Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1740475
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Grammb exgex- , 
Christoph. 
Gran , Daniel. 
wer ein gebildeter Maler und derjenige, der in Rom die erste Si- 
tzung der Akademie von St. Luca hielt; doch wurde er davon aus- 
eschlossen, weil er RafaePs heil. Lueas, das Besitzthum der Äliß- 
äemie, veräussern, und eine Copie an dessen Stelle setzen 
wollte. Im Copiren war er sehr geschickt, und deswegen auch 
im Portraile stark.  
Dieser Grammatica, der Schüler eines Domenico Perugino, starb 
1626, ohngefähr 55 Jahre alt. 
Grammberger, CllrlStOPh; Maler zu Stein im Oesterreichischen, 
dessen Lebensverhältnisse unbekannt zu seyn scheinen. 
In der Kirche zu Götweich ist ein Engelsturz von seiner Hand 
gemalt, und mit 1683 bezeichnet. 
Grammel, Maler zu Nürnberg , der sich in Ochlig's Schule bildete. 
Er malt Genrestücke und auch Gopien finden siclfvon seiner Hand. 
Grammont, Chevaher de, Kunstliebhaber, nach dessen Zeich- 
nung J. Dolivar 1690 die Schlacht bei Fleurus gestochen hat. 
GIQYIHXIOISGO, Pletrß, ein piemontesisclier Maler, der, sonst un- 
bekannt, um 1515 für ein Kloster in Gasale gemalt hat. So sagt 
Lenzi. 
GPÜIIIS) JOhaIlll Valentm, eingeschickterBildnissmaler zuFrank- 
 furt am Main um 1650- Man verglich seine Werke mit jenen des 
Van Dyck, und besonders gut wusste er die Hände zu malen. Er 
malte viele berühmte Männer, und mehrere sind von Ph. Iiilian, 
L. Heckenauer, P. Schenk, Thelot u. a. gestochen. Grams malte 
indessen auch Historien, und in der St. Catharinenkirche jener 
Stadt.  
Grün, 13.311191, Historienmaler, geb. zuiwien 1694, gest, zu St, 
Pölten 1757. Dieser Künstler, einer der vorziiglichsten jener Zeit, 
der in einiger Hinsicht schon die Principien eines Mengs in sich 
aufgenommen hatte, genoss den ersten Unterricht bei P. Ferg und 
bei Wernle, und reiste dann durch Unterstützung des Fürsten 
Schwarzenburg nach- Italien, wo er sich an S. Ricciizu Venedig 
und an Solimena in Neapel anschloss. Doch war es besonders 
auch die Antike, welche er betrachtete, und eigenthiimlich ist ihm 
eine gewisse Lebendigkeit des Geistes, die sich in seinen stark be- 
wegten Figuren und H1 dem Hauge, grossartig und originell in der 
Composition zu erscheinen, beurkundet. Wie die Meister jener Zeit, 
beabsichtigte auch er sinneschmeichelnde Wirkung, die er mit seinen 
schönen , kühn aufgetragenen, harmonischen Farben auch immer 
erreichte. In der Zeichnung hielt er sich streng an die akademi- 
schen Regeln und verstand es sehr wohl, eine menschliche Figur 
genau nach allen Verhältnissen darzustellen. Licht und Schatten 
gind bei ihm in grossen Massen vertheilt und auch in der Gewan. 
dung liebte er das Mzissenhafte. Dabei verstand er die Gesetze 
der Optik und Perspektive genau: 
Dieser Künstler malte "Vieles im Vaterlande, in Pallästen und 
Kirchen. Seine Deckenstucke der kaiserlichen Bibliothek in Wien 
sind von 1.1. Sedlmayr gestochen, in dem Werke: Dilucida reprae- 
sentatio Bibliothecac Caesareae. Viennae 1757. Karl VI. beschäf- 
tigte ihn vielfach und belohnte ihn dafür kaiserlich. So erhielt 
der Künstler, so lange er in Hetzendorf" arbeitete, täglich 100 Dir 
caten, und eine Hofequipage [mit vier Pferden brachte ihn jedes- 
xnal an Ort und Stelle. In Hetzendorf lieferte er in den Deckenäv 
mälden des grossen Saals auch wahre Meisterstiicke, wozu ebenfa l! 
die Kuppel der erwähnten Bibliothek zu rechnen ist. In der Carli-
        

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