Künstler kennen, und auf dessen Verwendung wurde er {als Mo- 
dellirer an der Porzellanrnanufaktur angestellt, eine Bedienstigung, 
die er nach sechs Jahren mit jener des Mudellineisters vertauschte, 
stets zum Vortheile und Ruhme der Anstalt. 
Im Jahre 1792 sah er endlich nach langer Sehnsucht Italien. 
Obgleich nur neun Monate in Rom, fertigte er doch eine treffliche 
Copie der berühmten Gruppe der Niobe, und diese schickte er mit 
einer Menge Reliefs, Büsten, Statuen und Antiken nach Wien. 
Im Jahre 1794 wurde Grassy Direktor der höheren Iiunstklas- 
gen, namentlich der Hisforien- und Landschaftsmalerei. Unter seine 
vorzüglichsten Werke zählt rnan die Portraite Franz 1., des Emher- 
19g:  etc.  Die Oesterr: Nattollal-Eucyclopi-idie gibt 
Nachricht uber diesen Kunstler, und_1n Fussly's Supplementbande 
zum Allgemeinen Kunstler-Lexicon wird er mit dem lYIaler J. Grassi 
in Einen Artikel gedrängt: 
Gratella, Beiname von s. Filippi. 
GIBIGIOUP, Johann BaPIlSt, liupferstecher, eigentlich nur ein 
sogenannter Dilettant, der aber Trelfliches leistete. Er wurde zu 
Dax in Gascogne 1755 geboren, und um 1792 starb er. Man hat 
von seiner Hand kleine Bildnisse in Tuschmanier, nach Drevct, 
Edelink, F-icquet u. a., mit einer bis an das Unbegreitliche gran- 
zenden Feinheit ausgearbeitet, und sämmtlich sehr selten. Darun- 
ter sind jene von Bdssuet, Descartes, Dryden, Muntesquieu und 
J. J. Rousseau.
        

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