Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Gallimberti - Haslöhl
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1737136
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1740413
Graf oder 
Grave , 
Hans. 
Graf, 
Hans. 
Bartsch führt auch jene 8 kleinen Holzschnitte nicht an, welche 
die Bitten des Vatcrunsers darstellen. Sie sind ungemein zart gear- 
beitet, Zeichnung und Cbmposition geistreich. In der bei linob- 
lauch 1517 erschienen Legende der Heiligen (der Heilige Leben 
neuw gedrückt etc.) tragen die Holzschnitte 2 -10 Ursgraf's Mo- 
nogramm. Sie haben im Allgemeinen sehr richtige Vertheiluug 
von Licht und Schatten, nur dass sie hie und da ein ängstliches 
Bemühen olienbaren, den Schatten recht bemerkbar zu machen, 
daher er an manchen Stellen zu scharf aufgetragen ist, wiewohl 
überall richtig angebracht. , 
Ein ungemein reichhaltiges Bild ist die Erweckung des Lazarus; 
in den über 40 sich belauiienden Köpfen dieses Blattes ist ausser- 
ordentlich viel Charakteristisches. Auch ist Leben in dem Bilde; 
die Figuren stehen in drei verschiedenen Gruppen in richtiger 
Perspektive hinter einander.  
Gott Vater auf dem Throne, mit der Rechten einen entblössten 
Dolch und mit der Linken eine Kugel haltend. Zu seinen 
 Fiissen ist Christus und die Jungfrau; auch der hl. Geist und 
eine Legion von Engeln sind zu sehen. Unten ist ein knien- 
der Mann in einer Landschaft. Auch sieht man das Wappen 
von Basel, das Zeichen des Künstlers und die Jahrzahl 1514. 
Das Wort Trinitas bestimmt die Darstellung. H. 8 Z. 25 L., 
Br. Ö Z. 10 L. 
 Zwei Heilige, neben der liirche Gott Vater in den Wollten. 11.11 
  
Man darf indessen nicht alle Blätter mit den Buchstaben VS dem 
Urs Graf zuschreiben. Sie bezeichnen auch einen deutschen Künst- 
ler, der nach M. Schongauer copirt hat. Auch V. Gcldersmaxixi 
und V. Glockenton sollen sie bedeuten. 
Graf oder GPEIVG, HEIIIS, Formschneider von Amsterdam, dessen 
Lebensverhältnisse unbekannt sind. Er lebte um 1555 zu Frank- 
furt am Main, und hier ferti te er für die Wittwe des Malers C. 
 Fabri eine Ansicht von Franglsfurt, die der Rath bestellte. Die 
Zeichnung machte Fabri. Hiisgen sagt irrig, dass dieses die erste 
Ansicht von Frankfurt sei; denn in Miinster's' Cosmographey ist 
eine solche, aber kleiner, von 1545. 
Auf dieser grösseren Abbildung der Stadt Frankfurt, die aus 
zwei Blätterrn in qu. fol. besteht, ist ein Monogramm, das aber 
einige auf Hans Grunewald deuten wollten, doch scheint es Hans 
Graf fecit zu bedeuten; denn man vreiss gewiss, dass dieser H.Graf 
 eine Ansicht jener Stadt verfertigte.  
Graf, 141335, Maler in Nürnberg, wo er um 1340 das alte Rathhaus 
malte, welches 1521 Georg Pcncz renovirte. 
Ein anderer Künstler dteses Namens uralte 1514 das (jmmäldc an 
der schau, dem Rathhaus gegenüber. Dieses erneuerte 15T9 Tho- 
mas Oclgagt, und 100 Jahre nachher frischte es Leonhard Häberlin 
auf. S0 berichtet Murr- 
Graf, Hans, Maler zu Wien, der bei Folpert van Alen seine Iiuust 
erlernte. Er soll 1680 geboren werden seyn, wenn nicht früher, 
und der Tod ereilte ihn zu Wiep, seinem beständi en Aufenthalts- 
orte, in hohem Alter. Dieser lihnstler malte öifenäiche Plätze mit 
vielen Menschen, Pferden und Wägen , und dabei führte er Alles 
mit grossem Ftleisse aus. Er malte indessen auch Darstellungen 
mit wenigen Figuren. J. V. Iiauperz Stach nach ihm eine alle Frau 
mit einem Essighändler in schwarzer Manier. 
        

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